Fußball-Box: Das Wochenende der Torjäger - Koell sichert ersten Punkt, Reinkings späte Premiere Minden. In Amateurfußballligen standen am Wochenende die Torjäger im Mittelpunkt. Kevin Dickhof stach beim 5:1 gegen Dützen aus der starken SVKT-Offensive heraus, Bezirksliga-Konkurrent Lahde/Quetzen holte dank dreier Tore Janeck Koell seinen ersten Punkt. Auch Steffen Reinking erzielte für B-Ligist einen Dreierpack – zum ersten Mal in seiner langen Laufbahn. Tore aus allen Lagen Ein Abstauber aus dem Strafraum-Gewühl, ein Treffer nach Standardvariante, ein Distanzschuss, ein Mittelstürmertor nach Zauberpass und ein Konter: Die SV Kutenhausen-Todtenhausen traf im Bezirksliga-Derby gegen die FT Dützen aus allen Lagen. „Wir sind da schon recht umfangreich in unseren Mitteln“, sagte Trainer Jens Meier zur großen Bandbreite im Angriff. Diesmal stach Kevin Dickhof ein wenig heraus, der zweimal in bester Mittelstürmermanier zuschlug. „Was Kevin vor dem Tor macht, ist überragend“, befand Meier. Zudem freute sich Kjell-Timon Rolfes über sein erstes Saisontor zum 5:1-Endstand. Somit kommt der Tabellenführer schon auf acht verschiedene Torschützen in dieser Saison. Noch besser in dieser Statistik ist Spitzenreiter TuS Lohe, der mit 29 einen Treffer weniger erzielt hat, aber schon elf verschiedene Torschützen verzeichnet. (kül) Zwischen Lust und Frust Janeck Koell wusste nach Spielende nicht so richtig, ober sich freuen oder ärgern sollte. Soeben hatte hatte er mit dem TuS Lahde/Quetzen mit dem 3:3 im Bezirksliga-Derby beim FSC Eisbergen den ersten Punkt der Saison geholt – und doch war der Stürmer nicht ganz zufrieden. Dreimal hatte er Eisbergens Torwart Christian Witthaus überwunden, mit dem TuS zur Pause sogar 3:1 geführt und die Trefferquote seiner Mannschaft im Alleingang mehr als verdoppelt. Nur der Sieg fehlte zur Krönung, doch der war auch für den Gegner möglich. Denn Lahde/Quetzens Torwart Patrick Ludwig rettete beim Stand von 3:3 mit einem Super-Reflex gegen Eisbergens Fabien Steinmann kurz vor dem Ende das Remis. (tok) Euphorie führt zu Gelb-Rot Es war ein herrliches Tor. TuS Minderheides Nico Werthschulte verwandelte einen direkten Freistoß zum 2:2 gegen Union Minden (83.). Doch dann ging der jugendliche Leichtsinn mit ihm durch: Der 19-Jährige jubelte ausgelassen und zog dabei sein Trikot aus. Anscheinend hatte der Minderheider vergessen, dass er bereits eine Gelbe Karte gesehen hatte. Schiedsrichter Yevgeniy Agildinov blieb nicht anderes übrig, als den Torschützen mit Gelb-Rot vom Feld zu schicken. „Nico war etwas zu euphorisch. Das hat uns ein Stück weit zurückgeworfen“, sagte TuS-Spieler Deniz Bärsch, der dem Jungspund aber keinen Vorwurf machte. Ärgerlich war dennoch, dass Minderheide in der Nachspielzeit noch das 2:3 kassierte. (apl) Drei Tore in fünf Minuten Die SV Bölhorst-Häverstädt führte beim Haddenhauser SV bereits in der 47. Minute 3:0. Dennoch mussten die Gäste im Derby noch einmal richtig zittern. Von der 58. bis zur 63. Minute kassierten sie drei Gegentore nach Freistößen, und der sicher geglaubte Sieg wackelte. „Wir haben uns zu viele Fouls geleistet und hätten einige Situationen anders lösen müssen“, meinte SVBH-Trainer Holger Sarres. Zudem habe sein Team bei den Standards nicht gut verteidigt. Mit Glück und dank eines individuellen Fehlers gelang doch noch das 4:3. Dementsprechend enttäuscht war HSV-Coach Thomas Wittek, der aber noch ein ganz anderes Problem hat: In Sven Wagemann hat sich bereits der sechste Schlussmann innerhalb weniger Wochen verletzt. Erneut musste Feldspieler Michael Kohnen zwischen die Pfosten. „Wir dachten vor der Saison, wir wären mit drei Torhütern gut aufgestellt“, meinte Wittek etwas ratlos. (apl) Erster Dreierpack mit 34 Der 34-jährige Steffen Reinking hat seine ganze fußballerische Laufbahn bisher beim TuS Wasserstraße verbracht, war früher aber torgefährlicher. „Vor meiner Zeit hat er pro Saison immer so um die acht Tore geschossen hat, seitdem ich Trainer bin, trifft er nur noch selten“, berichtete Bernd Neumann. Unter ihm wurde Reinking aufgrund seiner Erfahrung vor allem in der Defensive gebraucht, während er früher offensiver gespielt hat. Im Spiel am vergangenen Samstag gegen SG Gorspen-Vahlsen/Windheim II durfte „Schlachter“, wie er von seinen Mitspielern aufgrund seines Berufes genannt wird, wieder einmal weiter vorne ran. „Er hatte die Chance, mir seine Torjägerqualitäten zu zeigen“, meinte Neumann. Das ließ sich Reinking nicht zweimal sagen und traf beim 6:1 dreimal. „Das war auch mein erster Dreierpack überhaupt“, berichtete der Familienvater, der von seinen Söhnen Leif (6) und Lias (2) angefeuert wurde. (dab) Erfolgsduo wieder vereint Preußen Espelkamp hat mit einem 1:0-Sieg gegen Neuenkirchen den Befreiungsschlag in der Westfalenliga geschafft. Interimstrainer Andreas Brandwein hat nun gute Chancen, zum Chefcoach befördert zu werden. Ebenso scheint abgemacht, dass Olaf Sieweke als neuer Co-Trainer bei den Preußen einsteigt. Er und Brandwein sind nicht nur gute Freunde, sondern haben zwischen 2011 und 2014 schon in Theesen erfolgreiche Jahre erlebt. Mit Brandwein als Trainer und Sieweke als Sportlichem Leiter feierte der VfL damals den Aufstieg in die Westfalenliga, den Titel bei der hochkarätigen Hallen-Stadtmeisterschaft und den Sieg im Kreispokal. (gag)

