Bezirksligist TuSPO bleibt das Verletzungspech treu - Klassenerhalt ist das Ziel Astrid Plaßhenrich Petershagen. Sie kam unverhofft: die zweite Chance. Der TuS Petershagen/Ovenstädt war zwar rechnerisch noch nicht abgestiegen als die Saison Mitte März erst unter- und schließlich abgebrochen wurde. Aber selbst die kühnsten Optimisten hatten wohl keine Hoffnung mehr, dass für den abgeschlagenen Tabellenletzten ein Verbleib in der Fußball-Bezirksliga noch möglich war. Corona macht das Unmöglich aber doch möglich. Denn der Fußball- und Leichtathletikverband Westfalen (FLVW) legte fest, dass es nur Auf-, aber keine Absteiger gibt. TuSPO profitierte davon und geht damit in sein zweites Bezirksligajahr nach dem Aufstieg 2019. „Die Erfahrung, die wir in der zurückliegenden Saison gesammelt haben, wollen wir nutzen“, sagt Jan Frederik Finger. Der TuSPO-Trainer weiß, dass sein Team auf Tempo, Taktik und individuelle Stärken der Gegner nun eingestellt ist. Eine Anpassungsphase wie noch im vergangenen Jahr soll es nicht geben. „Wir sind konkurrenzfähiger“, ist sich Finger sicher, „wir haben jetzt aber auch unser System geändert. In der vergangenen Saison haben wir uns zu oft selbst ein Bein gestellt." Tatsächlich war es TuSPO häufig selbst, der mit einfachen Fehlern, den Gegner stark machte. „Wir brauchen auch mehr Stimmung auf dem Platz, müssen mehr kommunizieren“, erklärt der 35-jährige Coach. Dafür sollen auch die Neuen sorgen. Matthis Kollhorst kehrt vom Landesligisten RW Maaslingen nach Petershagen zurück und soll eine Führungsposition einnehmen. Marvin Kaltofen wird als Innenverteidiger für Ordnung auf dem Platz sorgen. Doch der Defensivspezialist hat sich am Samstag im Testspiel gegen Union Minden die Nase gebrochen. Dabei hoffte Finger, von Verletzungen in dieser Saison weitestgehend verschont zu bleiben. Doch genau das Gegenteil ist eingetreten. Auch Malte Zwingmann wird Monate ausfallen. Der Kapitän zog sich am Sonntag beim 6:0-Sieg gegen den SV Hausberge einen Innenbandriss im Knie zu. In demselben Spiel musste Lucas Reinhold – kommt aus der A-Jugend der JSG Großenvörde – mit Verdacht auf Bänderriss ausgewechselt werden. „Vielleicht ist es sogar gebrochen“, mutmaßt Finger. Weitere Untersuchungen werden in den kommenden Tagen über die schwere der Verletzung Aufschluss geben. Und auch Robert Rehling wird den Petershägern nur sehr sporadisch zur Verfügung stehen. Der 21-Jährige hat in Budapest kurzfristig eine Platz für sein Medizinstudium erhalten. Damit dezimiert sich der TuSPO-Kader schlagartig. „Es sind inzwischen schon zu viele, die fehlen“, macht sich Finger Sorgen. Eine weitere Krux: Die Petershäger gehen mit Leonard Kiel nur mit einem etatmäßigen Torwart in die Saison. Nico Könemann steht normalerweise bei der Reserve zwischen den Pfosten und ist dort auch der einzige Schlussmann im Kader. Wenn es zeitlich passt, wird er sich aber auf der Bank sitzen. Und trotz aller Widrigkeiten bleiben die Petershäger optimistisch: Der Klassenerhalt ist das Ziel. TuS Petershagen/Ovenstädt Abgänge: Christian Backenköhler (RW Maaslingen), Noel-Niklas Kuhlmann (SV Bölhorst-Häverstädt), Christopher Southwick (FT Dützen), Calvin Wolting (eigene 2. Mannschaft). Zugänge: Marvin Kaltofen (SF Lechtingen), Matthis Kollhorst (RW Maaslingen), Lucas Reinhold (A-Jugend JSG Großenvörde), Robert Rehling, Kevin Wilpers (beide eigene 2. Mannschaft), Nils Wehking (SV Kutenhausen-T. II). Kader: Leonard Otto Kiel, Nico Könemann – Tobias Brethauer, Julian Danowsky, Tim Dorgeloh, Marlo Heine, Tobias Horstmeier, Jannik Kaltofen, Marvin Kaltofen, Matthis Kollhorst, Tim Lohaus, Meik Möhlenbrock, Robert Philipp Rehling, Lucas Reinhold, Nico Rohleder, Justin Schubert, Nils Wehking, Tim-Lukas Wehking, Kevin Wilpers, Sven Wesemann, Artur Zimens, Malte Zwingmann. Trainer: Jan Frederik Finger (im vierten Jahr) und Werner Krohne (Co-Trainer).

