Drohungen und rassistische Beleidigungen: Zwei Teams verlassen in der Fußball-Kreisliga B vorzeitig den Platz Daniel Branahl Minden. Zwei negative Ereignisse überschatteten den vierten Spieltag in der Fußball-Kreisliga B Nord: Die Partie zwischen der TSG Neuenknick und dem SuS Wulferdingsen II wurde beim Stand von 3:0 für die TSG eine Viertelstunde vor Ende abgebrochen. Wulferdingsens Trainer Thomas Knop nahm sein Team vom Feld, da ihm nach eigener Aussage vom Neuenknicker Co-Trainer gedroht worden war. Auch der SC Hille ging beim TuS Lahde/Quetzen II in der Nachspielzeit geschlossen vom Platz. Ein Lahder Zuschauer soll Hiller Spieler rassistisch beleidigt haben. Der Schiedsrichter pfiff die Partie allerdings offiziell ab. Jetzt ist er da, der erste Spielabbruch in dieser Saison – und das nur wenige Tage nachdem Ulrich Faymann, Vorsitzender des Kreisfußballausschusses Minden, die Vereine zur Einhaltung der Fair-Play-Regeln aufgefordert hatte. Da für die Partie zwischen der TSG Neuenknick und dem SuS Wulferdingsen II kein Schiedsrichter angesetzt worden war, haben sich beide Teams darauf geeinigt, dass Vehbi Köse, einer der Neuenknicker Co-Trainer, die Partie pfeift. „Im Spiel schaukelte sich die Stimmung hoch, da Wulferdingsen mit einigen Entscheidungen nicht einverstanden war“, berichtete TSG-Trainer Nico Hauke. Direkt nach dem 3:0 für die Neuenknicker hat Wulferdingsens Coach Thomas Knop sein Team in der 73. Minute vom Platz genommen. „Mir wurde von einem Offiziellen von Neuenknick mit den Worten: ,Ich zieh dich auf links' gedroht“, berichtete Knop. Der Offizielle, der laut Knop diesen Satz gesagt haben soll, war Neuenknicks Co-Trainer Sascha Berndt. Der streitet allerdings alles ab: „Die Worte sind definitiv nicht gefallen, und ich habe ihm auch nicht gedroht.“ Nico Hauke, der auf der anderen Seite stand, habe von den Aktionen nichts mitbekommen, meinte jedoch: „Wir haben Wulferdingsen dann sogar noch vorgeschlagen Sascha eine Rote Karte zu zeigen, auch wenn er nichts gesagt hat. Aber Wulferdingsen wollte nicht mehr zurück auf den Platz.“ Wie die Partie gewertet wird und ob es zu einer Spruchkammersitzung kommt, ist noch nicht bekannt. Der SuS Wulferdingsen war nicht die einzige Mannschaft, die am vergangenen Sonntag vorzeitig den Platz verließ. Auch der SC Hille blieb nicht bis zum Schlusspfiff gegen den TuS Lahde/Quetzen II auf dem Rasen. „Ein Lahder Zuschauer hat rassistische Äußerungen gegenüber unserer Spieler getätigt. Davor müssen wir unsere Jungs schützen, deshalb haben wir ein Zeichen gesetzt und sind geschlossen vom Platz gegangen“, berichtete Hilles Trainer Jörn Brinkmann, dessen Team zu diesem Zeitpunkt mit 1:3 zurücklag. „Das Verlassen des Platzes hatte nichts mit dem Ergebnis zu tun“, betonte der Hille Coach. Lahdes Coach Andreas Maskus meinte: „Die rassistischen Äußerungen sind nicht zu entschuldigen, allerdings deshalb vom Platz zu gehen, finde ich fragwürdig. Hille hat dann sogar erst noch weitergespielt und ist erst eine Minute später vom Platz gegangen.“ Der Lahder Trainer beschuldigte seinerseits die Hiller, beleidigend geworden zu sein. „Ein Hiller hatte, weil er den Ball haben wollte, einen unserer Zuschauer angerempelt, schiebt dann noch in derselben Situation seine Schulter an meine Schulter und beleidigte mich als Asi. Daraufhin kam dann von einem Zuschauer die Äußerung: ,Habt ihr erst einmal eure Kanaken im Griff’“, gab Maskus die Geschehnisse aus seiner Sicht wieder. Der Unparteiische Ismail Günay pfiff die Partie nach dem Verlassen der Gästemannschaft dann offiziell ab, so dass sie mit dem Ergebnis von 3:1 beendet und nicht abgebrochen ist. Ob sich an der Wertung noch etwas ändert, bleibt abzuwarten.