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Der dritte Streich: Lahde/Quetzens Janeck Koell lässt Eisbergens Torhüter Christian Witthaus aussteigen und erzielt das 3:1. © Thomas Kühlmann

Minden. In Amateurfußballligen standen am Wochenende die Torjäger im Mittelpunkt. Kevin Dickhof stach beim 5:1 gegen Dützen aus der starken SVKT-Offensive heraus, Bezirksliga-Konkurrent Lahde/Quetzen holte dank dreier Tore Janeck Koell seinen ersten Punkt. Auch Steffen Reinking erzielte für B-Ligist einen Dreierpack – zum ersten Mal in seiner langen Laufbahn.

Tore aus allen Lagen

Ein Abstauber aus dem Strafraum-Gewühl, ein Treffer nach Standardvariante, ein Distanzschuss, ein Mittelstürmertor nach Zauberpass und ein Konter: Die SV Kutenhausen-Todtenhausen traf im Bezirksliga-Derby gegen die FT Dützen aus allen Lagen. „Wir sind da schon recht umfangreich in unseren Mitteln“, sagte Trainer Jens Meier zur großen Bandbreite im Angriff. Diesmal stach Kevin Dickhof ein wenig heraus, der zweimal in bester Mittelstürmermanier zuschlug. „Was Kevin vor dem Tor macht, ist überragend“, befand Meier. Zudem freute sich Kjell-Timon Rolfes über sein erstes Saisontor zum 5:1-Endstand. Somit kommt der Tabellenführer schon auf acht verschiedene Torschützen in dieser Saison. Noch besser in dieser Statistik ist Spitzenreiter TuS Lohe, der mit 29 einen Treffer weniger erzielt hat, aber schon elf verschiedene Torschützen verzeichnet. (kül)

Zwischen Lust und Frust
Eiskalt vor dem Tor: Kevin Dickhof fackelt im Abschluss nicht lange und traf zweimal für die SVKT gegen Dützen. - © Sebastian Külbel
Eiskalt vor dem Tor: Kevin Dickhof fackelt im Abschluss nicht lange und traf zweimal für die SVKT gegen Dützen. - © Sebastian Külbel

