Bezirksliga: Der letzte Schuss entscheidet - Lohe gewinnt Gipfeltreffen bei der SVKT glücklich 1:0 Sebastian Külbel Minden. Während die Gäste im Kreis tanzten und ihren Matchwinner Marlon Haeder in die Luft warfen, standen die Spieler der SV Kutenhausen-Todtenhausen ausgepumpt und konsterniert daneben. Eigentlich hatte alles im Gipfeltreffen der Fußball-Bezirksliga nach einem gerechten 0:0 ausgesehen, dann stach in der Nachspielzeit der Joker des TuS Lohe, der so als verlustpunktfreier Tabellenführer seinen ärgsten Verfolger distanzierte. „So bitter kann Fußball manchmal sein“, sagte SVKT-Trainer nach dem unglücklichen Ende eines Spiels, das keinen Sieger verdient hatte. 90 Minuten lang hatten sich die beiden Top-Teams einen intensiven, aber in Sachen Torgefahr wenig ertragreichen Stellungskampf geliefert. Dann allerdings zog TuS-Trainer Lukas Dorn den richtigen Joker. Keine Viertelstunde nach seiner Einwechslung traf Marlon Haeder in der dritten Minute der Nachspielzeit per Abstauber zum Tor des Tages. Zuvor war Ricardo Squarra freigespielt worden, dessen Schuss SVKT-Torwart Noel Gramatte zwar noch parierte. Haeder schaltete jedoch am schnellsten und schaufelte den freien Ball ins Netz.Der krachende Schlussakkord stellte das Geschehen zwar nicht auf den Kopf, passte aber nicht so ganz zu den Eindrücken des Spiels. Denn die Gastgeber waren zuvor klar die aktivere Mannschaft gewesen, brachten ihre Spielstärke aber nicht so zwingend auf den Platz wie sie es in dieser Saison schon gezeigt hatten. Das lag auch an den Lohern, die sich lange nur auf die Defensive konzentrierten. „Sie standen nur hinten drin und waren darauf bedacht, unser Spiel kaputt zu machen“, sagte Meier. Der Erfolg gab dem Spitzenreiter am Ende jedoch Recht. Wenn die Gäste überhaupt einmal gefährlich wurden, war Squarra beteiligt. Kurz nach der Pause setzte er sich im Zweikampf durch, seinen Flachschuss parierte Gramatte jedoch (51.). In der Schlussphase fand Lohes Nummer zehn mit einer Flanke Dominik Flaake, der aber über das Tor schoss (81.). Die dritte gefährliche Aktion von Squarra endete dann mit dem Siegtor. Auch die Kutenhauser Chancen konnte man an wenigen Fingern abzählen. In der starken Anfangsphase setzte Lamin Jammeh einen Kopfball knapp vorbei (6.) und ein Schuss von Kevin Dickhof wurde im Strafraum geblockt (9.). Yannik Niermann scheiterte in der 15. Minute mit einem Freistoß und einem Distanzschuss an Torwart Axel Benus.Die meisten SVKT-Angriffe allerdings verfingen sich in der gut sortierten Loher Abwehr. Die Zweikämpfe blieben zwar hochintensiv, jedoch neutralisierten sich beide Mannschaften über weite Strecken. Als die Gastgeber dann doch einmal mit einer Kombination durchkamen, war Jannis Springer im Pech: Seinen ersten Versuch parierte Benus stark, Springer hielt seinen Kopf noch in den abgewehrten Ball, doch dieser flog am Tor vorbei (69.). „Das wäre es wohl gewesen“, meinte der SVKT-Sechser nach dem Spiel und gab sich trotz der Enttäuschung kämpferisch: „Nächste Woche geht es weiter, und Lohe wird auch noch Punkte lassen.“ Diese Einschätzung ließ das gestrige Topspiel durchaus zu, denn der Tabellenführer agierte spielerisch wenig zwingend, dafür aber überaus clever. Jens Meiers Mannschaft bekam dagegen ihre Stärken nicht auf den Platz, weil Lohe die SVKT-Spielfreude nicht zur Entfaltung kommen ließ.„Die Frage ist jetzt, wie wir damit umgehen“, sagte Meier zum ersten Euphoriedämpfer in einer bis dahin so starken Saison. Spätestens das nächste Spitzenspiel gegen den noch ungeschlagenen Tabellendritten TuS Dielingen am 5. Dezember wird es zeigen. Der SVKT-Coach beschäftigt sich aber vorerst mit dem nächsten Gegner TuS Tengern II: „Heute dürfen wir trauern, aber nächste Woche müssen wir wieder da sein.“

Bezirksliga: Der letzte Schuss entscheidet - Lohe gewinnt Gipfeltreffen bei der SVKT glücklich 1:0

Die SVKT kam wie in dieser Szene mit Lennart und Jannis Springer sowie Eric Beims (von rechts) mit ihren Angriffen nicht durch. © Sebastian Külbel

Minden. Während die Gäste im Kreis tanzten und ihren Matchwinner Marlon Haeder in die Luft warfen, standen die Spieler der SV Kutenhausen-Todtenhausen ausgepumpt und konsterniert daneben. Eigentlich hatte alles im Gipfeltreffen der Fußball-Bezirksliga nach einem gerechten 0:0 ausgesehen, dann stach in der Nachspielzeit der Joker des TuS Lohe, der so als verlustpunktfreier Tabellenführer seinen ärgsten Verfolger distanzierte.

