Die Fußball-Kreisliga B Nord ist spannend wie selten zuvor Daniel Branahl Minden. Die Fußball-Kreisliga B Nord könnte so spannend wie selten zuvor werden: Die Trainer haben auf jeden Fall keinen eindeutigen Meisterschaftsfavoriten im Blick. Tatsächlich werden neun von den zwölf Teams von den Coaches als Titelaspiranten genannt. Während sich der TuS Holzhausen/Porta II aus der Kreisliga B zurückgezogen hat, ist Union Minden II neu in der Liga. Nach dem coronabedingten Aufstieg als Tabellenzweiter in die Kreisliga A 2020, hat sich das Team dazu entschlossen, einen Neuanfang in der Kreisliga B zu starten. „Wir haben in der vergangenen Spielzeit meist sehr hohe Niederlagen kassiert, und es wäre bei den vielen Absteigern schwer gewesen, die Liga zu halten“, erklärt Neu-Trainer Baris Agirman, der von André Bentrup das Amt übernommen hat. Agirman möchte mit seinem Team jedoch direkt wieder hoch. „Mein Ziel ist es, wieder aufzusteigen. Ich habe eine gute Truppe beisammen“, sagt der Trainer, der unter anderem Torjäger Chris Danneberg neu in seiner Mannschaft hat. Der Tabellenerste aus dem letzten Jahr, die SG SVPC/Frille-Wietersheim, zählt auch jetzt wieder zu den Favoriten für den Aufstieg. Das Team von Benjamin Hahne hat noch einmal einen breiteren Kader als vergangene Saison zur Verfügung. „Wir haben einige junge, talentierte Spieler dazu bekommen. Zudem sind die Verletzten zurückgekehrt“, berichtet Hahne und ergänzt: „Wir wollen unsere starke Form von vor dem Abbruch bestätigen, haben aber keinen Druck, aufsteigen zu müssen. Mein persönliches Ziel lautet aber ganz klar Aufstieg.“ Ebenfalls als Aufstiegskandidat gehandelt, wird der FC Roj Minden. Der im Jahr 2019 gegründete Verein möchte jedoch als allererstes eine skandalfreie Saison spielen. Es solle nicht zu Tumulten kommen, heißt es in der Pressemitteilung des neuen Sportlichen Leiters, Andreas Heine. Sportlich ist dem Team einiges zuzutrauen. „Unser Wunsch ist es, ganz oben anzugreifen. Sollte es zum Aufstieg reichen, werden wir uns nicht dagegen wehren“, sagt Heine. Auch der SC Hille kommt für viele Trainer für den Aufstieg in Frage. Coach Jörn Brinkmann meint dazu: „Alles kann, nichts muss. Wir haben aber den Anspruch, ganz oben mitzuspielen.“ Das Ziel sei, mittelfristig wieder den Sprung in die Kreisliga A zu schaffen. Verzichten muss Brinkmann auf Jan-Henrik Giessmann, der nach einer Saison den Verein wieder verlassen hat. „Dafür haben wir viele junge, talentierte Spieler aus unserer eigenen A-Jugend dazubekommen. Da sind richtig gute Jungs dabei“, sagt Brinkmann. Zu den Topteams zählt seit Jahren auch immer wieder der TuS Wasserstraße. Die abgebrochene Serie beendete das Team von Trainer Bernd Neumann auf dem dritten Platz, und auch für die neue Spielzeit ist dem nördlichsten Verein des Kreises wieder eine gute Platzierung zuzutrauen. „Wir wollen unter die ersten Fünf kommen. Nach der Pause gilt es, überhaupt erstmal wieder reinzukommen“, sagt Neumann, der nur wenige Veränderungen im Kader zu Verzeichnen hat. Ebenfalls nicht zu unterschätzen sind die vier Reservemannschaften. Sowohl die SV Kutenhausen-Todtenhausen III, die in Sebastian Stark einen ehemaligen Torschützenkönig der Kreisliga A in ihren Reihen hat, sowie der TuS Petershagen/Ovenstädt II haben eine Platz unter den ersten Fünf als Ziel ausgegeben. Auch der TuS Lahde/Quetzen II und die SG Gorspen/Vahlsen II mit dem neuen Trainergespann Felix Meyer und Timo Röthemeyer wollen am Ende der Saison in der oberen Tabellenhälfte landen und somit mindestens Sechster werden. Von den vier Teams wird der TuSPO-Reserve mit ihrem neuen Coach Thorben Wahrendorff am stärksten eingeschätzt. Einige Trainerkollegen trauen dem Team sogar den Aufstieg zu. Auch die TSG Neuenknick möchte einen Platz in der oberen Tabellenhälfte erreichen. Die „Knickis“ haben keine Abgänge zu verzeichnen und mit Jonathan Konrad (TuS Wasserstraße) und Nico van der Meyden (zuletzt vereinslos) zwei Spieler dazubekommen. „Wenn alle da sind, haben wir die Qualität für einen Platz in der oberen Tabellenhälfte. Zudem wollen wir gerne die Derbys gegen Wasserstraße und Döhren gewinnen“, sagt Hauke. Interessant wird es sein, wie sich der SuS Wulferdingsen II schlägt. Die „Wölfe“ haben ihre Mannschaften getauscht. Der Kader der 1. Mannschaft läuft als Reserve auf und umgekehrt. Das Team von Thomas Knop hat sich mit einigen namhaften Zugängen verstärkt und kann durchaus eine gute Rolle spielen. „Meine Mannschaft hat viel Potenzial und wurde punktuell noch einmal verstärkt“, sagt der Trainer. Während alle anderen Teams eher nach oben schauen, geht es für den TuS Döhren wohl nur um den Klassenerhalt. Nach dem Abstieg im Jahr 2018 steht nach Hartmut Reising, Talat Baydak und Nils Müller in Sören Manteuffel im vierten Jahr in Folge ein neuer Trainer an der Seitenlinie. Manteuffel war zuletzt Spieler beim SV Kreuzkrug-Huddestorf, hat jedoch zu A-Liga-Zeiten bereits mehrere Jahre beim TuS Döhren gespielt und kennt den Verein. „Für mich ist das eine Herzensangelegenheit“, meinte Manteuffel, der auch als Spielertrainer agieren wird. Mit Mark-Philipp Krohne, Nico Reinking und Mark-Phillip Simon konnte er unter anderem drei ehemalige Spieler von einer Rückkehr zum TuS überzeugen. „Unser Ziel ist es, wieder Spaß am Fußball zu haben und am Ende der Saison die Klasse zu halten.“

