Erleichterung bei RW Maaslingen nach 3:0-Derbysieg gegen die SVEW Sebastian Külbel Petershagen. Als die kleine Negativserie endlich vorbei war, konnten Spieler und Trainer von RW Maaslingen wieder befreit lachen. Mehr als einen Monat oder fünf Spiele lang hatte der Vierte der Fußball-Landesliga nicht mehr gewonnen. Im Kreisderby gegen die SV Eidinghausen-Werste gelang dann am Donnerstagabend aber ein klarer 3:0 (1:0)-Sieg. „Wir sind alle erleichtert“, sagte RWM-Trainer Jan-Werner Schmitz. Denn dessen Team war zunächst durchaus anzumerken, dass es ein kleines Päckchen mit sich herumtrug. Es war jedoch nicht die Müdigkeit einer von Verletzungen und Corona-Nachwirkungen geplagten Mannschaft, die Maaslingen anfangs etwas träge wirken ließ. „Wir sind eher ein bisschen verkrampft, weil wir es besonders gut machen wollten“, erklärte Schmitz: „Wir hatten viele Fehlpässe, das war alles zu langsam und zu behäbig.“ Das machte den abstiegsbedrohten Gästen durchaus Mut. Die SVEW war gut in den Zweikämpfen, hielt läuferisch mit, kam jedoch auch gegen nicht ganz präsente Maaslinger kaum einmal gefährlich in den Strafraum. Die beste Szene gab es in der 31. Minute, als Jason Spölgen den Ball mit der Hacke erwischte und dieser knapp vorbei kullerte. Zwei Minuten wendete sich das Blatt jedoch. Nach einem zu kurz abgewehrten Angriff fiel RWM-Stürmer Tim-Lennart Siekmann der Ball im Strafraum vor die Füße, und der Youngster traf per Flachschuss zur wichtigen Führung (33.). Das erste Tor löste die rot-weiße Verkrampfung ein wenig, wenngleich Finn-Kristian Fischer auf der Gegenseite im Nachschuss das leere Tor nicht traf (35.). Für die Gastgeber hatte wenig später Etrit Cakici den zweiten Treffer auf der Fußspitze, doch SVEW-Torwart Leon Großkelwing parierte prächtig (39.). Als RWM nach der Pause das Tempo anzog, war das Spiel schnell entschieden. Kilian Tschöpe (50.) und Philipp Rusteberg (53.) scheiterten noch mit ihren Chancen, Letzterer stand dann aber nach einer scharfen Hereingabe von Jan-Christoph Thom am langen Pfosten goldrichtig und schob zum 2:0 ein (64.). Auf der Gegenseite hätte Spölgen die Partie noch einmal spannend machen können, vergab jedoch zwei Großchancen in der 74. Minute. Unterm Strich jedoch reichten die Mittel der SVEW nicht, um den Favoriten zu gefährden. „Uns muss klar sein, dass es gegen den Abstieg geht, da hilft keine Schönspielerei“, sagte Interimstrainer Selami Jashari, der den Tabellen-16. nach dem Rücktritt von Petar Slavov am Donnerstag betreute: „Wir waren im Kopf noch nicht so weit, um das Spiel noch zu drehen.“ Der Gegner holte sich mit dem ersehnten Sieg dagegen einen neuen Schub fürs Selbstvertrauen nach schweren Wochen. „Das hat die Jungs beschäftigt, auch wenn jedem bewusst war, dass wir viele verletzte und unfitte Spieler hatten“, meinte Schmitz. Auch deshalb freute er sich über das klare Resultat: „Es ist vor allem schön, dass wir nach zuletzt vielen Gegentoren zu Null gespielt haben – mit ein bisschen Glück.“ Das war RW Maaslingen zuletzt beim 1:0 in Kirchlengern am 13. Februar gelungen. Während der Rangvierte nun entspannt die nächste Auswärtsfahrt nach Beckum angehen kann, wird es für die SVEW immer enger: Zwar fehlen nur zwei Punkte zum Nichtabstiegsplatz, der Endspurt mit den letzten vier Spielen beginnt am Sonntag aber ausgerechnet beim Spitzenreiter SC Verl II, der schnell die letzten Punkte zum Aufstieg einsammeln will. „Das wird ganz schwer“, weiß auch Jashari, der umso mehr den Chancen in Maaslingen hinterher trauerte: „Heute war für uns mehr drin.“

Erleichterung bei RW Maaslingen nach 3:0-Derbysieg gegen die SVEW

Umkämpftes Derby: Getümmel im SVEW-Strafraum nach einer Maaslinger Ecke. MT-Foto: © Sebastian Külbel

Petershagen. Als die kleine Negativserie endlich vorbei war, konnten Spieler und Trainer von RW Maaslingen wieder befreit lachen. Mehr als einen Monat oder fünf Spiele lang hatte der Vierte der Fußball-Landesliga nicht mehr gewonnen. Im Kreisderby gegen die SV Eidinghausen-Werste gelang dann am Donnerstagabend aber ein klarer 3:0 (1:0)-Sieg. „Wir sind alle erleichtert“, sagte RWM-Trainer Jan-Werner Schmitz.

