Aus dem Hut gezaubert: RW Maaslingen holt Christian Schröer zurück Jörg Wehling Petershagen. Im bezahlten Fußball wäre diese Personalie wohl so etwas wie ein Königstransfer. Beim Landesligisten RW Maaslingen löst seine Verpflichtung für die kommende Saison zumindest ebenso grenzenlose Begeisterung aus. Nur, dass Christian Schröer freiwillig zurückkehrt zu dem Klub, der maßgeblich seine sportliche Entwicklung im Seniorenbereich prägte. Der 31-jährige Mittelfeldspieler ist zweimaliger Aufstiegsheld bei den Rot-Weißen und startete anschließend durch. In der Oberliga spielte Schröer für die U23-Mannschaft Arminia Bielefelds, wechselte dann zum FC Gütersloh, bevor er in den Vereinigten Staaten studierte und beruflich schließlich in Mannheim landete. „Es war nie mein Ziel in Mannheim zu bleiben, sondern nach Ostwestfalen zurückzukehren. Mein Arbeitgeber hat mir einen Homeoffice-Arbeitsvertrag gegeben, so dass ich hier wieder meinen Lebensmittelpunkt haben kann", sagt der RWM-Publikumsliebling. Eine Whatsapp-Nachricht und ein kurzes Gespräch mit Maaslingens Trainer Jan-Werner Schmitz genügten, um ihn von einem dritten Engagement zu überzeugen. „Es freuen sich alle in und um Maaslingen herum, dass er wieder für uns spielen wird", sagt Jan-Werner Schmitz über die Verpflichtung Schröers, den er bereits in der F-Jugend des TuS Petershagen-Ovenstädt trainiert hatte. Das Fußballspielen hat Schröer fernab der Heimat nie eingestellt. Zuerst auf A-Liga-Niveau und eine Saison später in der Landesliga beim VfL Neckarau schnürte er die Fußballschuhe – ziemlich erfolgreich bis zum Lockdown. Seine aktuelles Team rangiert ungeschlagen nach zehn Spieltagen auf Platz vier. Dabei wird es wohl bleiben. Als für Christian Schröer sicher war, dass es zurück nach Ostwestfalen gehen kann, wollte er auch wieder auf hohem Niveau Fußball spielen. „Für mich war klar, dass ich zuerst in Maaslingen anfrage. Schön, dass es geklappt hat. Schließlich waren die Kaderplanungen schon fast abgeschlossen." Positionstechnisch hat sich Schröer allerdings verändert. Anstatt offensiv die Außenbahn zu beackern, fühlt er sich nun im defensiven Mittelfeld auf der Sechser-Position besonders wohl. Von dort aus mag er es, das Spiel einer Mannschaft zu steuern. Begeistert ist natürlich Jan-Werner Schmitz: „Auch wenn wir bereits jetzt absolute Qualität im Kader haben, wird uns Christian auf ein anderes spielerisches Niveau heben können. Davon bin ich fest überzeugt", sagt der RWM-Trainer. Was seinen jüngsten Zugang auszeichnet, sind seine Führungsqualitäten und Erfahrung. „Da wird er unserer jungen Mannschaft weiterhelfen", ist sich Schmitz sicher. Was Schröer immer noch auszeichnet, ist auch sein unbändiger Ehrgeiz. „Ich kann schlecht verlieren. Und mir war auch wichtig, dass ich hier bei einem Verein spiele, der Ambitionen hat", sagt der IT-Spezialist, der wieder Petershagen wohnen wird. Dass Schröer erfolgshungrig ist, zeigt sich daran, was er mit seiner künftigen Mannschaft erreichen möchte – sofern Corona wieder sportliche Aktivitäten zulässt. „Ich habe mir den Kader der Mannschaft angeschaut. 70 Prozent der Jungs kenne ich noch aus meinem vorigen Engagement. Mit diesem Kader können wir um den Aufstieg spielen. Dazu stehe ich", sagt der Mittelfeldspieler. Explizit formuliert Jan-Werner Schmitz dieses Ziel zwar nicht. Er glaubt aber auch, dass es für einen der vorderen Plätze in Landesliga reichen kann. Mit 31 Jahren ist Schröer nun der älteste Feldspieler im Kader und der zweitälteste nach Torwart Christian Backenköhler. „Das macht mir überhaupt nichts aus. Ich bin top motiviert, fit und ich möchte noch etwas erreichen. Darauf freue ich mich einfach nur", sagt der RWM-Rückkehrer. Schröer ist Zugang Nummer vier bei den Maaslingern. Zuvor hat der Klub bereits Tim Möller (FC Bad Oeynhausen), Joshua Höhne (FT Dützen) und jüngst Ersan Keser (VfL Wolbeck) verpflichtet. Der Landesligist geht nun einem 24er-Kader inklusive drei Torhüter in die kommende Saison. Und auf diese freuen sich schon alle, besonders die, die es mit den Rot-Weißen aus Maaslingen und Christian Schröer halten.