Bezirksligist TuSPO bleibt das Verletzungspech treu - Klassenerhalt ist das Ziel

Der TuS Petershagen/Ovenstädt in der Saison 2020/2021: Tim Dorgeloh (hinten von links), Justin Schubert, Kevin Wilpers, Tim Lohaus, Nils Wehking, Malte Zwingmann, Meik Möhlenbrock, Jan Frederik Finger (Mitte von links), Julian Danowsky, Jannik Kaltofen, Tobias Brethauer, Marvin Kaltofen, Marlo Heine, Robert Philipp Rehling, Werner Krohne. Nico Rohleder (vorne von links), Tobias Horstmeier, Sven Wesemann, Nico Könemann, Leonard Otto Kiel, Matthis Kollhorst, Artur Zimens und Lucas Reinhold. MT- © Foto: Astrid Plaßhenrich

Petershagen. Sie kam unverhofft: die zweite Chance. Der TuS Petershagen/Ovenstädt war zwar rechnerisch noch nicht abgestiegen als die Saison Mitte März erst unter- und schließlich abgebrochen wurde. Aber selbst die kühnsten Optimisten hatten wohl keine Hoffnung mehr, dass für den abgeschlagenen Tabellenletzten ein Verbleib in der Fußball-Bezirksliga noch möglich war. Corona macht das Unmöglich aber doch möglich. Denn der Fußball- und Leichtathletikverband Westfalen (FLVW) legte fest, dass es nur Auf-, aber keine Absteiger gibt. TuSPO profitierte davon und geht damit in sein zweites Bezirksligajahr nach dem Aufstieg 2019.

„Die Erfahrung, die wir in der zurückliegenden Saison gesammelt haben, wollen wir nutzen“, sagt Jan Frederik Finger. Der TuSPO-Trainer weiß, dass sein Team auf Tempo, Taktik und individuelle Stärken der Gegner nun eingestellt ist. Eine Anpassungsphase wie noch im vergangenen Jahr soll es nicht geben. „Wir sind konkurrenzfähiger“, ist sich Finger sicher, „wir haben jetzt aber auch unser System geändert. In der vergangenen Saison haben wir uns zu oft selbst ein Bein gestellt." Tatsächlich war es TuSPO häufig selbst, der mit einfachen Fehlern, den Gegner stark machte. „Wir brauchen auch mehr Stimmung auf dem Platz, müssen mehr kommunizieren“, erklärt der 35-jährige Coach. Dafür sollen auch die Neuen sorgen. Matthis Kollhorst kehrt vom Landesligisten RW Maaslingen nach Petershagen zurück und soll eine Führungsposition einnehmen. Marvin Kaltofen wird als Innenverteidiger für Ordnung auf dem Platz sorgen. Doch der Defensivspezialist hat sich am Samstag im Testspiel gegen Union Minden die Nase gebrochen.

Dabei hoffte Finger, von Verletzungen in dieser Saison weitestgehend verschont zu bleiben. Doch genau das Gegenteil ist eingetreten. Auch Malte Zwingmann wird Monate ausfallen. Der Kapitän zog sich am Sonntag beim 6:0-Sieg gegen den SV Hausberge einen Innenbandriss im Knie zu. In demselben Spiel musste Lucas Reinhold – kommt aus der A-Jugend der JSG Großenvörde – mit Verdacht auf Bänderriss ausgewechselt werden. „Vielleicht ist es sogar gebrochen“, mutmaßt Finger. Weitere Untersuchungen werden in den kommenden Tagen über die schwere der Verletzung Aufschluss geben. Und auch Robert Rehling wird den Petershägern nur sehr sporadisch zur Verfügung stehen. Der 21-Jährige hat in Budapest kurzfristig eine Platz für sein Medizinstudium erhalten. Damit dezimiert sich der TuSPO-Kader schlagartig. „Es sind inzwischen schon zu viele, die fehlen“, macht sich Finger Sorgen.

Eine weitere Krux: Die Petershäger gehen mit Leonard Kiel nur mit einem etatmäßigen Torwart in die Saison. Nico Könemann steht normalerweise bei der Reserve zwischen den Pfosten und ist dort auch der einzige Schlussmann im Kader. Wenn es zeitlich passt, wird er sich aber auf der Bank sitzen. Und trotz aller Widrigkeiten bleiben die Petershäger optimistisch: Der Klassenerhalt ist das Ziel.

TuS Petershagen/Ovenstädt

Abgänge: Christian Backenköhler (RW Maaslingen), Noel-Niklas Kuhlmann (SV Bölhorst-Häverstädt), Christopher Southwick (FT Dützen), Calvin Wolting (eigene 2. Mannschaft).

Zugänge: Marvin Kaltofen (SF Lechtingen), Matthis Kollhorst (RW Maaslingen), Lucas Reinhold (A-Jugend JSG Großenvörde), Robert Rehling, Kevin Wilpers (beide eigene 2. Mannschaft), Nils Wehking (SV Kutenhausen-T. II).

Kader: Leonard Otto Kiel, Nico Könemann – Tobias Brethauer, Julian Danowsky, Tim Dorgeloh, Marlo Heine, Tobias Horstmeier, Jannik Kaltofen, Marvin Kaltofen, Matthis Kollhorst, Tim Lohaus, Meik Möhlenbrock, Robert Philipp Rehling, Lucas Reinhold, Nico Rohleder, Justin Schubert, Nils Wehking, Tim-Lukas Wehking, Kevin Wilpers, Sven Wesemann, Artur Zimens, Malte Zwingmann.

Trainer: Jan Frederik Finger (im vierten Jahr) und Werner Krohne (Co-Trainer).

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