Bestandsaufnahme: Kaoa Aosman soll Union Mindens Angriff führen Sebastian Külbel Minden. Sportlich lief auch bei Union Minden in der langen Corona-Pause seit Ende Oktober wenig. Organisatorisch hat der Verein derweil die Chance genutzt, um sich mit den beiden Geschäftsführern Marcel Todte und Luca Dahlhoff (MT berichtete) neu aufzustellen. Und auch im Kader gibt es kleinere Bewegungen. Wechselspiele In Torwart Jannik Späth (TuS SW Enzen) und Can Metin Moelle (FT Dützen) verzeichnet der Fußball-A-Kreisligist bislang lediglich zwei Abgänge im Kader – ungewöhnlich für ein Team, das in den Jahren zuvor viel Personalfluktuation erlebt hat. „Das zeugt vielleicht auch davon, dass die Jungs zufrieden sind. Wir wollen langfristig etwas aufbauen, eine Mannschaft formen und diese nur punktuell verstärken“, skizziert Trainer Tim Meyer den auf Konstanz ausgelegten Plan. Als Königstransfer auf diesem Weg darf Kaoa Aosman gelten, der vom niedersächsischen Landesligisten VfR Evesen zu Union zurückkehrt, wo er schon von 2015 bis 2017 spielte. „Er bringt die nötige Erfahrung und Qualität mit, um unsere sehr junge Offensive führen zu können“, sagt Meyer. Mit Torwart Dennis Schmidt, der vom TuS Lahde/Quetzen kommt, hat der Coach zudem eine weitere wichtige Lücke geschlossen: „Er passt menschlich und sportlich sehr gut zu uns und wird sich mit Amin Dbouk den Kampf um die Nummer eins liefern.“ Dritter Zugang ist Malek Rezkou, dessen Bruder Maikel bereits zum Kader gehört. Der Defensiv-Allrounder spielte in der Jugend der SV Eidinghausen-Werste, pausierte aber zuletzt zwei Jahre. Ganz abgeschlossen sind Meyers Planungen damit noch nicht, „es sind noch zwei, drei Gespräche offen“. Übungseinheiten Gemeinsames Training kam für Tim Meyer angesichts der Pandemie-Entwicklung in den vorigen Monaten nicht in Frage: „Ich fand es unpassend, in dieser Situation auf den Platz zu gehen und glaube auch, dass diese Übungen auf Abstand wenig bringen. Es gab wichtigere Dinge als Fußball.“ Das jedoch wird sich in der kommenden Woche ändern, wenn Union wieder ins Athletiktraining einsteigt – gemeinsam. „Das kann man auf Abstand ja gut machen“, meint der Coach. Intensiver werden soll es mit fußballtaktischen Einheiten erst sechs Wochen vor dem Saisonstart, der momentan Mitte August erwartet wird. Bis dahin soll aber die körperliche Basis gelegt sein. In den vorigen Wochen blieb es dagegen beim Appell des Trainers: „Wir haben mit einer Running-App die Meter gemessen, aber ich habe den Jungs freie Hand gelassen. Sie machen das schließlich nicht für mich, sondern für sich selbst.“ Teamgeist „Das hat am meisten gefehlt, einfach mit den Jungs zusammensitzen und ein bisschen Quatsch reden“, sagt Tim Meyer über die langen Corona-Monate. Zwar traf sich die Mannschaft hin und wieder zum Zoom-Meeting, doch der persönliche Kontakt soll das Teamgefüge jetzt schnell wieder stärken. „Da waren wir auf einem guten Weg, haben auch mal zusammen eine Kiste Bier getrunken und lange nach dem Training zusammengesessen“, schildert Meyer. Auch deshalb schaut er bei der Kaderzusammenstellung genau hin: „Wir wollen Typen holen, die das auch so leben.“ Infrastruktur Neben der Installierung der beiden neuen Geschäftsführer geht es bei Union auch auf weiteren Feldern voran. Kürzlich wurde mit Home Deluxe ein neuer Hauptsponsor für die Männer- und die Jugendmannschaften der JSG Minden präsentiert. Der Verein bemüht sich um mehr Präsenz in den sozialen Medien sowie ein einheitliches Erscheinungsbild inklusive Ausrüstervertrag. Und auch die Homepage steht vor einer Überarbeitung.

