Fußball-Box: Mindener Makridis trifft im Zweitliga-Gipfel, Dützen verzweifelt an Dielinger Defensive Minden. Ballannahme im Mittelfeld, ein paar Schritte in Richtung Tor, eine Körpertäuschung und ein Linksschuss ins untere Eck: Der Mindener Charalambos Makridis hat Zweitligist Jahn Regensburg am vorigen Freitag mit seinem ersten Saisontor beim 1:1 in Paderborn einen Punkt gesichert. Bezirksligist FT Dützen verzweifelte derweil an der Defensive seines Gegners, und in Kutenhausen schob der Schiedsrichter eine Sonderschicht. Tor zum Startelf-Debüt Einen besseren Ort hätte sich Charalambos Makridis für sein erstes Saisontor kaum wünschen können. Der 25-jährige Angreifer brachte den SSV Jahn Regensburg im Zweitliga-Topspiel beim SC Paderborn nach kaum zwei Minuten in Führung – ausgerechnet beim einzigen Gegner aus Ostwestfalen, wo Makridis etwa 85 Kilometer weiter nördlich in Minden geboren und aufgewachsen ist. Für „Babis“, wie er genannt wird, war das zweite Zweitliga-Tor seiner Profi-Karriere ein traumhafter Einstand, denn er gehörte am vorigen Freitag in der Benteler-Arena zum ersten Mal in dieser Saison zur Startelf. Zuvor war er sechsmal eingewechselt worden und kam nicht über Kurzeinsätze hinaus. Im Topspiel bekam Makridis seine Chance – und nutzte sie. Auch wenn Paderborn noch den Ausgleich schaffte, holte Regensburg dank seines Treffers einen wichtigen Auswärtspunkt. Im Fachmagazin „Kicker“ erhielt der Stürmer für seine solide Leistung die Note 3,0. Makridis ist in dieser Saison Teil einer Erfolgsgeschichte: Der Jahn ist eines der Überraschungsteams der 2. Liga und mischt als Tabellenzweiter munter oben mit. Das gilt jetzt auch für Makridis, der sich in den letzten Wochen immer näher an die Mannschaft herankämpfte und sich jetzt am vorigen Freitag für seinen Einsatz belohnte. (kül) Übermächtige Abwehr Die Stürmer von Bezirksligist FT Dützens standen im Spiel gegen den TuS Dielingen oft vor unlösbaren Aufgaben. Meist sahen sie sich nämlich einer Zweier- oder gar Dreierbewachung ausgesetzt, die nur sehr schwer zu überwinden war. Sowohl Fahkri Ali-Khan als auch Lennart Schürstedt spielten sich dank der variablen Abwehrstrategie der Dielinger immer wieder fest und konnten sich nicht wie gewollt entfalten. Zudem machte sich bei den Dützern das Fehlen von Routinier Maurice Hergott bemerkbar, der im Angriff allein durch seine Präsenz immer wieder für Gefahr sorgt und so seinen Mitspielern die nötigen Freiräume verschafft. Diese Freiräume hatten die Dielinger ihrerseits vor allem in der Anfangsviertelstunde zuhauf, nutzten diese eiskalt aus und legten deshalb schon früh den Grundstein zum letztlich verdienten 6:2-Erfolg. (tok) Ungewollte Verlängerung Für Schiedsrichter Henrich Stühmeyer aus Bad Oeynhausen ging der Fußball-Nachmittag in Kutenhausen unfreiwillig in die Verlängerung. Der Unparteiische hatte gerade die Bezirksliga-Partie der zweiten Frauen-Mannschaft der SV Kutenhausen-Todtenhausen gegen den VfL Theesen beendet, als sich herausstellte, dass der für das anschließende Match der SVKT-Westfalenliga-Elf gegen den VfL Bochum angesetzte Referee nicht erscheinen wird. Nach kurzer Bedenk- und Verschnaufpause sowie dem Einverständnis der beiden Mannschaften erklärte er sich bereit, auch das Westfalenliga-Spiel zu pfeifen. Wie schon die Bezirksliga-Partie bracht er auch diese Begegnung fehlerlos über die Bühne. Und er erwies sich obendrein noch als Glücksbringer für die SVKT. Während die „Zweite“ 2:1 gegen Theesen gewann, feierte die erste Garnitur gegen Bochum einen 6:0-Kantersieg und rückte auf Platz zwei vor. (tok) Jung und variabel Jannis Liecker hat sich längst in der Bezirksligamannschaft der SV Kutenhausen-Todtenhausen etabliert. Dabei kommt der Defensivspezialist gerade erst aus der Jugend, ist aber variabel einsetzbar. „Ich kann dem Jungen nur ein Kompliment aussprechen“, sagte auch SVKT-Trainer Jens Meier, „Jannis kam gegen Mennighüffen auf drei Positionen zum Einsatz und hatte jede zu 100 Prozent erfüllt.“ Liecker begann zunächst als Linksverteidiger, rückte nach der Pause in die Sechser-Rolle und landete schließlich in der Innenverteidigung. (apl)

Fußball-Box: Mindener Makridis trifft im Zweitliga-Gipfel, Dützen verzweifelt an Dielinger Defensive

Der Mindener Charalambos Makridis freut sich über sein Tor im Zweitliga-Topspiel. © Friso Gentsch/dpa

Minden. Ballannahme im Mittelfeld, ein paar Schritte in Richtung Tor, eine Körpertäuschung und ein Linksschuss ins untere Eck: Der Mindener Charalambos Makridis hat Zweitligist Jahn Regensburg am vorigen Freitag mit seinem ersten Saisontor beim 1:1 in Paderborn einen Punkt gesichert. Bezirksligist FT Dützen verzweifelte derweil an der Defensive seines Gegners, und in Kutenhausen schob der Schiedsrichter eine Sonderschicht.

