Bezirksliga: Abnutzungskampf mit viel Herz - 1:1 zwischen Eisbergen und TuSPO Fabian Terwey Porta Westfalica. Das umkämpfte Derby endete mit aufmunterndem Abklatschen auf beiden Seiten. Während Schlusslicht TuS Petershagen-Ovenstädt mit dem 1:1 (0:0) in Eisbergen der erste Punkterfolg der Saison gelang, konnte sich der gastgebende FSC darüber freuen, nach zwei Siegen in Folge diesmal noch den späten Ausgleich erzielt zu haben. Rund 200 Zuschauer sahen am vierten Spieltag der Fußball-Bezirksliga einen Abnutzungskampf mit wenig Torchancen, aber viel Herz. „Für den neutralen Beobachter war das hier ein zähes Spiel“, räumte Eisbergens Trainer Carsten Korff ein: „Und wenn ich ehrlich bin, habe ich mit genau solch einem Spiel gerechnet. Die Erwartungshaltung bei uns im Umfeld war groß. Am Ende geht das Ergebnis in Ordnung. Der TuSPO hatte aber kämpferisch die Nase vorn.“ TuSPO-Trainer Jan Frederik Finger lobte sein Team: „Ich fand, wir waren besser. Ärgerlich, dass wir dann durch diesen blöden Elfmeter den Ausgleich kassieren.“ Mit viel Engagement gingen beide Mannschaften von Beginn an zu Werke. Das aggressive Pressing und der Rasenplatz verhinderten jedoch darüber hinaus Kombinationsfußball. Stattdessen prägten neben dem Kampf lange Bälle und Fehlpässe das Gesamtbild. „Unser Rasen ist besser als er aussieht“, sagte Korff über das heimische Geläuf. Und auch Finger meinte: „Die vielen technischen Fehler waren eher dem Platz als den Fähigkeiten der Spieler geschuldet.“ In der ereignisarmen ersten Halbzeit hatte Nico Rohleder die beste Chance. Doch der freigespielte TuSPO-Angreifer verzog aus zehn Metern neben das Tor (15.). Auf der anderen Seite fischte TuSPO-Torwart Leonard Kiel einen Schuss von Jan Nolting aus dem kurzen Eck (40.). „Aus dem Spiel heraus haben wir fast nichts zugelassen“, sagte Finger: „Nach vorne fehlte der letzte Pass. Bis zum Sechzehner haben wir es gut gemacht. Bei hundertprozentiger Chancenverwertung hätten wir durch Nico schon in Führung liegen müssen.“ Stattdessen schlug der Angreifer im zweiten Durchgang zu. In der unverändert ausgeglichenen Partie köpfte Rohleder den TuSPO nach einer Ecke von Tobias Horstmeier in Führung (68.). Während sich die Eisberger von diesem Rückstand erst einmal erholen mussten, bekamen die Gäste leichtes Übergewicht. Korff: „Bei uns waren Unkonzentriertheiten im Spiel. Der TuSPO war gierig. In der Vergangenheit haben wir solche Spiele auch schonmal verloren. Der Handelfmeter kam für uns aus heiterem Himmel. Ein verunglückter Eckball von Eisbergens Jan Nolting sprang TuSPO-Außen Justin Schubert im eigenen Strafraum unglücklich an den ausgestreckten Arm. „Es war ein Elfmeter. Das war offensichtlich“, kommentierte Schubert selbst, während Finger sagte: „Kein Vorwurf an ihn. Das kann passieren.“ Eisbergens zuvor eingewechselter Stürmer Sören Borchert schnappte sich umgehend nach der Szene den Ball und verwandelte vom Punkt zum 1:1-Ausgleich (86.). Die entfachte Euphorie konnten die Eisberger allerdings nicht mehr dazu nutzen, um das Spiel zu drehen. Einen sich senkenden Schuss von Fabien Steinmann lenkte TuSPO-Torwart Kiel noch über seinen Kasten. „Auf der anderen Seite wird Jannik Kaltofen noch halb umgetreteten. Da hätten wir in der Nachspielzeit noch einen Elfmeter bekommen können“, sagte Finger: „Nach der langen Durststrecke bin ich aber erstmal froh über jeden Punkt. Ich hoffe jetzt, dass wir diese Leistung von heute auch dauerhaft abrufen können.“ Eisbergen - Petershagen-Ovenstädt 1:1 (0:0). FSC Eisbergen: Christian Witthaus - Matthias Hinz, Kolepke (82. Steinmann), Carsten Hinz, Malte Nolting, Fehrmann (72. Korfesmeier), Tim Witthaus, Mohme, Jan Nolting, Oelmann, Fiebich (65. Borchert). TuS Petershagen-Ovenstädt: Kiel - Heine, Marvin Kaltofen, Dorgeloh, Schubert, Wesemann, Kollhorst, Jannik Kaltofen, Rohleder (90.+2 Lohaus), Wiegmann (67. Breves), Horstmeier (69. Bredemeier). Tore: 0:1 Rohleder (68.), 1:1 Borchert (86., Handelfmeter).

