Fußball-Box: Ein 30-Tore-Stürmer, zwei Feldspieler im Tor und ein Sieg zum 50. Minden. Während Bezirksligist SV Kutenhausen-Todtenhausen seinen Trainer Jens Meier einen Sieg zum 50. Geburtstag schenkte, müssen beim FSC Eisbergen Feldspieler ins Tor. In Porta Westfalica erregen derweil zwei Torjäger Aufmerksamkeit. Ein Mann für jede Tonart Mit dem leidenschaftlich erkämpften und erspielten 3:2-Sieg gegen den BV Stift Quernheim hatten die Spieler der SV Kutenhausen-Todtenhausen ihrem Trainer Jens Meier nachträglich ein ganz besonderes Geburtstagsgeschenk gemacht. Meier war am Samstag 50 Jahre alt geworden, hatte es aufgrund des Meisterschaftsspiels aber ruhig angehen lassen. Ein gemütliches Essen mit der Familie hatte sich der Erfolgstrainer gegönnt, um für die Partie gegen Stift Quernheim auch fit zu sein. An der Seitenlinie gab Meier dann wie seine Spieler auf dem Feld alles. Mit ebenso lauten wie präzisen Ansagen pushte er sein Team nach vorne – und seine Stimme hatte nach der Partie keinen Schaden genommen. Die kurze Ansprache im Spielerkreis war dann auch bei geringerer Lautstärke ebenso gut vernehmbar wie die warmen Worte für einzelne Protagonisten. Meier hatte für jeden Moment die richtige Tonart parat und genoss Geburtstags- und Gewinner-Glück gleichermaßen. (tok) Eisberger Torwart-Not Zunächst reagierten die Eisberger Zuschauer verdutzt, als Torwart Christian Witthaus nach 20 Minuten gemächlich in Richtung Ersatzbank ging, um sich auswechseln zu lassen. Er klatschte seinen Ersatzmann Gian-Luca Steinmann ab und verließ das Spielfeld. „Eigentlich war es bis dahin ein schöner Sonntag für mich. Sich beim Aufstehen nach einem Elfmeter zu verletzen, war mir bis dahin auch noch nicht passiert“, berichtet der Schlussmann. Steinmann ließ sich im übrigen nicht lange für seinen Sondereinsatz bitten. „Die Entscheidung kam von mir spontan. Ich spiele halt da, wo ich gebraucht werde“, sagt der FSC-Kicker, der eigentlich im Mittelfeld zu Hause ist. Ganz ohne Torwart-Erfahrung ist Steinmann aber nicht. „In meiner Zeit beim SC Rinteln habe ich drei, vier Mal ausgeholfen“, sagt der 19-Jährige. Nun hoffen die Eisberger, dass Witthaus am kommenden Sonntag wieder dabei ist. Denn auch der zweite Keeper René Heyer war verletzt und startet erst wieder ins Training. Deshalb musste bei der FSC-Reserve mit Christopher Düker ebenfalls ein Feldspieler im Tor aushelfen. (jöw) Ende einer Durststrecke Mit drei Treffern schoss Dimitri Etzel den SV Hausberge im Alleingang zum 3:1-Sieg bei RW Maaslingen II. „Ein perfekter Sonntag“, meinte der Angreifer, der erst per Abstauber, dann durch einen Schlenzer aus 25 Metern und schließlich mit einem abgefälschten Schuss traf. „Ich wollte ihn wegen einer Bänderverletzung eigentlich gar nicht spielen lassen“, sagte Trainer Marcel Wallbaum. Als er einen neuen Impuls im Angriff brauchte, brachte er Etzel dann doch – und freute sich für ihn besonders: „Er hat eine lange Durststrecke hinter sich und hatte jetzt endlich mal Glück im Abschluss.“ Sein bis dahin einziges Saisontor hatte Etzel zuvor am dritten Spieltag geschossen. Gegner beim damaligen 5:1-Sieg war übrigens ebenfalls RW Maaslingen II. (kül) Ganz oben in Westfalen Alexander Kohl ist das Stürmer-Phänomen der Saison. Mit 30 Treffern ist der Mann von B-Kreisligist TuS Kleinenbremen zurzeit der erfolgreichste Torjäger in ganz Westfalen. „Ich habe es aber auch nicht so schwer und bekomme die Bälle vor die Füße gespielt“, sagt der 31-Jährige und sieht die Mannschaftsleistung als Schlüssel zu seiner Traumquote: „Es passt einfach alles, von vorne bis hinten.“ Da kann Kohl es auch verschmerzen, wenn er wie beim 3:0 am vierten Spieltag gegen SuS Wulferdingsen mal torlos bleibt: „Für mich sind die drei Punkte wichtig. Ich freue mich auch, wenn andere treffen.“ Dennoch sorgen vor allem seine Tore für die Dominanz des verlustpunktfreien Tabellenführers. Wohin soll die führen? „Offiziell sprechen wir nicht über Aufstieg. Aber ich persönlich will immer das Maximale“, betont der Goalgetter. (kül) Vertrauen für Reifeprozess Dass SV Kutenhausen-Todtenhausens Westfalenliga-Frauen am Sonntag ohne Auswechslungen auskamen, war eine Entscheidung der Spielerinnen: Nachdem sie in der überlegen geführten Partie beim SV Bökendorf eine 2:0-Führung aus der Hand gegeben hatten, war ihr Ehrgeiz geweckt. „Die Mannschaft hat mich gebeten, nicht zu wechseln. Sie wollte das selbst wieder umbiegen“, schilderte Trainer Ronny Vogt. Der verzichtete somit auf neue Impulse von der Bank nach dem 2:2-Ausgleich: „Ich habe der Mannschaft das Vertrauen geschenkt, das gehört auch zum Reifeprozess dazu.“ Die Belohnung folgte in der 88. Minute, als Michele Haybat den 3:2-Siegtreffer erzielte (kül)