Janeck Koell wusste nach Spielende nicht so richtig, ober sich freuen oder ärgern sollte. Soeben hatte hatte er mit dem TuS Lahde/Quetzen mit dem 3:3 im Bezirksliga-Derby beim FSC Eisbergen den ersten Punkt der Saison geholt – und doch war der Stürmer nicht ganz zufrieden. Dreimal hatte er Eisbergens Torwart Christian Witthaus überwunden, mit dem TuS zur Pause sogar 3:1 geführt und die Trefferquote seiner Mannschaft im Alleingang mehr als verdoppelt. Nur der Sieg fehlte zur Krönung, doch der war auch für den Gegner möglich. Denn Lahde/Quetzens Torwart Patrick Ludwig rettete beim Stand von 3:3 mit einem Super-Reflex gegen Eisbergens Fabien Steinmann kurz vor dem Ende das Remis. (tok)

Euphorie führt zu Gelb-Rot

Es war ein herrliches Tor. TuS Minderheides Nico Werthschulte verwandelte einen direkten Freistoß zum 2:2 gegen Union Minden (83.). Doch dann ging der jugendliche Leichtsinn mit ihm durch: Der 19-Jährige jubelte ausgelassen und zog dabei sein Trikot aus. Anscheinend hatte der Minderheider vergessen, dass er bereits eine Gelbe Karte gesehen hatte. Schiedsrichter Yevgeniy Agildinov blieb nicht anderes übrig, als den Torschützen mit Gelb-Rot vom Feld zu schicken. „Nico war etwas zu euphorisch. Das hat uns ein Stück weit zurückgeworfen“, sagte TuS-Spieler Deniz Bärsch, der dem Jungspund aber keinen Vorwurf machte. Ärgerlich war dennoch, dass Minderheide in der Nachspielzeit noch das 2:3 kassierte. (apl)

Drei Tore in fünf Minuten

Die SV Bölhorst-Häverstädt führte beim Haddenhauser SV bereits in der 47. Minute 3:0. Dennoch mussten die Gäste im Derby noch einmal richtig zittern. Von der 58. bis zur 63. Minute kassierten sie drei Gegentore nach Freistößen, und der sicher geglaubte Sieg wackelte. „Wir haben uns zu viele Fouls geleistet und hätten einige Situationen anders lösen müssen“, meinte SVBH-Trainer Holger Sarres. Zudem habe sein Team bei den Standards nicht gut verteidigt. Mit Glück und dank eines individuellen Fehlers gelang doch noch das 4:3. Dementsprechend enttäuscht war HSV-Coach Thomas Wittek, der aber noch ein ganz anderes Problem hat: In Sven Wagemann hat sich bereits der sechste Schlussmann innerhalb weniger Wochen verletzt. Erneut musste Feldspieler Michael Kohnen zwischen die Pfosten. „Wir dachten vor der Saison, wir wären mit drei Torhütern gut aufgestellt“, meinte Wittek etwas ratlos. (apl)

Erster Dreierpack mit 34

Der 34-jährige Steffen Reinking hat seine ganze fußballerische Laufbahn bisher beim TuS Wasserstraße verbracht, war früher aber torgefährlicher. „Vor meiner Zeit hat er pro Saison immer so um die acht Tore geschossen hat, seitdem ich Trainer bin, trifft er nur noch selten“, berichtete Bernd Neumann. Unter ihm wurde Reinking aufgrund seiner Erfahrung vor allem in der Defensive gebraucht, während er früher offensiver gespielt hat. Im Spiel am vergangenen Samstag gegen SG Gorspen-Vahlsen/Windheim II durfte „Schlachter“, wie er von seinen Mitspielern aufgrund seines Berufes genannt wird, wieder einmal weiter vorne ran. „Er hatte die Chance, mir seine Torjägerqualitäten zu zeigen“, meinte Neumann. Das ließ sich Reinking nicht zweimal sagen und traf beim 6:1 dreimal. „Das war auch mein erster Dreierpack überhaupt“, berichtete der Familienvater, der von seinen Söhnen Leif (6) und Lias (2) angefeuert wurde. (dab)

Erfolgsduo wieder vereint

Preußen Espelkamp hat mit einem 1:0-Sieg gegen Neuenkirchen den Befreiungsschlag in der Westfalenliga geschafft. Interimstrainer Andreas Brandwein hat nun gute Chancen, zum Chefcoach befördert zu werden. Ebenso scheint abgemacht, dass Olaf Sieweke als neuer Co-Trainer bei den Preußen einsteigt. Er und Brandwein sind nicht nur gute Freunde, sondern haben zwischen 2011 und 2014 schon in Theesen erfolgreiche Jahre erlebt. Mit Brandwein als Trainer und Sieweke als Sportlichem Leiter feierte der VfL damals den Aufstieg in die Westfalenliga, den Titel bei der hochkarätigen Hallen-Stadtmeisterschaft und den Sieg im Kreispokal. (gag)

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