Bezirksliga: Siedlers Fünferpack krönt Dützer Gala beim 9:1-Derbysieg gegen den TuS Petershagen-Ovenstädt Thomas Kühlmann Minden. Egal, ob die Nerven von Trainer und Zuschauern strapaziert oder dann auch wieder Glückshormone freigesetzt werden: Die Heimspiele von Fußball-Bezirksligist FT Dützen haben regelmäßig einen hohen Unterhaltungswert. Eine Woche, nachdem man beim bitteren 2:6-Debakel gegen den SC Vlotho durch das Tal der Tränen gegangen war, feierten die Dützer am Samstag beim Derby gegen den TuS Petershagen-Ovenstädt einen auch in dieser Höhe verdienten 9:1(3:1)-Kantersieg. Moreno Siedler krönte dabei die Gala der Gastgeber unter Flutlicht mit fünf Treffern. Petershagen-Ovenstädts Trainer Jan-Frederik Finger fehlten nach dem Schlusspfiff schlichtweg die Worte ob des erneuten Offenbarungseides seiner Mannschaft. „Kein Kommentar. Nur soviel: Wir waren heute über die gesamten 90 Minuten nicht konkurrenzfähig, einfach unterirdisch. Das Ergebnis spiegelt die Leistung beider Mannschaften passend wider“, war der wortkarge Coach angefressen und weiß genau, dass seine Schützlinge in dieser Form nicht aus dem Tabellenkeller kommen werden.Sein Gegenüber Patrick Zweck hatte dagegen allen Grund zur Freude. „Alles das, was wir trotz guter Leistung gegen Vlotho verkehrt gemacht haben, haben wir heute besser gemacht. Wir haben hinten nicht viel zugelassen und waren vor dem Tor der Petershäger gnadenlos effektiv. Mit dieser Einstellung und Moral müssen wir auch die beiden letzten Spiele des Jahres bei Preußen Espelkamp II und gegen den TuS Lahde/Quetzen in Angriff nehmen, dann sehe ich uns auf einem guten Weg“, war der Coach gelöst wie lange nicht mehr. Aus einer geschlossenen Dützer Mannschaftsleistung ragte ein Spieler heraus: Moreno Siedler. Mit seinen fünf Toren bezwang er die Petershäger fast im Alleingang. „Ich kann mich nicht erinnern, dass bei mir vorher mal ein Spieler in einem Pflichtspiel fünf Tore erzielt hat. Insofern hat das hier schon historischen Charakter“, machte Coach Zweck seinem Akteur so ein Kompliment der besonderen Art. Der kleine Stürmer hatte mit einem Doppelpack in der 25. und 26. Minute den Torreigen eingeleitet. Nach dem Anschlusstor durch Niels Wehking in der 31. Minute, bei dem die Dützer Abwehr einmal nicht aufpasste und das bei den Zuschauer sofort wieder Erinnerungen an die Nachlässigkeiten im Spiel gegen Vlotho aufkommen ließ, war es erneut Siedler, der noch vor der Pause den Zwei-Tore-Abstand wiederherstellte. Nach dem Seitenwechsel machten die bei nasskaltem Wetter Gastgeber dort weiter, wo sie vor dem Gang in die Kabinen aufgehört hatten. Hinten stabil und bissig, vor dem Tor nervenstark und abgeklärt: Und während Dützens Trainer Patrick Zweck aus dem Jubeln sowie die Dützer Anhänger aus dem Staunen nicht mehr herauskamen, wurde TuSPO-Coach Jan-Frederik Finger immer leiser.

Bezirksliga: Siedlers Fünferpack krönt Dützer Gala beim 9:1-Derbysieg gegen den TuS Petershagen-Ovenstädt

FT Dützens Jakob Bohn (Zweiter von links) gewinnt den Luftkampf gegen seinen Mitspieler Can Metin Moelle (links) sowie die TuSPO-Akteure Jannik Kaltofen (von links) und Tobias Horstmeier. MT-Foto: Thomas Kühlmann

Minden. Egal, ob die Nerven von Trainer und Zuschauern strapaziert oder dann auch wieder Glückshormone freigesetzt werden: Die Heimspiele von Fußball-Bezirksligist FT Dützen haben regelmäßig einen hohen Unterhaltungswert. Eine Woche, nachdem man beim bitteren 2:6-Debakel gegen den SC Vlotho durch das Tal der Tränen gegangen war, feierten die Dützer am Samstag beim Derby gegen den TuS Petershagen-Ovenstädt einen auch in dieser Höhe verdienten 9:1(3:1)-Kantersieg. Moreno Siedler krönte dabei die Gala der Gastgeber unter Flutlicht mit fünf Treffern.

Petershagen-Ovenstädts Trainer Jan-Frederik Finger fehlten nach dem Schlusspfiff schlichtweg die Worte ob des erneuten Offenbarungseides seiner Mannschaft. „Kein Kommentar. Nur soviel: Wir waren heute über die gesamten 90 Minuten nicht konkurrenzfähig, einfach unterirdisch. Das Ergebnis spiegelt die Leistung beider Mannschaften passend wider“, war der wortkarge Coach angefressen und weiß genau, dass seine Schützlinge in dieser Form nicht aus dem Tabellenkeller kommen werden.

Sein Gegenüber Patrick Zweck hatte dagegen allen Grund zur Freude. „Alles das, was wir trotz guter Leistung gegen Vlotho verkehrt gemacht haben, haben wir heute besser gemacht. Wir haben hinten nicht viel zugelassen und waren vor dem Tor der Petershäger gnadenlos effektiv. Mit dieser Einstellung und Moral müssen wir auch die beiden letzten Spiele des Jahres bei Preußen Espelkamp II und gegen den TuS Lahde/Quetzen in Angriff nehmen, dann sehe ich uns auf einem guten Weg“, war der Coach gelöst wie lange nicht mehr.

Aus einer geschlossenen Dützer Mannschaftsleistung ragte ein Spieler heraus: Moreno Siedler. Mit seinen fünf Toren bezwang er die Petershäger fast im Alleingang. „Ich kann mich nicht erinnern, dass bei mir vorher mal ein Spieler in einem Pflichtspiel fünf Tore erzielt hat. Insofern hat das hier schon historischen Charakter“, machte Coach Zweck seinem Akteur so ein Kompliment der besonderen Art.

Der kleine Stürmer hatte mit einem Doppelpack in der 25. und 26. Minute den Torreigen eingeleitet. Nach dem Anschlusstor durch Niels Wehking in der 31. Minute, bei dem die Dützer Abwehr einmal nicht aufpasste und das bei den Zuschauer sofort wieder Erinnerungen an die Nachlässigkeiten im Spiel gegen Vlotho aufkommen ließ, war es erneut Siedler, der noch vor der Pause den Zwei-Tore-Abstand wiederherstellte.

Nach dem Seitenwechsel machten die bei nasskaltem Wetter Gastgeber dort weiter, wo sie vor dem Gang in die Kabinen aufgehört hatten. Hinten stabil und bissig, vor dem Tor nervenstark und abgeklärt: Und während Dützens Trainer Patrick Zweck aus dem Jubeln sowie die Dützer Anhänger aus dem Staunen nicht mehr herauskamen, wurde TuSPO-Coach Jan-Frederik Finger immer leiser.

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