Fußball-Box: TuS Minderheides Rückzug ist vom Tisch, Eklat in Vehlage Minden. Während der TuS Petershagen-Ovenstädt plötzlich auch Top-Teams ärgert, steht der TuS Lahde/Quetzen in der Fußball-Bezirksliga zurzeit auf verlorenem Posten. Ähnlich ging es bislang auch dem TuS Minderheide in der Kreisliga A, der nun mit neuem Trainer aber eine Aufholjagd starten will. Wettkampfhärte entwickelt Die neue Saison begann wie die alte, und doch ist TuS Petershagen-Ovenstädts Trainer Jan Frederik Finger nach den zwei Auftaktniederlagen deutlich zuversichtlicher als vor einem Jahr. „Wir können Spiele offen halten“, nannte er den entscheidenden Unterschied, „das ist ein guter Entwicklungssprung“. Sowohl beim 2:5 zum Auftakt bei TuRa Löhne als auch beim 1:3 im Kreisderby gegen den TuS Lohe war sein Team konkurrenzfähig – den Unterschied machte jeweils die individuelle Klasse der favorisierten Gegner. Auch die acht Ausfälle änderten nichts daran, dass der TuSPO endlich die nötige Wettkampfhärte für die Bezirksliga zu entwickelt haben scheint. Sören Schulze aus der zweiten Mannschaft verdiente sich als Aushilfs-Linksverteidiger ein Sonderlob des Trainers. „Lohe musste sein Potenzial voll ausschöpfen“, meinte Finger. Ein gutes Zeichen für die nächsten Wochen. (kül) Aufbruch statt Abmeldung Frohe Kunde vom TuS Minderheide: Eine nach den beiden heftigen Auftaktniederlagen mit jeweils elf Gegentoren ursprünglich im Raum stehende Abmeldung der ersten Mannschaft vom Spielbetrieb der Kreisliga A1 ist vom Tisch. Zwar ging am Wochenende beim 1:5 gegen SV Kutenhausen-Todtenhausen II auch die dritte Partie verloren, dennoch herrscht Aufbruchstimmung im Team. Seit Freitag ist in Jens Steinmetz ein neuer Trainer für die erste Mannschaft gefunden, der selbst früher einmal beim TuS gespielt und auch dessen C-Jugend schon trainiert hat. „Deniz Bärsch und ich arbeiten zusammen bei den Bundeswehr-Pionieren in Minden. Er ist an mich herangetreten und ich habe zugesagt. Ich habe bereits beim 1:5 gegen SVKT II erhebliche Fortschritte gegenüber den ersten beiden Partien gesehen, die mir Mut machen, die Mannschaft in die Erfolgsspur zurückzuführen“, sagt der neue Coach und fügt hinzu: „Ich werde alles versuchen, dass der Aufwärtstrend sich auch ergebnismäßig bemerkbar macht. Eine Abmeldung der Mannschaft ist nach Rücksprache zwischen Vorstand, Mannschaft und Trainer daher kein Thema mehr.“ Minderheide war vor der Saison aufgrund des kurzfristigen Ausstiegs von Trainer Mahmoud Ali-Khan, in dessen Zuge auch mehrere Leistungsträger den Verein verließen, in personelle Bedrängnis geraten. Der Klub hatte zuletzt erhebliche Zweifel laut werden lassen, noch die Qualität für die Spielklasse zu haben. Doch diese Zweifel sind vorerst verflogen. „Die Spieler ziehen gut mit und sind ebenfalls zuversichtlich, dass wir den Karren zusammen aus dem Dreck ziehen werden“, sagt Steinmetz. (tok) Geschwindigkeit fehlt Zwei Spiele, 0:11 Tore, letzter Platz: Bezirksligist TuS Lahde/Quetzen legte einen ernüchternden Saisonstart hin, und die Aussichten sind nicht rosig: Lohe, Tengern II, Kutenhausen-Todtenhausen und Dielingen heißen die nächsten Gegner, drei dieser vier Teams haben ihre ersten beiden Spiele gewonnen. Vor allem die Torflaute macht Trainer Christian Riedel zurzeit Sorgen: „Wir waren auch in der Kreisliga A nie eine Mannschaft, die das Spiel dominiert hat. Aber zurzeit fehlt uns auch die Geschwindigkeit beim Umschalten.“ Sein Team müsse also versuchen, „irgendwie mitzuspielen“ – gegen die Top-Teams der Liga geht das selten gut. „Da macht man sich schon Gedanken, wie man am Saisonende vier Mannschaften hinter sich lassen soll“, gibt Riedel zu. (kül) Tiefpunkt nach Debakel Bezirksligist SC BW Vehlage muss nach dem 1:7 gegen die SV Kutenhausen-Todtenhausen viele Scherben zusammenfegen. Für den Tiefpunkt des unterirdischen Auftritts sorgte Rene Budde. Der Stammspieler bezeichnete seine Teamkollegen beim Gang vom Platz unter anderem lautstark als „Vollidioten“ und wollte sich die Ansprache von Heinrich Dyck nach dem Abpfiff nicht zu Ende anhören. „Ihr braucht mich auch nicht anrufen!“, rief Budde dem Team noch zu. Damit hat Trainer Dyck ab sofort einen Spieler weniger im Kader. Der peinliche Auftritt stand stellvertretend für die Krisenstimmung nach dem Debakel. „Viele der Jungs haben in der Vorbereitung einfach zu wenig gemacht. Jetzt spüren wir die Konsequenzen“, erklärt Dyck. Während die SVKT-Akteure nach der Pause weiter im Vollgas-Modus unterwegs waren, liefen die Blau-Weißen nur noch hilflos hinterher. (gag)