Fußball-Box: Ein 30-Tore-Stürmer, zwei Feldspieler im Tor und ein Sieg zum 50.

Warme Worte für den Matchwinner: SVKT-Trainer Jens Meier (links) im Gespräch mit Lamin Jammeh. © Thomas Kühlmann

Minden. Während Bezirksligist SV Kutenhausen-Todtenhausen seinen Trainer Jens Meier einen Sieg zum 50. Geburtstag schenkte, müssen beim FSC Eisbergen Feldspieler ins Tor. In Porta Westfalica erregen derweil zwei Torjäger Aufmerksamkeit.

Ein Mann für jede Tonart

Mit dem leidenschaftlich erkämpften und erspielten 3:2-Sieg gegen den BV Stift Quernheim hatten die Spieler der SV Kutenhausen-Todtenhausen ihrem Trainer Jens Meier nachträglich ein ganz besonderes Geburtstagsgeschenk gemacht. Meier war am Samstag 50 Jahre alt geworden, hatte es aufgrund des Meisterschaftsspiels aber ruhig angehen lassen. Ein gemütliches Essen mit der Familie hatte sich der Erfolgstrainer gegönnt, um für die Partie gegen Stift Quernheim auch fit zu sein. An der Seitenlinie gab Meier dann wie seine Spieler auf dem Feld alles. Mit ebenso lauten wie präzisen Ansagen pushte er sein Team nach vorne – und seine Stimme hatte nach der Partie keinen Schaden genommen. Die kurze Ansprache im Spielerkreis war dann auch bei geringerer Lautstärke ebenso gut vernehmbar wie die warmen Worte für einzelne Protagonisten. Meier hatte für jeden Moment die richtige Tonart parat und genoss Geburtstags- und Gewinner-Glück gleichermaßen. (tok)

Eisberger Torwart-Not
Gian-Luca Steinmann musste ins Eisberger Tor. - © Jörg Wehling
Gian-Luca Steinmann musste ins Eisberger Tor. - © Jörg Wehling