Bezirksliga: Abnutzungskampf mit viel Herz - 1:1 zwischen Eisbergen und TuSPO

Enges Derby: Eisbergens Niklas Fehrmann (Mitte) versucht, mit Ball am Fuß am Gegenspieler vom TuS Petershagen-Ovenstädt vorbeizukommen. Tim-Lukas Wiegmann (links) bedrängt ihn von hinten. © MT-Foto: Fabian Terwey

Porta Westfalica. Das umkämpfte Derby endete mit aufmunterndem Abklatschen auf beiden Seiten. Während Schlusslicht TuS Petershagen-Ovenstädt mit dem 1:1 (0:0) in Eisbergen der erste Punkterfolg der Saison gelang, konnte sich der gastgebende FSC darüber freuen, nach zwei Siegen in Folge diesmal noch den späten Ausgleich erzielt zu haben. Rund 200 Zuschauer sahen am vierten Spieltag der Fußball-Bezirksliga einen Abnutzungskampf mit wenig Torchancen, aber viel Herz.

„Für den neutralen Beobachter war das hier ein zähes Spiel“, räumte Eisbergens Trainer Carsten Korff ein: „Und wenn ich ehrlich bin, habe ich mit genau solch einem Spiel gerechnet. Die Erwartungshaltung bei uns im Umfeld war groß. Am Ende geht das Ergebnis in Ordnung. Der TuSPO hatte aber kämpferisch die Nase vorn.“ TuSPO-Trainer Jan Frederik Finger lobte sein Team: „Ich fand, wir waren besser. Ärgerlich, dass wir dann durch diesen blöden Elfmeter den Ausgleich kassieren.“

Eisbergens Trainer Carsten Korff sah ein „zähes Spiel“. - © MT-Foto: Fabian Terwey
Eisbergens Trainer Carsten Korff sah ein „zähes Spiel“. - © MT-Foto: Fabian Terwey

Mit viel Engagement gingen beide Mannschaften von Beginn an zu Werke. Das aggressive Pressing und der Rasenplatz verhinderten jedoch darüber hinaus Kombinationsfußball. Stattdessen prägten neben dem Kampf lange Bälle und Fehlpässe das Gesamtbild. „Unser Rasen ist besser als er aussieht“, sagte Korff über das heimische Geläuf. Und auch Finger meinte: „Die vielen technischen Fehler waren eher dem Platz als den Fähigkeiten der Spieler geschuldet.“

TuSPO-Trainer Jan Frederik Finger ärgerte der Handelfmeter. - © MT-Foto: Fabian Terwey
TuSPO-Trainer Jan Frederik Finger ärgerte der Handelfmeter. - © MT-Foto: Fabian Terwey

In der ereignisarmen ersten Halbzeit hatte Nico Rohleder die beste Chance. Doch der freigespielte TuSPO-Angreifer verzog aus zehn Metern neben das Tor (15.). Auf der anderen Seite fischte TuSPO-Torwart Leonard Kiel einen Schuss von Jan Nolting aus dem kurzen Eck (40.). „Aus dem Spiel heraus haben wir fast nichts zugelassen“, sagte Finger: „Nach vorne fehlte der letzte Pass. Bis zum Sechzehner haben wir es gut gemacht. Bei hundertprozentiger Chancenverwertung hätten wir durch Nico schon in Führung liegen müssen.“ Stattdessen schlug der Angreifer im zweiten Durchgang zu. In der unverändert ausgeglichenen Partie köpfte Rohleder den TuSPO nach einer Ecke von Tobias Horstmeier in Führung (68.).

Während sich die Eisberger von diesem Rückstand erst einmal erholen mussten, bekamen die Gäste leichtes Übergewicht. Korff: „Bei uns waren Unkonzentriertheiten im Spiel. Der TuSPO war gierig. In der Vergangenheit haben wir solche Spiele auch schonmal verloren. Der Handelfmeter kam für uns aus heiterem Himmel. Ein verunglückter Eckball von Eisbergens Jan Nolting sprang TuSPO-Außen Justin Schubert im eigenen Strafraum unglücklich an den ausgestreckten Arm. „Es war ein Elfmeter. Das war offensichtlich“, kommentierte Schubert selbst, während Finger sagte: „Kein Vorwurf an ihn. Das kann passieren.“ Eisbergens zuvor eingewechselter Stürmer Sören Borchert schnappte sich umgehend nach der Szene den Ball und verwandelte vom Punkt zum 1:1-Ausgleich (86.).

Die entfachte Euphorie konnten die Eisberger allerdings nicht mehr dazu nutzen, um das Spiel zu drehen. Einen sich senkenden Schuss von Fabien Steinmann lenkte TuSPO-Torwart Kiel noch über seinen Kasten. „Auf der anderen Seite wird Jannik Kaltofen noch halb umgetreteten. Da hätten wir in der Nachspielzeit noch einen Elfmeter bekommen können“, sagte Finger: „Nach der langen Durststrecke bin ich aber erstmal froh über jeden Punkt. Ich hoffe jetzt, dass wir diese Leistung von heute auch dauerhaft abrufen können.“

Eisbergen - Petershagen-Ovenstädt 1:1 (0:0).

FSC Eisbergen: Christian Witthaus - Matthias Hinz, Kolepke (82. Steinmann), Carsten Hinz, Malte Nolting, Fehrmann (72. Korfesmeier), Tim Witthaus, Mohme, Jan Nolting, Oelmann, Fiebich (65. Borchert).

TuS Petershagen-Ovenstädt: Kiel - Heine, Marvin Kaltofen, Dorgeloh, Schubert, Wesemann, Kollhorst, Jannik Kaltofen, Rohleder (90.+2 Lohaus), Wiegmann (67. Breves), Horstmeier (69. Bredemeier). Tore: 0:1 Rohleder (68.), 1:1 Borchert (86., Handelfmeter).

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