Fußball-Box: TuS Minderheides Rückzug ist vom Tisch, Eklat in Vehlage

In Rehme kassierte der TuS Minderheide (grüne Trikots) am vorigen Donnerstag noch elf Gegentore, am Sonntag wurde es schon besser. © Sebastian Külbel

Minden. Während der TuS Petershagen-Ovenstädt plötzlich auch Top-Teams ärgert, steht der TuS Lahde/Quetzen in der Fußball-Bezirksliga zurzeit auf verlorenem Posten. Ähnlich ging es bislang auch dem TuS Minderheide in der Kreisliga A, der nun mit neuem Trainer aber eine Aufholjagd starten will.

Wettkampfhärte entwickelt

Die neue Saison begann wie die alte, und doch ist TuS Petershagen-Ovenstädts Trainer Jan Frederik Finger nach den zwei Auftaktniederlagen deutlich zuversichtlicher als vor einem Jahr. „Wir können Spiele offen halten“, nannte er den entscheidenden Unterschied, „das ist ein guter Entwicklungssprung“. Sowohl beim 2:5 zum Auftakt bei TuRa Löhne als auch beim 1:3 im Kreisderby gegen den TuS Lohe war sein Team konkurrenzfähig – den Unterschied machte jeweils die individuelle Klasse der favorisierten Gegner. Auch die acht Ausfälle änderten nichts daran, dass der TuSPO endlich die nötige Wettkampfhärte für die Bezirksliga zu entwickelt haben scheint. Sören Schulze aus der zweiten Mannschaft verdiente sich als Aushilfs-Linksverteidiger ein Sonderlob des Trainers. „Lohe musste sein Potenzial voll ausschöpfen“, meinte Finger. Ein gutes Zeichen für die nächsten Wochen. (kül)

Aufbruch statt Abmeldung
Ratlos: Lahde/Quetzens Thomas Schering (l.) und Mark Hinkelmann. - © Sebastian Külbel
Ratlos: Lahde/Quetzens Thomas Schering (l.) und Mark Hinkelmann. - © Sebastian Külbel