Die Fußball-Kreisliga B Nord ist spannend wie selten zuvor

Der TSG Neuenknick möchte sich oben festsetzen, der TuS Döhren den Klassenerhalt schaffen. Vergangene Saison gewann Döhren überraschend mit 2:1 in Neuenknick. Es blieb der einzige Sieg bis zum Saisonabbruch. © Daniel Branahl

Minden. Die Fußball-Kreisliga B Nord könnte so spannend wie selten zuvor werden: Die Trainer haben auf jeden Fall keinen eindeutigen Meisterschaftsfavoriten im Blick. Tatsächlich werden neun von den zwölf Teams von den Coaches als Titelaspiranten genannt.

Während sich der TuS Holzhausen/Porta II aus der Kreisliga B zurückgezogen hat, ist Union Minden II neu in der Liga. Nach dem coronabedingten Aufstieg als Tabellenzweiter in die Kreisliga A 2020, hat sich das Team dazu entschlossen, einen Neuanfang in der Kreisliga B zu starten. „Wir haben in der vergangenen Spielzeit meist sehr hohe Niederlagen kassiert, und es wäre bei den vielen Absteigern schwer gewesen, die Liga zu halten“, erklärt Neu-Trainer Baris Agirman, der von André Bentrup das Amt übernommen hat. Agirman möchte mit seinem Team jedoch direkt wieder hoch. „Mein Ziel ist es, wieder aufzusteigen. Ich habe eine gute Truppe beisammen“, sagt der Trainer, der unter anderem Torjäger Chris Danneberg neu in seiner Mannschaft hat.

Der Tabellenerste aus dem letzten Jahr, die SG SVPC/Frille-Wietersheim, zählt auch jetzt wieder zu den Favoriten für den Aufstieg. Das Team von Benjamin Hahne hat noch einmal einen breiteren Kader als vergangene Saison zur Verfügung. „Wir haben einige junge, talentierte Spieler dazu bekommen. Zudem sind die Verletzten zurückgekehrt“, berichtet Hahne und ergänzt: „Wir wollen unsere starke Form von vor dem Abbruch bestätigen, haben aber keinen Druck, aufsteigen zu müssen. Mein persönliches Ziel lautet aber ganz klar Aufstieg.“

Ebenfalls als Aufstiegskandidat gehandelt, wird der FC Roj Minden. Der im Jahr 2019 gegründete Verein möchte jedoch als allererstes eine skandalfreie Saison spielen. Es solle nicht zu Tumulten kommen, heißt es in der Pressemitteilung des neuen Sportlichen Leiters, Andreas Heine. Sportlich ist dem Team einiges zuzutrauen. „Unser Wunsch ist es, ganz oben anzugreifen. Sollte es zum Aufstieg reichen, werden wir uns nicht dagegen wehren“, sagt Heine.

