Fußballprofi aus Minden liegen Angebote vor: Für Aias Aosman bleibt sein griechischer Verein aber der erste Ansprechpartner Astrid Plaßhenrich Athen. Immer wieder wechselt Aias Aosman vom Deutschen ins Englische. Es sind nur einzelne Begriffe wie „Nations Break“, die den 27-jährigen Fußballprofi eher einfallen als „Länderspielpause“. Das zeigt, wie lange der Mindener bereits im Ausland lebt und dass er seinen Alltag großteils in Englisch bestreitet. „Aber ich kann inzwischen auch etwas Griechisch“, sagt der offensive Mittelfeldspieler. Seit diesem Sommer spielt Aosman beim Erstliga-Aufsteiger Ionikos Nikea – er fühlte sich bei dem Athener Hauptstadtclub auf Anhieb wohl und hat sich sportlich sofort etabliert. „Es ist die stärkste Liga, in der ich bisher gespielt habe“, sagt Aias Aosman. Und in der stellte der 27-Jährige schnell seine Torgefahr unter Beweis. Nachdem Ionikos im ersten Spiel beim zwölfmaligen Meister AEK Athen mit 0:3 verloren hatte, gewann der Aufsteiger eine Woche darauf mit 1:0 gegen Aris Saloniki. Torschütze in der 86. Minute: Aias Aosmann. Danach folgten zwei 0:0-Spiele gegen PAS Ioannina und dem aktuellen Tabellenletzten Apollon Smyrnis, ehe der Mindener bei der 1:2-Niederlage gegen AS Lamia den zwischenzeitlichen Ausgleich erzielte. Die ersten beiden Treffer des Aufsteigers gingen also auf das Konto des Neulings in der griechischen Eliteliga. Dass es ein Vorteil gewesen sei, dass niemand ihn gekannt hat, glaubt der 27-Jährige nicht. „Meine Qualität hat sich durchgesetzt“, sagt er selbstbewusst.Aosman hat nach eigener Aussage im vergangenen halben Jahr noch einmal einen deutlichen Leistungssprung vollzogen. „Ich bin vor allem physisch stärker geworden“, sagt er. Unter anderem arbeitet der syrische Nationalspieler neben den vom Verein angesetzten Trainingseinheiten mit einem privaten Physiotherapeuten zusammen. Das zahlt sich in der körperlich robusten griechischen Liga aus. Nach 17 Spieltagen stehen fünf Treffer auf seinem Konto. Damit ist der Mindener aktuell der beste Torschütze seines Teams. Hinzu kommen vier Vorlagen. Aosman ist die Schaltzentrale im Angriffsspiel des Aufsteigers und sieht sich noch lange nicht am Zenit angekommen.Mit seinen Leistungen hat der zentrale Mittelfeldspieler in den vergangenen Monaten auf sich aufmerksam gemacht. Sein Vertrag bei Ionikos Nikea läuft zunächst bis zum Saisonende mit Option auf ein weiteres Jahr. „Der Verein hat bereits signalisiert, mit mir verlängern zu wollen“, sagt Aosman. Allerdings liegen ihm auch Anfragen von anderen griechischen Vereinen – auch Topclubs – vor. Darüber hinaus berichtet das Internetportal transfermarkt.de, dass der FC Sheriff Tiraspol Interesse an dem Offensivspieler habe. Der Club aus Transnistrien wurde spätestens Ende September der Fußballwelt bekannt, als er in der Gruppenphase der Champions League Real Madrid auswärts mit 2:1 schlug.Aosman betont aber immer wieder, dass er sich bei Ionikos gut aufgehoben fühlt. Trainer Dimitrios Spanos setzt auf ihn: In 16 von 17 Partien stand der 27-Jährige in der Startelf und musste nur am 15. Spieltagen eine Gelbsperre absitzen. In Vereinspräsident Christos Kanellakis hat er ebenfalls einen großen Fürsprecher. Die Mitspieler seien auch in Ordnung, die Strukturen im Verein gefestigt. Und: „Das Land ist super schön“, sagt der Mindener. Er kann sich durchaus vorstellen noch länger in Griechenland zu bleiben. Aber er will sich alle Angebote anhören, um dann in Ruhe zu entscheiden. Nach der nur viertägigen Winterpause, die Aias Aosman mit ehemaligen Mitspielern von Tuzlaspor in Istanbul verbracht hatte, ist die Rückrunde Anfang Januar gestartet. Doch auch in Griechenland schnellen die Coronazahlen nach oben, so dass aktuell zahlreiche Spiele ausfallen. Auch Ionikos war betroffen, weil bei Smyrnis Spieler infiziert waren. Jetzt geht es in die heiße Phase der Meisterschaft: Während die ersten sechs Mannschaften die Playoffs um den Titel spielen, geht es für die anderen acht Teams in der Abstiegs-Relegation weiter. Aosman geht fest davon aus, dass auch Ionikos als aktuell Tabellenelfter in die Runde rutschen wird. Der Abstand auf Platz sechs beträgt zurzeit zwölf Punkte. „Da aber nur eine Mannschaft absteigen wird, stehen die Chancen für unseren Klassenerhalt sehr gut“, meint der Offensivmann.Der ist inzwischen auch fester Bestandteil der syrischen Nationalelf. Ende Januar, Anfang Februar stehen zwei weitere WM-Qualifikationsspiele an. Zunächst treffen die Syrer in Dubai auf die Vereinigten Arabische Emirate, dann spielen sie in Jordanien gegen Südkorea. Chancen, sich für die Weltmeisterschaft in Katar zu qualifizieren, bestehen für Syrien nicht mehr. Für Aias Aosman will aber auch die Spiele nutzen, um seine Torgefahr unter Beweis zu stellen.

