Futsal: Turbo Minden spielt schlecht, gewinnt aber Minden. Es war der letzte Tanz. Zumindest vorerst. Mit einem 12:5 (2:3)-Sieg gegen den Königsborner SV Unna verabschiedeten sich die Regionalliga-Futsaler des FSP Turbo Minden am Samstag in die Coronapause. „Das Ergebnis spiegelt den Spielverlauf überhaupt nicht wider. Es ging viel enger zu“, sagte Mindens Kapitän Egor Pyntja. Tatsächlich erzielte Turbo sechs seiner zwölf Treffer erst in den letzten vier Minuten. Bis dahin hielt Königsborn noch Schritt. „Wir waren einfach schlecht“, gibt Pyntja unumwunden zu, „gegen einen stärkeren Gegner hätten wir zur Pause sicherlich viel höher zurückgelegen.“ So stand es aus Sicht der Mindener nach den ersten 20 Nettospielminuten aber nur 2:3. „Wir haben uns in der Pause dann ordentlich die Meinung gegeigt“, erzählt Pyntja, „bis dahin fehlte es an Wille und der richtigen Einstellung. Vielleicht haben wir gedacht, dass es gegen den Tabellenletzten auch von alleine läuft. Da sahen wir uns aber getäuscht.“ Nach dem Wechsel spielte Turbo dann besser, aber immer noch nicht überzeugend. Trotzdem drehte Minden den Rückstand in eine Führung. Zunächst traf Kürsat Celik (23.), dann sorgte Kaoa Aosman mit seinem Doppelschlag innerhalb von 60 Sekunden erstmals für einen Zwei-Tore-Vorsprung (26.). Den gab Turbo nicht mehr her. Nach dem Kantersieg stellen die Mindener als Aufsteiger die beste Offensive der Liga. Allerdings haben die Favoriten aus Sennestadt oder Düsseldorf bislang erst vier Spiele, Minden aber bereits sechs bestritten. Bester Torschütze gegen Königsborn war übrigens Kaoa Aosman, der gleich fünfmal traf. Dass Turbo überhaupt noch spielen konnte, hängt damit zusammen, dass die Futsal-Regionalliga dem Westdeutschen Fußball-Verband unterstellt ist. Der Fußball- und Leichtathletikverband Westfalen (FLVW) hatte bereits am Mittwochabend seinen Spielbetrieb eingestellt. Jetzt sind aber auch die Futsaler der höchsten deutschen Klassen im sportlichen Lockdown. „Wir werden jetzt wohl wieder viel im Glacis joggen“, sagt Pyntja. FSP Turbo Minden: Bartels – Mustafa, K. Aosman, Panagiotis, Hull, Celik, Pyntja, Shindar, Odoy, Laskiwitz. Tore:1:0 K. Aosman (11.), 1:1 Mermer (12.), 2:1 Eigentor, 2:2 Yousofi (13.), 2:3 Mermer (29.), 3:3 Celik (23.), 4:3 K. Aosman (26.), 5:3 K. Aosman (26.), 6:4 Eigentor (27.), 7:4 Mustafa (37.), 8:4 Odoy (38.), 9:4 Celik (38.), 9:5 Begovic (39.), 10:5 K. Aosman (40.), 11:5 Odoy (40.), 12:5 Mohammad (40.).

Futsal: Turbo Minden spielt schlecht, gewinnt aber

Duell der Kapitäne: Mindens Egor Pyntja (links) kommt eine Fußspitze eher an den Ball als sein Königsborner Kontrahent Garbiel da Costa Silva. Foto: Christian Bendig © Christian Bendig

Minden. Es war der letzte Tanz. Zumindest vorerst. Mit einem 12:5 (2:3)-Sieg gegen den Königsborner SV Unna verabschiedeten sich die Regionalliga-Futsaler des FSP Turbo Minden am Samstag in die Coronapause. „Das Ergebnis spiegelt den Spielverlauf überhaupt nicht wider. Es ging viel enger zu“, sagte Mindens Kapitän Egor Pyntja.

Tatsächlich erzielte Turbo sechs seiner zwölf Treffer erst in den letzten vier Minuten. Bis dahin hielt Königsborn noch Schritt. „Wir waren einfach schlecht“, gibt Pyntja unumwunden zu, „gegen einen stärkeren Gegner hätten wir zur Pause sicherlich viel höher zurückgelegen.“ So stand es aus Sicht der Mindener nach den ersten 20 Nettospielminuten aber nur 2:3.

„Wir haben uns in der Pause dann ordentlich die Meinung gegeigt“, erzählt Pyntja, „bis dahin fehlte es an Wille und der richtigen Einstellung. Vielleicht haben wir gedacht, dass es gegen den Tabellenletzten auch von alleine läuft. Da sahen wir uns aber getäuscht.“ Nach dem Wechsel spielte Turbo dann besser, aber immer noch nicht überzeugend. Trotzdem drehte Minden den Rückstand in eine Führung. Zunächst traf Kürsat Celik (23.), dann sorgte Kaoa Aosman mit seinem Doppelschlag innerhalb von 60 Sekunden erstmals für einen Zwei-Tore-Vorsprung (26.). Den gab Turbo nicht mehr her.

Nach dem Kantersieg stellen die Mindener als Aufsteiger die beste Offensive der Liga. Allerdings haben die Favoriten aus Sennestadt oder Düsseldorf bislang erst vier Spiele, Minden aber bereits sechs bestritten. Bester Torschütze gegen Königsborn war übrigens Kaoa Aosman, der gleich fünfmal traf.

Dass Turbo überhaupt noch spielen konnte, hängt damit zusammen, dass die Futsal-Regionalliga dem Westdeutschen Fußball-Verband unterstellt ist. Der Fußball- und Leichtathletikverband Westfalen (FLVW) hatte bereits am Mittwochabend seinen Spielbetrieb eingestellt. Jetzt sind aber auch die Futsaler der höchsten deutschen Klassen im sportlichen Lockdown. „Wir werden jetzt wohl wieder viel im Glacis joggen“, sagt Pyntja.

FSP Turbo Minden: Bartels – Mustafa, K. Aosman, Panagiotis, Hull, Celik, Pyntja, Shindar, Odoy, Laskiwitz.

Tore:1:0 K. Aosman (11.), 1:1 Mermer (12.), 2:1 Eigentor, 2:2 Yousofi (13.), 2:3 Mermer (29.), 3:3 Celik (23.), 4:3 K. Aosman (26.), 5:3 K. Aosman (26.), 6:4 Eigentor (27.), 7:4 Mustafa (37.), 8:4 Odoy (38.), 9:4 Celik (38.), 9:5 Begovic (39.), 10:5 K. Aosman (40.), 11:5 Odoy (40.), 12:5 Mohammad (40.).

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