Der Kapitän ist sich sicher: Dem TuS Kleinenbremen gelingt diese Serie die Rückkehr in die Kreisliga A Daniel Branahl Porta Westfalica. Der TuS Kleinenbremen ist mit acht Siegen aus acht Spielen Tabellenerster der Fußball-Kreisliga B Süd. Im MT-Interview erzählt Kapitän Pascal Gunjaca, wie sehr sich die Mannschaft eine Rückkehr in die Kreisliga A wünscht und warum es in den vergangenen Saisons nie für ganz oben gereicht hat. Zudem erzählt uns der Social-Media-Beauftragte des Vereins, wie wichtig die sozialen Kanäle geworden sind und was sich im TuS-Sportheim getan hat. Wie sehr vermissen Sie den Fußball in der Corona-Pause? Sehr. Nicht nur den Fußball an sich, sondern vor allem das Zusammensein mit meinen Mitspieler. Wir kennen uns zum Großteil schon seit dem Kindergarten. Deswegen sind die Jungs schon wie eine zweite Familie. Dazu kommt, dass wir zum Zeitpunkt der Unterbrechung einen richtigen Lauf hatten und wir natürlich alle gerne weitergespielt hätten. Das Wichtigste ist aber, dass wir alle gesund bleiben. Die Vorfreude, wieder auf dem Platz stehen zu können, ist sehr groß. Mit acht Siegen aus acht Spielen scheint der TuS in dieser Saison unbezwingbar. Ist die Mannschaft in dieser Saison so stark oder ist die Liga extrem schwach? Sowohl als auch, würde ich sagen. Wir haben noch einmal sehr gute Spieler dazubekommen, sodass wir in der Breite besser aufgestellt sind. Zum anderen sind aus unserer Liga aufgrund des Abbruchs der vergangenen Serie vier Teams in die Kreisliga A aufgestiegen. Deshalb ist die Liga dieses Jahr etwas schwächer besetzt als in den vergangenen Jahren. In den letzten Jahren hat Kleinenbremen, mit Ausnahme der abgebrochen vergangenen Saison, immer oben mitgespielt, für den Aufstieg hat es jedoch nie gereicht. Woran hat es gelegen? Ehrlicherweise an der Kontinuität. Es war oft so, dass wir richtig gute Spiele gegen die stärkeren Gegner gemacht haben, aber dann gegen die vermeintlich Schwächeren Punkte liegen gelassen haben. Da fehlte dann aus meiner Sicht vielleicht auch der absolute Wille und es fehlten auch Leute, die Verantwortung übernehmen. Als der Zug, Erster zu werden, dann abgefahren war, kam oft der Schlendrian hinzu. Und damit haben wir uns um ein mögliches Relegationsspiel gebracht und sind oft nur Dritter oder Vierter geworden. Vor der Saison wollte Ihre Mannschaft oben mitspielen, das Wort „Aufstieg" wurde nicht in den Mund genommen. Ist es aufgrund der Tabellensituation nun das erklärte Ziel? Vor der Saison versucht man das Wort „Aufstieg" nach außen hin natürlich zu umgehen, weil man sonst daran gemessen wird. Intern war uns aber schon bewusst, dass wir dieses Jahr gute Chancen haben. Dadurch, dass wir nun ungeschlagen an der Spitze stehen, kommen wir natürlich um die Frage nicht mehr herum und wollen Platz eins natürlich bis zum Ende verteidigen. Zuletzt spielte der TuS in der Saison 2012/2013 in der Kreisliga A. Damals waren Sie und ein Großteil ihrer Teamkollegen schon dabei. Wie sehr sehnt sich die Mannschaft nach einer Rückkehr ins Oberhaus? Die Sehnsucht ist definitiv groß. Wir hatten schon in den vergangenen Jahren vor der einen oder anderen Saison den Glauben gehabt, dass wir es schaffen könnten. Wir spielen seit Jahren oben mit und wollen zeigen, dass wir in der A-Liga bestehen können. In den letzten Jahren geht der Trend aufgrund des mangelnden Nachwuchses immer mehr zu Spielgemeinschaften. Der TuS hat eine B-Jugend gemeinsam mit dem TuS Porta und dem FSC Eisbergen und eine C- und D-Jugend nur mit dem TuS Porta. Dann hört es auf. War eine SG mit anderen Vereinen schon einmal Thema bei euch? Da der Großteil von uns schon auf die 30 zugeht, macht man sich schon Gedanken, wie der Verein in zehn Jahren aussehen könnte. Natürlich wäre es schön, wenn man so lange wie möglich eigenständig ist. Zurzeit sind wir mit zwei Mannschaften gut aufgestellt. Ein A-Liga-Aufstieg würde dem Verein gut tun, da man so noch attraktiver würde und man den einen oder anderen Spieler mehr von einem Wechsel überzeugen könnte. Ihr Trainer Marco Zeilinger hat Sie vor anderthalb Jahren zum Kapitän bestimmt. Was hat das mit Ihnen gemacht? Ich bin gerne jemand, der Verantwortung übernimmt. Dass „Zeile" mir das Vertrauen geschenkt hat, hat mich natürlich sehr gefreut. Zusammen mit Timucin Koskan und Daniel Breier sind wir nun ein super Kapitänsgespann. Wie groß ist „Zeiles" Anteil am Erfolg? Bisher hatten wir hier immer Glück mit unseren Trainern, die selbst für uns gespielt haben und uns Jungs schon lange kannten. Jetzt war es der Wunsch, mal jemanden von außerhalb zu nehmen. „Zeile" ist ein absoluter Glücksgriff. Er ist nicht nur ein klasse Trainer, sondern auch ein super Mensch. Er bereitet uns sehr akribisch auf die Spiele vor und hat uns mit seinen legendären Kabinenansprachen vor den Topspielen immer sehr gut eingeheizt. Dass es so gut läuft, ist auch sein Verdienst. Sie sind nicht nur Kapitän, sondern kümmern sich auch außerhalb des Platzes unter anderem um die sozialen Kanäle des TuS. Was bedeutet Ihnen der Verein und wie wichtig ist die Außendarstellung heutzutage? Für mich ist der TuS eine absolute Herzensangelegenheit. Die Außendarstellung ist sehr wichtig. Durch die sozialen Netzwerke kann man viele Leute erreichen und ihnen zeigen, was im Verein so passiert. Vielleicht ist es möglich, dadurch das eine oder andere Mitglied zu gewinnen. In der Fußballpause haben Sie und Ihre Kollegen viel Zeit am Sportplatz verbracht. Was genau haben Sie da gemacht? Unser Sportheim ist schon ein wenig in die Jahre gekommen und da kam uns die Idee dort einiges zu erneuern. Zusammen mit ortsansässigen Firmen haben wir unter anderem den Innenbereich renoviert. Zudem haben wir in unserem Besprechungsraum, der auch von Vereinsmitglieder gemietet werden kann, die Küche erneuert und das Mobiliar ausgetauscht. Allgemein kann man sagen, dass sich im gesamten Verein, nicht nur bei uns Fußballern, zurzeit einiges tut. Ich könnte mir vorstellen, dass wir mit unserem sportlichen Erfolg auch dazu beigetragen haben.