„So bitter kann Fußball manchmal sein“, sagte SVKT-Trainer nach dem unglücklichen Ende eines Spiels, das keinen Sieger verdient hatte. 90 Minuten lang hatten sich die beiden Top-Teams einen intensiven, aber in Sachen Torgefahr wenig ertragreichen Stellungskampf geliefert. Dann allerdings zog TuS-Trainer Lukas Dorn den richtigen Joker. Keine Viertelstunde nach seiner Einwechslung traf Marlon Haeder in der dritten Minute der Nachspielzeit per Abstauber zum Tor des Tages. Zuvor war Ricardo Squarra freigespielt worden, dessen Schuss SVKT-Torwart Noel Gramatte zwar noch parierte. Haeder schaltete jedoch am schnellsten und schaufelte den freien Ball ins Netz.

Der krachende Schlussakkord stellte das Geschehen zwar nicht auf den Kopf, passte aber nicht so ganz zu den Eindrücken des Spiels. Denn die Gastgeber waren zuvor klar die aktivere Mannschaft gewesen, brachten ihre Spielstärke aber nicht so zwingend auf den Platz wie sie es in dieser Saison schon gezeigt hatten. Das lag auch an den Lohern, die sich lange nur auf die Defensive konzentrierten. „Sie standen nur hinten drin und waren darauf bedacht, unser Spiel kaputt zu machen“, sagte Meier. Der Erfolg gab dem Spitzenreiter am Ende jedoch Recht.

Der enttäuschte Yannik Niermann musste den Lohern nach dem Schlusspfiff beim Feiern zusehen. - © Sebastian Külbel
Der enttäuschte Yannik Niermann musste den Lohern nach dem Schlusspfiff beim Feiern zusehen. - © Sebastian Külbel

Wenn die Gäste überhaupt einmal gefährlich wurden, war Squarra beteiligt. Kurz nach der Pause setzte er sich im Zweikampf durch, seinen Flachschuss parierte Gramatte jedoch (51.). In der Schlussphase fand Lohes Nummer zehn mit einer Flanke Dominik Flaake, der aber über das Tor schoss (81.). Die dritte gefährliche Aktion von Squarra endete dann mit dem Siegtor.

Auch die Kutenhauser Chancen konnte man an wenigen Fingern abzählen. In der starken Anfangsphase setzte Lamin Jammeh einen Kopfball knapp vorbei (6.) und ein Schuss von Kevin Dickhof wurde im Strafraum geblockt (9.). Yannik Niermann scheiterte in der 15. Minute mit einem Freistoß und einem Distanzschuss an Torwart Axel Benus.

Die meisten SVKT-Angriffe allerdings verfingen sich in der gut sortierten Loher Abwehr. Die Zweikämpfe blieben zwar hochintensiv, jedoch neutralisierten sich beide Mannschaften über weite Strecken. Als die Gastgeber dann doch einmal mit einer Kombination durchkamen, war Jannis Springer im Pech: Seinen ersten Versuch parierte Benus stark, Springer hielt seinen Kopf noch in den abgewehrten Ball, doch dieser flog am Tor vorbei (69.). „Das wäre es wohl gewesen“, meinte der SVKT-Sechser nach dem Spiel und gab sich trotz der Enttäuschung kämpferisch: „Nächste Woche geht es weiter, und Lohe wird auch noch Punkte lassen.“

Diese Einschätzung ließ das gestrige Topspiel durchaus zu, denn der Tabellenführer agierte spielerisch wenig zwingend, dafür aber überaus clever. Jens Meiers Mannschaft bekam dagegen ihre Stärken nicht auf den Platz, weil Lohe die SVKT-Spielfreude nicht zur Entfaltung kommen ließ.

„Die Frage ist jetzt, wie wir damit umgehen“, sagte Meier zum ersten Euphoriedämpfer in einer bis dahin so starken Saison. Spätestens das nächste Spitzenspiel gegen den noch ungeschlagenen Tabellendritten TuS Dielingen am 5. Dezember wird es zeigen. Der SVKT-Coach beschäftigt sich aber vorerst mit dem nächsten Gegner TuS Tengern II: „Heute dürfen wir trauern, aber nächste Woche müssen wir wieder da sein.“

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