Bezirksliga: Der nächste Anlauf für den TuS Petershagen/Ovenstädt Sebastian Külbel Petershagen. 24 Spiele, ein Sieg, ein Unentschieden, 22 Niederlagen – die Bilanz des TuS Petershagen-Ovenstädt seit dem Aufstieg in die Fußball-Bezirksliga ist ernüchternd. Zwei Spielzeiten begannen Trainer Jan Frederik Finger und seine Mannschaft, zweimal hielten sie nur wegen des coronabedingten Saisonabbruchs die Klasse. Im dritten Anlauf hofft der Coach nicht nur, endlich wieder eine komplette Saison absolvieren zu können. Auch wünscht sich Finger mehr Konkurrenzfähigkeit von seinem Team. Schließlich war der TuSPO vor allem im vorigen Herbst nicht immer hoffnungslos unterlegen. Bei knappen Niederlagen gegen starke Gegner wie SV Kutenhausen-Todtenhausen oder TuRa Löhne zeigte das Team durchaus Potenzial. „Wir können mithalten, das hat man in der letzten Saison gesehen“, betont Finger: „Es muss nur ergebnismäßig mehr dabei herauskommen.“ Damit ist er schon beim größten Problem seiner Mannschaft angekommen: dem Toreschießen. „Wir haben Probleme in der Chancenverwertung, es fehlt die Kaltschnäuzigkeit“, weiß der Coach. Und nicht nur das: „Wir brauchen auch ein Rezept, um den Ball nach vorne zu bringen, also mehr Ordnung und Struktur im Offensivspiel.“ Im Prinzip bräuchte der TuSPO einen Spielmacher und einen Torjäger – beides jedoch fehlt im 23-Mann-Kader. „Wir müssen das im Mannschaftsverbund lösen“, so Finger. Denn auch die Wechsel des Sommers haben keine neuen Impulse in den Petershäger Angriff gebracht. Dem einzigen Abgang Tim Dorgeloh stehen die drei Zugänge Lennart Meier, Joshua Schmidt und Lukas Strohmeier gegenüber, die allesamt eher in der Defensive eingesetzt werden. Dadurch wird das Team zwar stabiler und variabler, aber kaum torgefährlicher. „Wir kämpfen eben mit stumpfen Waffen, bei uns wird den Spielern kein Geld gezahlt“, sagt Finger über die Rolle seines Vereins auf dem Transfermarkt. Zwar habe er viele Gespräche geführt, „aber auch die Aussicht auf Abstiegskampf ist für viele nicht gerade verlockend“. Er und sein Team wollen diesen trotzdem annehmen und sich auch nicht zu klein machen. „Wir haben jetzt einige Erfahrungen in der Liga gesammelt, vielleicht macht es bei dem einen oder anderen Klick“, hofft Finger auf den Lerneffekt seines Teams, das vor allem mit mannschaftlicher Geschlossenheit punkten will. „Wir müssen unseren Aufwand eben nur öfter in Ergebnisse ummünzen“, fordert der Coach. Der findet die Chance, Bezirksliga zu spielen, immer noch viel zu verlockend, um aufzugeben: „Das verbietet schon der sportliche Ehrgeiz.“ Dafür ist in diesen Wochen aber viel Arbeit nötig. Schnelligkeitsdefizite, fehlende Cleverness im Zweikampf, Abschlussschwäche – die Baustellen beim TuSPO sind zahlreich. „Wir müssen eben so viel und so schnell wie möglich dazulernen“, sagt Finger. Auch für den Fall, dass es wieder nicht reicht, hat er schon eine Vorgabe: „Dann dürfen wir nicht abschenken, sondern müssen die Rückschläge wegstecken und immer weitermachen.“