Tor zum Startelf-Debüt

Einen besseren Ort hätte sich Charalambos Makridis für sein erstes Saisontor kaum wünschen können. Der 25-jährige Angreifer brachte den SSV Jahn Regensburg im Zweitliga-Topspiel beim SC Paderborn nach kaum zwei Minuten in Führung – ausgerechnet beim einzigen Gegner aus Ostwestfalen, wo Makridis etwa 85 Kilometer weiter nördlich in Minden geboren und aufgewachsen ist. Für „Babis“, wie er genannt wird, war das zweite Zweitliga-Tor seiner Profi-Karriere ein traumhafter Einstand, denn er gehörte am vorigen Freitag in der Benteler-Arena zum ersten Mal in dieser Saison zur Startelf. Zuvor war er sechsmal eingewechselt worden und kam nicht über Kurzeinsätze hinaus. Im Topspiel bekam Makridis seine Chance – und nutzte sie. Auch wenn Paderborn noch den Ausgleich schaffte, holte Regensburg dank seines Treffers einen wichtigen Auswärtspunkt. Im Fachmagazin „Kicker“ erhielt der Stürmer für seine solide Leistung die Note 3,0. Makridis ist in dieser Saison Teil einer Erfolgsgeschichte: Der Jahn ist eines der Überraschungsteams der 2. Liga und mischt als Tabellenzweiter munter oben mit. Das gilt jetzt auch für Makridis, der sich in den letzten Wochen immer näher an die Mannschaft herankämpfte und sich jetzt am vorigen Freitag für seinen Einsatz belohnte. (kül)

Henrich Stühmeyer pfiff zwei Spiele hintereinander. - © privat
Henrich Stühmeyer pfiff zwei Spiele hintereinander. - © privat

Übermächtige Abwehr

Die Stürmer von Bezirksligist FT Dützens standen im Spiel gegen den TuS Dielingen oft vor unlösbaren Aufgaben. Meist sahen sie sich nämlich einer Zweier- oder gar Dreierbewachung ausgesetzt, die nur sehr schwer zu überwinden war. Sowohl Fahkri Ali-Khan als auch Lennart Schürstedt spielten sich dank der variablen Abwehrstrategie der Dielinger immer wieder fest und konnten sich nicht wie gewollt entfalten. Zudem machte sich bei den Dützern das Fehlen von Routinier Maurice Hergott bemerkbar, der im Angriff allein durch seine Präsenz immer wieder für Gefahr sorgt und so seinen Mitspielern die nötigen Freiräume verschafft. Diese Freiräume hatten die Dielinger ihrerseits vor allem in der Anfangsviertelstunde zuhauf, nutzten diese eiskalt aus und legten deshalb schon früh den Grundstein zum letztlich verdienten 6:2-Erfolg. (tok)

FT Dützens Fahkri Ali-Khan muss sich in dieser Szene einmal mehr gegen drei Dielinger Abwehrspieler behaupten. - © Thomas Kühlmann
FT Dützens Fahkri Ali-Khan muss sich in dieser Szene einmal mehr gegen drei Dielinger Abwehrspieler behaupten. - © Thomas Kühlmann

Ungewollte Verlängerung

Für Schiedsrichter Henrich Stühmeyer aus Bad Oeynhausen ging der Fußball-Nachmittag in Kutenhausen unfreiwillig in die Verlängerung. Der Unparteiische hatte gerade die Bezirksliga-Partie der zweiten Frauen-Mannschaft der SV Kutenhausen-Todtenhausen gegen den VfL Theesen beendet, als sich herausstellte, dass der für das anschließende Match der SVKT-Westfalenliga-Elf gegen den VfL Bochum angesetzte Referee nicht erscheinen wird. Nach kurzer Bedenk- und Verschnaufpause sowie dem Einverständnis der beiden Mannschaften erklärte er sich bereit, auch das Westfalenliga-Spiel zu pfeifen. Wie schon die Bezirksliga-Partie bracht er auch diese Begegnung fehlerlos über die Bühne. Und er erwies sich obendrein noch als Glücksbringer für die SVKT. Während die „Zweite“ 2:1 gegen Theesen gewann, feierte die erste Garnitur gegen Bochum einen 6:0-Kantersieg und rückte auf Platz zwei vor. (tok)

Jung und variabel

Jannis Liecker hat sich längst in der Bezirksligamannschaft der SV Kutenhausen-Todtenhausen etabliert. Dabei kommt der Defensivspezialist gerade erst aus der Jugend, ist aber variabel einsetzbar. „Ich kann dem Jungen nur ein Kompliment aussprechen“, sagte auch SVKT-Trainer Jens Meier, „Jannis kam gegen Mennighüffen auf drei Positionen zum Einsatz und hatte jede zu 100 Prozent erfüllt.“ Liecker begann zunächst als Linksverteidiger, rückte nach der Pause in die Sechser-Rolle und landete schließlich in der Innenverteidigung. (apl)

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