Fußballprofi aus Minden liegen Angebote vor: Für Aias Aosman bleibt sein griechischer Verein aber der erste Ansprechpartner

Aias Aosman war von Beginn an ein wichtiger Faktor für die Mannschaft von Ionikos Nikea und die Schaltzentrale in der Offensive des Aufsteigers. Foto: © Leonidas Bakolas/Eurokinissi/imago

Athen. Immer wieder wechselt Aias Aosman vom Deutschen ins Englische. Es sind nur einzelne Begriffe wie „Nations Break“, die den 27-jährigen Fußballprofi eher einfallen als „Länderspielpause“. Das zeigt, wie lange der Mindener bereits im Ausland lebt und dass er seinen Alltag großteils in Englisch bestreitet. „Aber ich kann inzwischen auch etwas Griechisch“, sagt der offensive Mittelfeldspieler. Seit diesem Sommer spielt Aosman beim Erstliga-Aufsteiger Ionikos Nikea – er fühlte sich bei dem Athener Hauptstadtclub auf Anhieb wohl und hat sich sportlich sofort etabliert.

„Es ist die stärkste Liga, in der ich bisher gespielt habe“, sagt Aias Aosman. Und in der stellte der 27-Jährige schnell seine Torgefahr unter Beweis. Nachdem Ionikos im ersten Spiel beim zwölfmaligen Meister AEK Athen mit 0:3 verloren hatte, gewann der Aufsteiger eine Woche darauf mit 1:0 gegen Aris Saloniki. Torschütze in der 86. Minute: Aias Aosmann. Danach folgten zwei 0:0-Spiele gegen PAS Ioannina und dem aktuellen Tabellenletzten Apollon Smyrnis, ehe der Mindener bei der 1:2-Niederlage gegen AS Lamia den zwischenzeitlichen Ausgleich erzielte. Die ersten beiden Treffer des Aufsteigers gingen also auf das Konto des Neulings in der griechischen Eliteliga. Dass es ein Vorteil gewesen sei, dass niemand ihn gekannt hat, glaubt der 27-Jährige nicht. „Meine Qualität hat sich durchgesetzt“, sagt er selbstbewusst.

