B-Jugend-Meister mit Schalke: Erst Hupkonzert, dann Titelfeier für Mindener Niklas Barthel Jörg Wehling Minden/Gelsenkirchen. Die Nacht vor dem Finale begann mit einem ohrenbetäubenden Hupkonzert, der darauffolgende Tag endete vor großer Kulisse mit einer Jubelfeier in Blau und Weiß. Der Mindener Nachwuchskicker Niklas Barthel ist Deutscher Fußball-Meister der B-Junioren mit dem FC Schalke 04 geworden. Der 17-Jähriger gewann vor gut 3000 Zuschauern im Gelsenkirchener Parkstadion das dramatische Finale gegen den VfB Stuttgart mit 3:2 im Elfmeterschießen. Nach regulärer Spielzeit und Verlängerung hatte es 1:1-Unentschieden gestanden. „Es fühlt sich noch immer richtig cool an, auch wenn man es noch nicht ganz glauben kann. Das wird sicher noch ein paar Tage dauern, bevor man begreift, was geschehen ist “, sagt der gebürtige Mindener, der bei der SV Kutenhausen-Todtenhausen das Fußballspielen lernte. Weil die Partie am Sonntagvormittag angesetzt war, bekam Barthel die Aufstiegsfeier der Schalker Profis am Abend zuvor hautnah mit. „Das Spiel habe ich im Fernsehen gesehen. Unser Internat liegt direkt an der Zufahrt zur Arena. Irgendwann habe ich mir Kopfhörer aufgesetzt, damit ich überhaupt schlafen konnte“, berichtet Barthel.Am Sonntag war der Abwehrspieler, der beidfüßig gleichgut schießen kann, aber hellwach, und spielte durch. „Es war ein umkämpftes Spiel. Ein bisschen Glück war sicher auch dabei“, sagt der Defensivspezialist. Einen Elfmeter schießen brauchte er aber nicht. „Ich wäre wohl einer der Letzten gewesen. Im Training waren meine Strafstöße wohl nicht so gut.“ Mitgefiebert auf der Tribüne haben fast zwei Dutzend Mindener, darunter seine Eltern Bianca und Christoph sowie seine Brüder Tim und Jannes. „Es war total aufregend. Manchmal mochte ich nicht mehr hinschauen“, sagte Bianca Barthel. Besonders Jannes hatte seinem Bruder die Daumen gedrückt. „Er ist der absolute Schalke-Fan und singt auch das Vereinslied“, erzählte Vater Christoph. Das musste Niklas nach der Siegerehrung gemeinsam mit seinen Mannschaftskameraden auf der Bühne der Geschäftsstelle vor Fans und Eltern singen. „Einigen hat es an Textsicherheit gefehlt“, fand Christoph Barthel. Feierfrei war am Montag für Niklas aber nicht. „Es ging ganz normal zur Schule. Die Lehrer und Klassenkameraden haben uns gratuliert“, sagt der 17-Jährige. Auch steht weiteres Training bis zu den Sommerferien an. Schließlich folgt das Westfalenpokal-Halbfinale gegen Angstgegner Preußen Münster. Am kommenden Wochenende spielt der frisch gebackene Deutsche Meister dann im Rahmen der Vereinsfreundschaft gegen den Nachwuchs des 1. FC Nürnberg. Erst danach dürfte Barthel Zeit haben, nach Minden zu fahren und aus erster Hand erzählen, wie das war mit dem Deutschen Meistertitel.

B-Jugend-Meister mit Schalke: Erst Hupkonzert, dann Titelfeier für Mindener Niklas Barthel

Die Meisterschale in der Hand hält Niklas Barthel Foto: privat

Minden/Gelsenkirchen. Die Nacht vor dem Finale begann mit einem ohrenbetäubenden Hupkonzert, der darauffolgende Tag endete vor großer Kulisse mit einer Jubelfeier in Blau und Weiß. Der Mindener Nachwuchskicker Niklas Barthel ist Deutscher Fußball-Meister der B-Junioren mit dem FC Schalke 04 geworden. Der 17-Jähriger gewann vor gut 3000 Zuschauern im Gelsenkirchener Parkstadion das dramatische Finale gegen den VfB Stuttgart mit 3:2 im Elfmeterschießen. Nach regulärer Spielzeit und Verlängerung hatte es 1:1-Unentschieden gestanden.

„Es fühlt sich noch immer richtig cool an, auch wenn man es noch nicht ganz glauben kann. Das wird sicher noch ein paar Tage dauern, bevor man begreift, was geschehen ist “, sagt der gebürtige Mindener, der bei der SV Kutenhausen-Todtenhausen das Fußballspielen lernte.

Weil die Partie am Sonntagvormittag angesetzt war, bekam Barthel die Aufstiegsfeier der Schalker Profis am Abend zuvor hautnah mit. „Das Spiel habe ich im Fernsehen gesehen. Unser Internat liegt direkt an der Zufahrt zur Arena. Irgendwann habe ich mir Kopfhörer aufgesetzt, damit ich überhaupt schlafen konnte“, berichtet Barthel.

Am Sonntag war der Abwehrspieler, der beidfüßig gleichgut schießen kann, aber hellwach, und spielte durch. „Es war ein umkämpftes Spiel. Ein bisschen Glück war sicher auch dabei“, sagt der Defensivspezialist. Einen Elfmeter schießen brauchte er aber nicht. „Ich wäre wohl einer der Letzten gewesen. Im Training waren meine Strafstöße wohl nicht so gut.“

Niklas Barthel (Mitte) mit seinen beiden Brüdern Jannes (links) und Tim. - © privat
Niklas Barthel (Mitte) mit seinen beiden Brüdern Jannes (links) und Tim. - © privat

Mitgefiebert auf der Tribüne haben fast zwei Dutzend Mindener, darunter seine Eltern Bianca und Christoph sowie seine Brüder Tim und Jannes. „Es war total aufregend. Manchmal mochte ich nicht mehr hinschauen“, sagte Bianca Barthel. Besonders Jannes hatte seinem Bruder die Daumen gedrückt. „Er ist der absolute Schalke-Fan und singt auch das Vereinslied“, erzählte Vater Christoph.

- © privat
© privat

Das musste Niklas nach der Siegerehrung gemeinsam mit seinen Mannschaftskameraden auf der Bühne der Geschäftsstelle vor Fans und Eltern singen. „Einigen hat es an Textsicherheit gefehlt“, fand Christoph Barthel.

Feierfrei war am Montag für Niklas aber nicht. „Es ging ganz normal zur Schule. Die Lehrer und Klassenkameraden haben uns gratuliert“, sagt der 17-Jährige. Auch steht weiteres Training bis zu den Sommerferien an. Schließlich folgt das Westfalenpokal-Halbfinale gegen Angstgegner Preußen Münster. Am kommenden Wochenende spielt der frisch gebackene Deutsche Meister dann im Rahmen der Vereinsfreundschaft gegen den Nachwuchs des 1. FC Nürnberg. Erst danach dürfte Barthel Zeit haben, nach Minden zu fahren und aus erster Hand erzählen, wie das war mit dem Deutschen Meistertitel.

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