Bezirksliga: Der nächste Anlauf für den TuS Petershagen/Ovenstädt

Das Team des TuS Petershagen-Ovenstädt in der Saison 2021/2022: Kevin Wilpers (obere Reihe von links), Matthis Kollhorst, Marlo Heine, Lennart Meier, Nils Wehking, Malte Zwingmann, Meik Möhlenbrock, Trainer Jan Frederik Finger (mittlere Reihe von links), Robert Rehling, Jannik Kaltofen, Marvin Kaltofen, Joshua Schmidt, Julian Danowsky, Co-Trainer Werner Krohne, Tobias Horstmeier (untere Reihe von links), Justin Schubert, Lukas Strohmeier, Nico Könemann, Leonard Kiel, Artur Zimens, Lucas Reinhold und Tim-Lukas Wiegmann. Es fehlen Tobias Brethauer, Tim Lohaus, Nico Roleder und Sven Wesemann. MT-Foto: Sebastian Külbel © Külbel

Petershagen. 24 Spiele, ein Sieg, ein Unentschieden, 22 Niederlagen – die Bilanz des TuS Petershagen-Ovenstädt seit dem Aufstieg in die Fußball-Bezirksliga ist ernüchternd. Zwei Spielzeiten begannen Trainer Jan Frederik Finger und seine Mannschaft, zweimal hielten sie nur wegen des coronabedingten Saisonabbruchs die Klasse. Im dritten Anlauf hofft der Coach nicht nur, endlich wieder eine komplette Saison absolvieren zu können. Auch wünscht sich Finger mehr Konkurrenzfähigkeit von seinem Team.

Schließlich war der TuSPO vor allem im vorigen Herbst nicht immer hoffnungslos unterlegen. Bei knappen Niederlagen gegen starke Gegner wie SV Kutenhausen-Todtenhausen oder TuRa Löhne zeigte das Team durchaus Potenzial. „Wir können mithalten, das hat man in der letzten Saison gesehen“, betont Finger: „Es muss nur ergebnismäßig mehr dabei herauskommen.“

Damit ist er schon beim größten Problem seiner Mannschaft angekommen: dem Toreschießen. „Wir haben Probleme in der Chancenverwertung, es fehlt die Kaltschnäuzigkeit“, weiß der Coach. Und nicht nur das: „Wir brauchen auch ein Rezept, um den Ball nach vorne zu bringen, also mehr Ordnung und Struktur im Offensivspiel.“ Im Prinzip bräuchte der TuSPO einen Spielmacher und einen Torjäger – beides jedoch fehlt im 23-Mann-Kader. „Wir müssen das im Mannschaftsverbund lösen“, so Finger.

Denn auch die Wechsel des Sommers haben keine neuen Impulse in den Petershäger Angriff gebracht. Dem einzigen Abgang Tim Dorgeloh stehen die drei Zugänge Lennart Meier, Joshua Schmidt und Lukas Strohmeier gegenüber, die allesamt eher in der Defensive eingesetzt werden. Dadurch wird das Team zwar stabiler und variabler, aber kaum torgefährlicher. „Wir kämpfen eben mit stumpfen Waffen, bei uns wird den Spielern kein Geld gezahlt“, sagt Finger über die Rolle seines Vereins auf dem Transfermarkt. Zwar habe er viele Gespräche geführt, „aber auch die Aussicht auf Abstiegskampf ist für viele nicht gerade verlockend“.

Er und sein Team wollen diesen trotzdem annehmen und sich auch nicht zu klein machen. „Wir haben jetzt einige Erfahrungen in der Liga gesammelt, vielleicht macht es bei dem einen oder anderen Klick“, hofft Finger auf den Lerneffekt seines Teams, das vor allem mit mannschaftlicher Geschlossenheit punkten will. „Wir müssen unseren Aufwand eben nur öfter in Ergebnisse ummünzen“, fordert der Coach.

Der findet die Chance, Bezirksliga zu spielen, immer noch viel zu verlockend, um aufzugeben: „Das verbietet schon der sportliche Ehrgeiz.“ Dafür ist in diesen Wochen aber viel Arbeit nötig. Schnelligkeitsdefizite, fehlende Cleverness im Zweikampf, Abschlussschwäche – die Baustellen beim TuSPO sind zahlreich. „Wir müssen eben so viel und so schnell wie möglich dazulernen“, sagt Finger. Auch für den Fall, dass es wieder nicht reicht, hat er schon eine Vorgabe: „Dann dürfen wir nicht abschenken, sondern müssen die Rückschläge wegstecken und immer weitermachen.“

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