Drohungen und rassistische Beleidigungen: Zwei Teams verlassen in der Fußball-Kreisliga B vorzeitig den Platz

Diese Szene zeigt alles, was Fußball ausmacht: Torraumszenen, Emotionen und friedliche Zuschauer. Der Fair-Play-Gedanke geriet am Sonntag bei zwei Partien der Kreisliga B Nord allerdings in den Hintergrund. So auch beim Spiel des SC Hille in Quetzen. © d

Minden. Zwei negative Ereignisse überschatteten den vierten Spieltag in der Fußball-Kreisliga B Nord: Die Partie zwischen der TSG Neuenknick und dem SuS Wulferdingsen II wurde beim Stand von 3:0 für die TSG eine Viertelstunde vor Ende abgebrochen. Wulferdingsens Trainer Thomas Knop nahm sein Team vom Feld, da ihm nach eigener Aussage vom Neuenknicker Co-Trainer gedroht worden war. Auch der SC Hille ging beim TuS Lahde/Quetzen II in der Nachspielzeit geschlossen vom Platz. Ein Lahder Zuschauer soll Hiller Spieler rassistisch beleidigt haben. Der Schiedsrichter pfiff die Partie allerdings offiziell ab.

Jetzt ist er da, der erste Spielabbruch in dieser Saison – und das nur wenige Tage nachdem Ulrich Faymann, Vorsitzender des Kreisfußballausschusses Minden, die Vereine zur Einhaltung der Fair-Play-Regeln aufgefordert hatte. Da für die Partie zwischen der TSG Neuenknick und dem SuS Wulferdingsen II kein Schiedsrichter angesetzt worden war, haben sich beide Teams darauf geeinigt, dass Vehbi Köse, einer der Neuenknicker Co-Trainer, die Partie pfeift. „Im Spiel schaukelte sich die Stimmung hoch, da Wulferdingsen mit einigen Entscheidungen nicht einverstanden war“, berichtete TSG-Trainer Nico Hauke.

Direkt nach dem 3:0 für die Neuenknicker hat Wulferdingsens Coach Thomas Knop sein Team in der 73. Minute vom Platz genommen. „Mir wurde von einem Offiziellen von Neuenknick mit den Worten: ,Ich zieh dich auf links' gedroht“, berichtete Knop. Der Offizielle, der laut Knop diesen Satz gesagt haben soll, war Neuenknicks Co-Trainer Sascha Berndt. Der streitet allerdings alles ab: „Die Worte sind definitiv nicht gefallen, und ich habe ihm auch nicht gedroht.“

Nico Hauke, der auf der anderen Seite stand, habe von den Aktionen nichts mitbekommen, meinte jedoch: „Wir haben Wulferdingsen dann sogar noch vorgeschlagen Sascha eine Rote Karte zu zeigen, auch wenn er nichts gesagt hat. Aber Wulferdingsen wollte nicht mehr zurück auf den Platz.“ Wie die Partie gewertet wird und ob es zu einer Spruchkammersitzung kommt, ist noch nicht bekannt.

Der SuS Wulferdingsen war nicht die einzige Mannschaft, die am vergangenen Sonntag vorzeitig den Platz verließ. Auch der SC Hille blieb nicht bis zum Schlusspfiff gegen den TuS Lahde/Quetzen II auf dem Rasen. „Ein Lahder Zuschauer hat rassistische Äußerungen gegenüber unserer Spieler getätigt. Davor müssen wir unsere Jungs schützen, deshalb haben wir ein Zeichen gesetzt und sind geschlossen vom Platz gegangen“, berichtete Hilles Trainer Jörn Brinkmann, dessen Team zu diesem Zeitpunkt mit 1:3 zurücklag. „Das Verlassen des Platzes hatte nichts mit dem Ergebnis zu tun“, betonte der Hille Coach.

Lahdes Coach Andreas Maskus meinte: „Die rassistischen Äußerungen sind nicht zu entschuldigen, allerdings deshalb vom Platz zu gehen, finde ich fragwürdig. Hille hat dann sogar erst noch weitergespielt und ist erst eine Minute später vom Platz gegangen.“

Der Lahder Trainer beschuldigte seinerseits die Hiller, beleidigend geworden zu sein. „Ein Hiller hatte, weil er den Ball haben wollte, einen unserer Zuschauer angerempelt, schiebt dann noch in derselben Situation seine Schulter an meine Schulter und beleidigte mich als Asi. Daraufhin kam dann von einem Zuschauer die Äußerung: ,Habt ihr erst einmal eure Kanaken im Griff’“, gab Maskus die Geschehnisse aus seiner Sicht wieder. Der Unparteiische Ismail Günay pfiff die Partie nach dem Verlassen der Gästemannschaft dann offiziell ab, so dass sie mit dem Ergebnis von 3:1 beendet und nicht abgebrochen ist. Ob sich an der Wertung noch etwas ändert, bleibt abzuwarten.

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