Der Kapitän ist sich sicher: Dem TuS Kleinenbremen gelingt diese Serie die Rückkehr in die Kreisliga A

TuS Kleinenbremens Innenverteidiger Pascal Gunjaca (links). Foto: Heinz-Gerd Arning © Heinz-Gerd Arning - Niederstr. 3 - 31702 Lüdersfeld

Porta Westfalica. Der TuS Kleinenbremen ist mit acht Siegen aus acht Spielen Tabellenerster der Fußball-Kreisliga B Süd. Im MT-Interview erzählt Kapitän Pascal Gunjaca, wie sehr sich die Mannschaft eine Rückkehr in die Kreisliga A wünscht und warum es in den vergangenen Saisons nie für ganz oben gereicht hat. Zudem erzählt uns der Social-Media-Beauftragte des Vereins, wie wichtig die sozialen Kanäle geworden sind und was sich im TuS-Sportheim getan hat.

Wie sehr vermissen Sie den Fußball in der Corona-Pause?

Sehr. Nicht nur den Fußball an sich, sondern vor allem das Zusammensein mit meinen Mitspieler. Wir kennen uns zum Großteil schon seit dem Kindergarten. Deswegen sind die Jungs schon wie eine zweite Familie. Dazu kommt, dass wir zum Zeitpunkt der Unterbrechung einen richtigen Lauf hatten und wir natürlich alle gerne weitergespielt hätten. Das Wichtigste ist aber, dass wir alle gesund bleiben. Die Vorfreude, wieder auf dem Platz stehen zu können, ist sehr groß.

Mit acht Siegen aus acht Spielen scheint der TuS in dieser Saison unbezwingbar. Ist die Mannschaft in dieser Saison so stark oder ist die Liga extrem schwach?

Sowohl als auch, würde ich sagen. Wir haben noch einmal sehr gute Spieler dazubekommen, sodass wir in der Breite besser aufgestellt sind. Zum anderen sind aus unserer Liga aufgrund des Abbruchs der vergangenen Serie vier Teams in die Kreisliga A aufgestiegen. Deshalb ist die Liga dieses Jahr etwas schwächer besetzt als in den vergangenen Jahren.

In den letzten Jahren hat Kleinenbremen, mit Ausnahme der abgebrochen vergangenen Saison, immer oben mitgespielt, für den Aufstieg hat es jedoch nie gereicht. Woran hat es gelegen?

Ehrlicherweise an der Kontinuität. Es war oft so, dass wir richtig gute Spiele gegen die stärkeren Gegner gemacht haben, aber dann gegen die vermeintlich Schwächeren Punkte liegen gelassen haben. Da fehlte dann aus meiner Sicht vielleicht auch der absolute Wille und es fehlten auch Leute, die Verantwortung übernehmen. Als der Zug, Erster zu werden, dann abgefahren war, kam oft der Schlendrian hinzu. Und damit haben wir uns um ein mögliches Relegationsspiel gebracht und sind oft nur Dritter oder Vierter geworden.