Frohe Kunde vom TuS Minderheide: Eine nach den beiden heftigen Auftaktniederlagen mit jeweils elf Gegentoren ursprünglich im Raum stehende Abmeldung der ersten Mannschaft vom Spielbetrieb der Kreisliga A1 ist vom Tisch. Zwar ging am Wochenende beim 1:5 gegen SV Kutenhausen-Todtenhausen II auch die dritte Partie verloren, dennoch herrscht Aufbruchstimmung im Team. Seit Freitag ist in Jens Steinmetz ein neuer Trainer für die erste Mannschaft gefunden, der selbst früher einmal beim TuS gespielt und auch dessen C-Jugend schon trainiert hat. „Deniz Bärsch und ich arbeiten zusammen bei den Bundeswehr-Pionieren in Minden. Er ist an mich herangetreten und ich habe zugesagt. Ich habe bereits beim 1:5 gegen SVKT II erhebliche Fortschritte gegenüber den ersten beiden Partien gesehen, die mir Mut machen, die Mannschaft in die Erfolgsspur zurückzuführen“, sagt der neue Coach und fügt hinzu: „Ich werde alles versuchen, dass der Aufwärtstrend sich auch ergebnismäßig bemerkbar macht. Eine Abmeldung der Mannschaft ist nach Rücksprache zwischen Vorstand, Mannschaft und Trainer daher kein Thema mehr.“ Minderheide war vor der Saison aufgrund des kurzfristigen Ausstiegs von Trainer Mahmoud Ali-Khan, in dessen Zuge auch mehrere Leistungsträger den Verein verließen, in personelle Bedrängnis geraten. Der Klub hatte zuletzt erhebliche Zweifel laut werden lassen, noch die Qualität für die Spielklasse zu haben. Doch diese Zweifel sind vorerst verflogen. „Die Spieler ziehen gut mit und sind ebenfalls zuversichtlich, dass wir den Karren zusammen aus dem Dreck ziehen werden“, sagt Steinmetz. (tok)

Geschwindigkeit fehlt
Meik Möhlenbrock erzielte kurz nach der Pause die 1:0-Führung für den TuSPO, Lohe jedoch schlug dank seiner individuellen Klasse zurück und gewann das Bezirksliga-Kreisderby noch 3:1. MT-Foto: Sebastian Külbel - © Sebastian Külbel
Meik Möhlenbrock erzielte kurz nach der Pause die 1:0-Führung für den TuSPO, Lohe jedoch schlug dank seiner individuellen Klasse zurück und gewann das Bezirksliga-Kreisderby noch 3:1. MT-Foto: Sebastian Külbel - © Sebastian Külbel

Zwei Spiele, 0:11 Tore, letzter Platz: Bezirksligist TuS Lahde/Quetzen legte einen ernüchternden Saisonstart hin, und die Aussichten sind nicht rosig: Lohe, Tengern II, Kutenhausen-Todtenhausen und Dielingen heißen die nächsten Gegner, drei dieser vier Teams haben ihre ersten beiden Spiele gewonnen. Vor allem die Torflaute macht Trainer Christian Riedel zurzeit Sorgen: „Wir waren auch in der Kreisliga A nie eine Mannschaft, die das Spiel dominiert hat. Aber zurzeit fehlt uns auch die Geschwindigkeit beim Umschalten.“ Sein Team müsse also versuchen, „irgendwie mitzuspielen“ – gegen die Top-Teams der Liga geht das selten gut. „Da macht man sich schon Gedanken, wie man am Saisonende vier Mannschaften hinter sich lassen soll“, gibt Riedel zu. (kül)

Tiefpunkt nach Debakel

Bezirksligist SC BW Vehlage muss nach dem 1:7 gegen die SV Kutenhausen-Todtenhausen viele Scherben zusammenfegen. Für den Tiefpunkt des unterirdischen Auftritts sorgte Rene Budde. Der Stammspieler bezeichnete seine Teamkollegen beim Gang vom Platz unter anderem lautstark als „Vollidioten“ und wollte sich die Ansprache von Heinrich Dyck nach dem Abpfiff nicht zu Ende anhören. „Ihr braucht mich auch nicht anrufen!“, rief Budde dem Team noch zu. Damit hat Trainer Dyck ab sofort einen Spieler weniger im Kader. Der peinliche Auftritt stand stellvertretend für die Krisenstimmung nach dem Debakel. „Viele der Jungs haben in der Vorbereitung einfach zu wenig gemacht. Jetzt spüren wir die Konsequenzen“, erklärt Dyck. Während die SVKT-Akteure nach der Pause weiter im Vollgas-Modus unterwegs waren, liefen die Blau-Weißen nur noch hilflos hinterher. (gag)

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