Bestandsaufnahme: Kaoa Aosman soll Union Mindens Angriff führen

Königstransfer: Kaoa Aosman spielte bereits von 2015 bis 2017 bei Union Minden und kehrt nun vom VfR Evesen zurück. MT-Archivfoto: Sebastian Külbel © Sebastian Külbel

Minden. Sportlich lief auch bei Union Minden in der langen Corona-Pause seit Ende Oktober wenig. Organisatorisch hat der Verein derweil die Chance genutzt, um sich mit den beiden Geschäftsführern Marcel Todte und Luca Dahlhoff (MT berichtete) neu aufzustellen. Und auch im Kader gibt es kleinere Bewegungen.

Wechselspiele

In Torwart Jannik Späth (TuS SW Enzen) und Can Metin Moelle (FT Dützen) verzeichnet der Fußball-A-Kreisligist bislang lediglich zwei Abgänge im Kader – ungewöhnlich für ein Team, das in den Jahren zuvor viel Personalfluktuation erlebt hat. „Das zeugt vielleicht auch davon, dass die Jungs zufrieden sind. Wir wollen langfristig etwas aufbauen, eine Mannschaft formen und diese nur punktuell verstärken“, skizziert Trainer Tim Meyer den auf Konstanz ausgelegten Plan. Als Königstransfer auf diesem Weg darf Kaoa Aosman gelten, der vom niedersächsischen Landesligisten VfR Evesen zu Union zurückkehrt, wo er schon von 2015 bis 2017 spielte. „Er bringt die nötige Erfahrung und Qualität mit, um unsere sehr junge Offensive führen zu können“, sagt Meyer. Mit Torwart Dennis Schmidt, der vom TuS Lahde/Quetzen kommt, hat der Coach zudem eine weitere wichtige Lücke geschlossen: „Er passt menschlich und sportlich sehr gut zu uns und wird sich mit Amin Dbouk den Kampf um die Nummer eins liefern.“ Dritter Zugang ist Malek Rezkou, dessen Bruder Maikel bereits zum Kader gehört. Der Defensiv-Allrounder spielte in der Jugend der SV Eidinghausen-Werste, pausierte aber zuletzt zwei Jahre. Ganz abgeschlossen sind Meyers Planungen damit noch nicht, „es sind noch zwei, drei Gespräche offen“.

Übungseinheiten

Gemeinsames Training kam für Tim Meyer angesichts der Pandemie-Entwicklung in den vorigen Monaten nicht in Frage: „Ich fand es unpassend, in dieser Situation auf den Platz zu gehen und glaube auch, dass diese Übungen auf Abstand wenig bringen. Es gab wichtigere Dinge als Fußball.“ Das jedoch wird sich in der kommenden Woche ändern, wenn Union wieder ins Athletiktraining einsteigt – gemeinsam. „Das kann man auf Abstand ja gut machen“, meint der Coach. Intensiver werden soll es mit fußballtaktischen Einheiten erst sechs Wochen vor dem Saisonstart, der momentan Mitte August erwartet wird. Bis dahin soll aber die körperliche Basis gelegt sein. In den vorigen Wochen blieb es dagegen beim Appell des Trainers: „Wir haben mit einer Running-App die Meter gemessen, aber ich habe den Jungs freie Hand gelassen. Sie machen das schließlich nicht für mich, sondern für sich selbst.“

Teamgeist

„Das hat am meisten gefehlt, einfach mit den Jungs zusammensitzen und ein bisschen Quatsch reden“, sagt Tim Meyer über die langen Corona-Monate. Zwar traf sich die Mannschaft hin und wieder zum Zoom-Meeting, doch der persönliche Kontakt soll das Teamgefüge jetzt schnell wieder stärken. „Da waren wir auf einem guten Weg, haben auch mal zusammen eine Kiste Bier getrunken und lange nach dem Training zusammengesessen“, schildert Meyer. Auch deshalb schaut er bei der Kaderzusammenstellung genau hin: „Wir wollen Typen holen, die das auch so leben.“

Infrastruktur

Neben der Installierung der beiden neuen Geschäftsführer geht es bei Union auch auf weiteren Feldern voran. Kürzlich wurde mit Home Deluxe ein neuer Hauptsponsor für die Männer- und die Jugendmannschaften der JSG Minden präsentiert. Der Verein bemüht sich um mehr Präsenz in den sozialen Medien sowie ein einheitliches Erscheinungsbild inklusive Ausrüstervertrag. Und auch die Homepage steht vor einer Überarbeitung.

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