Vor der Saison wollte Ihre Mannschaft oben mitspielen, das Wort „Aufstieg" wurde nicht in den Mund genommen. Ist es aufgrund der Tabellensituation nun das erklärte Ziel?

Vor der Saison versucht man das Wort „Aufstieg" nach außen hin natürlich zu umgehen, weil man sonst daran gemessen wird. Intern war uns aber schon bewusst, dass wir dieses Jahr gute Chancen haben. Dadurch, dass wir nun ungeschlagen an der Spitze stehen, kommen wir natürlich um die Frage nicht mehr herum und wollen Platz eins natürlich bis zum Ende verteidigen.

Zuletzt spielte der TuS in der Saison 2012/2013 in der Kreisliga A. Damals waren Sie und ein Großteil ihrer Teamkollegen schon dabei. Wie sehr sehnt sich die Mannschaft nach einer Rückkehr ins Oberhaus?

Die Sehnsucht ist definitiv groß. Wir hatten schon in den vergangenen Jahren vor der einen oder anderen Saison den Glauben gehabt, dass wir es schaffen könnten. Wir spielen seit Jahren oben mit und wollen zeigen, dass wir in der A-Liga bestehen können.

In den letzten Jahren geht der Trend aufgrund des mangelnden Nachwuchses immer mehr zu Spielgemeinschaften. Der TuS hat eine B-Jugend gemeinsam mit dem TuS Porta und dem FSC Eisbergen und eine C- und D-Jugend nur mit dem TuS Porta. Dann hört es auf. War eine SG mit anderen Vereinen schon einmal Thema bei euch?

Da der Großteil von uns schon auf die 30 zugeht, macht man sich schon Gedanken, wie der Verein in zehn Jahren aussehen könnte. Natürlich wäre es schön, wenn man so lange wie möglich eigenständig ist. Zurzeit sind wir mit zwei Mannschaften gut aufgestellt. Ein A-Liga-Aufstieg würde dem Verein gut tun, da man so noch attraktiver würde und man den einen oder anderen Spieler mehr von einem Wechsel überzeugen könnte.

Ihr Trainer Marco Zeilinger hat Sie vor anderthalb Jahren zum Kapitän bestimmt. Was hat das mit Ihnen gemacht?

Ich bin gerne jemand, der Verantwortung übernimmt. Dass „Zeile" mir das Vertrauen geschenkt hat, hat mich natürlich sehr gefreut. Zusammen mit Timucin Koskan und Daniel Breier sind wir nun ein super Kapitänsgespann.

Wie groß ist „Zeiles" Anteil am Erfolg?

Bisher hatten wir hier immer Glück mit unseren Trainern, die selbst für uns gespielt haben und uns Jungs schon lange kannten. Jetzt war es der Wunsch, mal jemanden von außerhalb zu nehmen. „Zeile" ist ein absoluter Glücksgriff. Er ist nicht nur ein klasse Trainer, sondern auch ein super Mensch. Er bereitet uns sehr akribisch auf die Spiele vor und hat uns mit seinen legendären Kabinenansprachen vor den Topspielen immer sehr gut eingeheizt. Dass es so gut läuft, ist auch sein Verdienst.

Sie sind nicht nur Kapitän, sondern kümmern sich auch außerhalb des Platzes unter anderem um die sozialen Kanäle des TuS. Was bedeutet Ihnen der Verein und wie wichtig ist die Außendarstellung heutzutage?

Für mich ist der TuS eine absolute Herzensangelegenheit. Die Außendarstellung ist sehr wichtig. Durch die sozialen Netzwerke kann man viele Leute erreichen und ihnen zeigen, was im Verein so passiert. Vielleicht ist es möglich, dadurch das eine oder andere Mitglied zu gewinnen.

In der Fußballpause haben Sie und Ihre Kollegen viel Zeit am Sportplatz verbracht. Was genau haben Sie da gemacht?

Unser Sportheim ist schon ein wenig in die Jahre gekommen und da kam uns die Idee dort einiges zu erneuern. Zusammen mit ortsansässigen Firmen haben wir unter anderem den Innenbereich renoviert. Zudem haben wir in unserem Besprechungsraum, der auch von Vereinsmitglieder gemietet werden kann, die Küche erneuert und das Mobiliar ausgetauscht. Allgemein kann man sagen, dass sich im gesamten Verein, nicht nur bei uns Fußballern, zurzeit einiges tut. Ich könnte mir vorstellen, dass wir mit unserem sportlichen Erfolg auch dazu beigetragen haben.

Copyright © Mindener Tageblatt 2021
Texte und Fotos von MT.de sind urheberrechtlich geschützt.
Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Chefredaktion.
Weiterlesen in Fußball