Zunächst reagierten die Eisberger Zuschauer verdutzt, als Torwart Christian Witthaus nach 20 Minuten gemächlich in Richtung Ersatzbank ging, um sich auswechseln zu lassen. Er klatschte seinen Ersatzmann Gian-Luca Steinmann ab und verließ das Spielfeld. „Eigentlich war es bis dahin ein schöner Sonntag für mich. Sich beim Aufstehen nach einem Elfmeter zu verletzen, war mir bis dahin auch noch nicht passiert“, berichtet der Schlussmann. Steinmann ließ sich im übrigen nicht lange für seinen Sondereinsatz bitten. „Die Entscheidung kam von mir spontan. Ich spiele halt da, wo ich gebraucht werde“, sagt der FSC-Kicker, der eigentlich im Mittelfeld zu Hause ist. Ganz ohne Torwart-Erfahrung ist Steinmann aber nicht. „In meiner Zeit beim SC Rinteln habe ich drei, vier Mal ausgeholfen“, sagt der 19-Jährige. Nun hoffen die Eisberger, dass Witthaus am kommenden Sonntag wieder dabei ist. Denn auch der zweite Keeper René Heyer war verletzt und startet erst wieder ins Training. Deshalb musste bei der FSC-Reserve mit Christopher Düker ebenfalls ein Feldspieler im Tor aushelfen. (jöw)

Ende einer Durststrecke
Dimitri Etzel jubelt mit Sturmpartner Vitali Miller. - © Sebastian Külbel
Dimitri Etzel jubelt mit Sturmpartner Vitali Miller. - © Sebastian Külbel

Mit drei Treffern schoss Dimitri Etzel den SV Hausberge im Alleingang zum 3:1-Sieg bei RW Maaslingen II. „Ein perfekter Sonntag“, meinte der Angreifer, der erst per Abstauber, dann durch einen Schlenzer aus 25 Metern und schließlich mit einem abgefälschten Schuss traf. „Ich wollte ihn wegen einer Bänderverletzung eigentlich gar nicht spielen lassen“, sagte Trainer Marcel Wallbaum. Als er einen neuen Impuls im Angriff brauchte, brachte er Etzel dann doch – und freute sich für ihn besonders: „Er hat eine lange Durststrecke hinter sich und hatte jetzt endlich mal Glück im Abschluss.“ Sein bis dahin einziges Saisontor hatte Etzel zuvor am dritten Spieltag geschossen. Gegner beim damaligen 5:1-Sieg war übrigens ebenfalls RW Maaslingen II. (kül)

Ganz oben in Westfalen

Alexander Kohl ist das Stürmer-Phänomen der Saison. Mit 30 Treffern ist der Mann von B-Kreisligist TuS Kleinenbremen zurzeit der erfolgreichste Torjäger in ganz Westfalen. „Ich habe es aber auch nicht so schwer und bekomme die Bälle vor die Füße gespielt“, sagt der 31-Jährige und sieht die Mannschaftsleistung als Schlüssel zu seiner Traumquote: „Es passt einfach alles, von vorne bis hinten.“ Da kann Kohl es auch verschmerzen, wenn er wie beim 3:0 am vierten Spieltag gegen SuS Wulferdingsen mal torlos bleibt: „Für mich sind die drei Punkte wichtig. Ich freue mich auch, wenn andere treffen.“ Dennoch sorgen vor allem seine Tore für die Dominanz des verlustpunktfreien Tabellenführers. Wohin soll die führen? „Offiziell sprechen wir nicht über Aufstieg. Aber ich persönlich will immer das Maximale“, betont der Goalgetter. (kül)

Vertrauen für Reifeprozess

Dass SV Kutenhausen-Todtenhausens Westfalenliga-Frauen am Sonntag ohne Auswechslungen auskamen, war eine Entscheidung der Spielerinnen: Nachdem sie in der überlegen geführten Partie beim SV Bökendorf eine 2:0-Führung aus der Hand gegeben hatten, war ihr Ehrgeiz geweckt. „Die Mannschaft hat mich gebeten, nicht zu wechseln. Sie wollte das selbst wieder umbiegen“, schilderte Trainer Ronny Vogt. Der verzichtete somit auf neue Impulse von der Bank nach dem 2:2-Ausgleich: „Ich habe der Mannschaft das Vertrauen geschenkt, das gehört auch zum Reifeprozess dazu.“ Die Belohnung folgte in der 88. Minute, als Michele Haybat den 3:2-Siegtreffer erzielte (kül)

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