Denn dessen Team war zunächst durchaus anzumerken, dass es ein kleines Päckchen mit sich herumtrug. Es war jedoch nicht die Müdigkeit einer von Verletzungen und Corona-Nachwirkungen geplagten Mannschaft, die Maaslingen anfangs etwas träge wirken ließ. „Wir sind eher ein bisschen verkrampft, weil wir es besonders gut machen wollten“, erklärte Schmitz: „Wir hatten viele Fehlpässe, das war alles zu langsam und zu behäbig.“

Tim-Lennart Siekmann (rechts) jubelte nach seinem wichtigen Tor zum 1:0 mit Co-Trainer Karsten Römbke. MT-Foto: - © Sebastian Külbel
Tim-Lennart Siekmann (rechts) jubelte nach seinem wichtigen Tor zum 1:0 mit Co-Trainer Karsten Römbke. MT-Foto: - © Sebastian Külbel

Das machte den abstiegsbedrohten Gästen durchaus Mut. Die SVEW war gut in den Zweikämpfen, hielt läuferisch mit, kam jedoch auch gegen nicht ganz präsente Maaslinger kaum einmal gefährlich in den Strafraum. Die beste Szene gab es in der 31. Minute, als Jason Spölgen den Ball mit der Hacke erwischte und dieser knapp vorbei kullerte. Zwei Minuten wendete sich das Blatt jedoch.

Die SVEW-Spieler hadern nach dem ersten Gegentor. MT-Foto: - © Sebastian Külbel
Die SVEW-Spieler hadern nach dem ersten Gegentor. MT-Foto: - © Sebastian Külbel

Nach einem zu kurz abgewehrten Angriff fiel RWM-Stürmer Tim-Lennart Siekmann der Ball im Strafraum vor die Füße, und der Youngster traf per Flachschuss zur wichtigen Führung (33.). Das erste Tor löste die rot-weiße Verkrampfung ein wenig, wenngleich Finn-Kristian Fischer auf der Gegenseite im Nachschuss das leere Tor nicht traf (35.). Für die Gastgeber hatte wenig später Etrit Cakici den zweiten Treffer auf der Fußspitze, doch SVEW-Torwart Leon Großkelwing parierte prächtig (39.).

Als RWM nach der Pause das Tempo anzog, war das Spiel schnell entschieden. Kilian Tschöpe (50.) und Philipp Rusteberg (53.) scheiterten noch mit ihren Chancen, Letzterer stand dann aber nach einer scharfen Hereingabe von Jan-Christoph Thom am langen Pfosten goldrichtig und schob zum 2:0 ein (64.). Auf der Gegenseite hätte Spölgen die Partie noch einmal spannend machen können, vergab jedoch zwei Großchancen in der 74. Minute. Unterm Strich jedoch reichten die Mittel der SVEW nicht, um den Favoriten zu gefährden. „Uns muss klar sein, dass es gegen den Abstieg geht, da hilft keine Schönspielerei“, sagte Interimstrainer Selami Jashari, der den Tabellen-16. nach dem Rücktritt von Petar Slavov am Donnerstag betreute: „Wir waren im Kopf noch nicht so weit, um das Spiel noch zu drehen.“

Der Gegner holte sich mit dem ersehnten Sieg dagegen einen neuen Schub fürs Selbstvertrauen nach schweren Wochen. „Das hat die Jungs beschäftigt, auch wenn jedem bewusst war, dass wir viele verletzte und unfitte Spieler hatten“, meinte Schmitz. Auch deshalb freute er sich über das klare Resultat: „Es ist vor allem schön, dass wir nach zuletzt vielen Gegentoren zu Null gespielt haben – mit ein bisschen Glück.“ Das war RW Maaslingen zuletzt beim 1:0 in Kirchlengern am 13. Februar gelungen.

Während der Rangvierte nun entspannt die nächste Auswärtsfahrt nach Beckum angehen kann, wird es für die SVEW immer enger: Zwar fehlen nur zwei Punkte zum Nichtabstiegsplatz, der Endspurt mit den letzten vier Spielen beginnt am Sonntag aber ausgerechnet beim Spitzenreiter SC Verl II, der schnell die letzten Punkte zum Aufstieg einsammeln will. „Das wird ganz schwer“, weiß auch Jashari, der umso mehr den Chancen in Maaslingen hinterher trauerte: „Heute war für uns mehr drin.“

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