Aosman hat nach eigener Aussage im vergangenen halben Jahr noch einmal einen deutlichen Leistungssprung vollzogen. „Ich bin vor allem physisch stärker geworden“, sagt er. Unter anderem arbeitet der syrische Nationalspieler neben den vom Verein angesetzten Trainingseinheiten mit einem privaten Physiotherapeuten zusammen. Das zahlt sich in der körperlich robusten griechischen Liga aus. Nach 17 Spieltagen stehen fünf Treffer auf seinem Konto. Damit ist der Mindener aktuell der beste Torschütze seines Teams. Hinzu kommen vier Vorlagen. Aosman ist die Schaltzentrale im Angriffsspiel des Aufsteigers und sieht sich noch lange nicht am Zenit angekommen.

Mit seinen Leistungen hat der zentrale Mittelfeldspieler in den vergangenen Monaten auf sich aufmerksam gemacht. Sein Vertrag bei Ionikos Nikea läuft zunächst bis zum Saisonende mit Option auf ein weiteres Jahr. „Der Verein hat bereits signalisiert, mit mir verlängern zu wollen“, sagt Aosman. Allerdings liegen ihm auch Anfragen von anderen griechischen Vereinen – auch Topclubs – vor. Darüber hinaus berichtet das Internetportal transfermarkt.de, dass der FC Sheriff Tiraspol Interesse an dem Offensivspieler habe. Der Club aus Transnistrien wurde spätestens Ende September der Fußballwelt bekannt, als er in der Gruppenphase der Champions League Real Madrid auswärts mit 2:1 schlug.

Aosman betont aber immer wieder, dass er sich bei Ionikos gut aufgehoben fühlt. Trainer Dimitrios Spanos setzt auf ihn: In 16 von 17 Partien stand der 27-Jährige in der Startelf und musste nur am 15. Spieltagen eine Gelbsperre absitzen. In Vereinspräsident Christos Kanellakis hat er ebenfalls einen großen Fürsprecher. Die Mitspieler seien auch in Ordnung, die Strukturen im Verein gefestigt. Und: „Das Land ist super schön“, sagt der Mindener. Er kann sich durchaus vorstellen noch länger in Griechenland zu bleiben. Aber er will sich alle Angebote anhören, um dann in Ruhe zu entscheiden.

Nach der nur viertägigen Winterpause, die Aias Aosman mit ehemaligen Mitspielern von Tuzlaspor in Istanbul verbracht hatte, ist die Rückrunde Anfang Januar gestartet. Doch auch in Griechenland schnellen die Coronazahlen nach oben, so dass aktuell zahlreiche Spiele ausfallen. Auch Ionikos war betroffen, weil bei Smyrnis Spieler infiziert waren. Jetzt geht es in die heiße Phase der Meisterschaft: Während die ersten sechs Mannschaften die Playoffs um den Titel spielen, geht es für die anderen acht Teams in der Abstiegs-Relegation weiter. Aosman geht fest davon aus, dass auch Ionikos als aktuell Tabellenelfter in die Runde rutschen wird. Der Abstand auf Platz sechs beträgt zurzeit zwölf Punkte. „Da aber nur eine Mannschaft absteigen wird, stehen die Chancen für unseren Klassenerhalt sehr gut“, meint der Offensivmann.

Der ist inzwischen auch fester Bestandteil der syrischen Nationalelf. Ende Januar, Anfang Februar stehen zwei weitere WM-Qualifikationsspiele an. Zunächst treffen die Syrer in Dubai auf die Vereinigten Arabische Emirate, dann spielen sie in Jordanien gegen Südkorea. Chancen, sich für die Weltmeisterschaft in Katar zu qualifizieren, bestehen für Syrien nicht mehr. Für Aias Aosman will aber auch die Spiele nutzen, um seine Torgefahr unter Beweis zu stellen.

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