Auch der SC Hille kommt für viele Trainer für den Aufstieg in Frage. Coach Jörn Brinkmann meint dazu: „Alles kann, nichts muss. Wir haben aber den Anspruch, ganz oben mitzuspielen.“ Das Ziel sei, mittelfristig wieder den Sprung in die Kreisliga A zu schaffen. Verzichten muss Brinkmann auf Jan-Henrik Giessmann, der nach einer Saison den Verein wieder verlassen hat. „Dafür haben wir viele junge, talentierte Spieler aus unserer eigenen A-Jugend dazubekommen. Da sind richtig gute Jungs dabei“, sagt Brinkmann.

Zu den Topteams zählt seit Jahren auch immer wieder der TuS Wasserstraße. Die abgebrochene Serie beendete das Team von Trainer Bernd Neumann auf dem dritten Platz, und auch für die neue Spielzeit ist dem nördlichsten Verein des Kreises wieder eine gute Platzierung zuzutrauen. „Wir wollen unter die ersten Fünf kommen. Nach der Pause gilt es, überhaupt erstmal wieder reinzukommen“, sagt Neumann, der nur wenige Veränderungen im Kader zu Verzeichnen hat.

Ebenfalls nicht zu unterschätzen sind die vier Reservemannschaften. Sowohl die SV Kutenhausen-Todtenhausen III, die in Sebastian Stark einen ehemaligen Torschützenkönig der Kreisliga A in ihren Reihen hat, sowie der TuS Petershagen/Ovenstädt II haben eine Platz unter den ersten Fünf als Ziel ausgegeben. Auch der TuS Lahde/Quetzen II und die SG Gorspen/Vahlsen II mit dem neuen Trainergespann Felix Meyer und Timo Röthemeyer wollen am Ende der Saison in der oberen Tabellenhälfte landen und somit mindestens Sechster werden. Von den vier Teams wird der TuSPO-Reserve mit ihrem neuen Coach Thorben Wahrendorff am stärksten eingeschätzt. Einige Trainerkollegen trauen dem Team sogar den Aufstieg zu.

Auch die TSG Neuenknick möchte einen Platz in der oberen Tabellenhälfte erreichen. Die „Knickis“ haben keine Abgänge zu verzeichnen und mit Jonathan Konrad (TuS Wasserstraße) und Nico van der Meyden (zuletzt vereinslos) zwei Spieler dazubekommen. „Wenn alle da sind, haben wir die Qualität für einen Platz in der oberen Tabellenhälfte. Zudem wollen wir gerne die Derbys gegen Wasserstraße und Döhren gewinnen“, sagt Hauke.

Interessant wird es sein, wie sich der SuS Wulferdingsen II schlägt. Die „Wölfe“ haben ihre Mannschaften getauscht. Der Kader der 1. Mannschaft läuft als Reserve auf und umgekehrt. Das Team von Thomas Knop hat sich mit einigen namhaften Zugängen verstärkt und kann durchaus eine gute Rolle spielen. „Meine Mannschaft hat viel Potenzial und wurde punktuell noch einmal verstärkt“, sagt der Trainer.

Während alle anderen Teams eher nach oben schauen, geht es für den TuS Döhren wohl nur um den Klassenerhalt. Nach dem Abstieg im Jahr 2018 steht nach Hartmut Reising, Talat Baydak und Nils Müller in Sören Manteuffel im vierten Jahr in Folge ein neuer Trainer an der Seitenlinie. Manteuffel war zuletzt Spieler beim SV Kreuzkrug-Huddestorf, hat jedoch zu A-Liga-Zeiten bereits mehrere Jahre beim TuS Döhren gespielt und kennt den Verein. „Für mich ist das eine Herzensangelegenheit“, meinte Manteuffel, der auch als Spielertrainer agieren wird. Mit Mark-Philipp Krohne, Nico Reinking und Mark-Phillip Simon konnte er unter anderem drei ehemalige Spieler von einer Rückkehr zum TuS überzeugen. „Unser Ziel ist es, wieder Spaß am Fußball zu haben und am Ende der Saison die Klasse zu halten.“

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