Aus dem Hut gezaubert: RW Maaslingen holt Christian Schröer zurück

Unverkennbar in der Aufstiegssaison 2017/2018: Christian Schröer spielt den gegnerischen Torwart aus und schiebt ein ins leere Tor. Am Serienende veränderte sich der damalige Offensivspieler dann nach Mannheim. MT-Archivfoto: © Sebastian Külbel

Petershagen. Im bezahlten Fußball wäre diese Personalie wohl so etwas wie ein Königstransfer. Beim Landesligisten RW Maaslingen löst seine Verpflichtung für die kommende Saison zumindest ebenso grenzenlose Begeisterung aus. Nur, dass Christian Schröer freiwillig zurückkehrt zu dem Klub, der maßgeblich seine sportliche Entwicklung im Seniorenbereich prägte.

Der 31-jährige Mittelfeldspieler ist zweimaliger Aufstiegsheld bei den Rot-Weißen und startete anschließend durch. In der Oberliga spielte Schröer für die U23-Mannschaft Arminia Bielefelds, wechselte dann zum FC Gütersloh, bevor er in den Vereinigten Staaten studierte und beruflich schließlich in Mannheim landete. „Es war nie mein Ziel in Mannheim zu bleiben, sondern nach Ostwestfalen zurückzukehren. Mein Arbeitgeber hat mir einen Homeoffice-Arbeitsvertrag gegeben, so dass ich hier wieder meinen Lebensmittelpunkt haben kann", sagt der RWM-Publikumsliebling.

Eine Whatsapp-Nachricht und ein kurzes Gespräch mit Maaslingens Trainer Jan-Werner Schmitz genügten, um ihn von einem dritten Engagement zu überzeugen. „Es freuen sich alle in und um Maaslingen herum, dass er wieder für uns spielen wird", sagt Jan-Werner Schmitz über die Verpflichtung Schröers, den er bereits in der F-Jugend des TuS Petershagen-Ovenstädt trainiert hatte.

Das Fußballspielen hat Schröer fernab der Heimat nie eingestellt. Zuerst auf A-Liga-Niveau und eine Saison später in der Landesliga beim VfL Neckarau schnürte er die Fußballschuhe – ziemlich erfolgreich bis zum Lockdown. Seine aktuelles Team rangiert ungeschlagen nach zehn Spieltagen auf Platz vier. Dabei wird es wohl bleiben.

Als für Christian Schröer sicher war, dass es zurück nach Ostwestfalen gehen kann, wollte er auch wieder auf hohem Niveau Fußball spielen. „Für mich war klar, dass ich zuerst in Maaslingen anfrage. Schön, dass es geklappt hat. Schließlich waren die Kaderplanungen schon fast abgeschlossen."

Positionstechnisch hat sich Schröer allerdings verändert. Anstatt offensiv die Außenbahn zu beackern, fühlt er sich nun im defensiven Mittelfeld auf der Sechser-Position besonders wohl. Von dort aus mag er es, das Spiel einer Mannschaft zu steuern.

Begeistert ist natürlich Jan-Werner Schmitz: „Auch wenn wir bereits jetzt absolute Qualität im Kader haben, wird uns Christian auf ein anderes spielerisches Niveau heben können. Davon bin ich fest überzeugt", sagt der RWM-Trainer. Was seinen jüngsten Zugang auszeichnet, sind seine Führungsqualitäten und Erfahrung. „Da wird er unserer jungen Mannschaft weiterhelfen", ist sich Schmitz sicher.

Was Schröer immer noch auszeichnet, ist auch sein unbändiger Ehrgeiz. „Ich kann schlecht verlieren. Und mir war auch wichtig, dass ich hier bei einem Verein spiele, der Ambitionen hat", sagt der IT-Spezialist, der wieder Petershagen wohnen wird.

Dass Schröer erfolgshungrig ist, zeigt sich daran, was er mit seiner künftigen Mannschaft erreichen möchte – sofern Corona wieder sportliche Aktivitäten zulässt. „Ich habe mir den Kader der Mannschaft angeschaut. 70 Prozent der Jungs kenne ich noch aus meinem vorigen Engagement. Mit diesem Kader können wir um den Aufstieg spielen. Dazu stehe ich", sagt der Mittelfeldspieler. Explizit formuliert Jan-Werner Schmitz dieses Ziel zwar nicht. Er glaubt aber auch, dass es für einen der vorderen Plätze in Landesliga reichen kann.

Mit 31 Jahren ist Schröer nun der älteste Feldspieler im Kader und der zweitälteste nach Torwart Christian Backenköhler. „Das macht mir überhaupt nichts aus. Ich bin top motiviert, fit und ich möchte noch etwas erreichen. Darauf freue ich mich einfach nur", sagt der RWM-Rückkehrer.

Schröer ist Zugang Nummer vier bei den Maaslingern. Zuvor hat der Klub bereits Tim Möller (FC Bad Oeynhausen), Joshua Höhne (FT Dützen) und jüngst Ersan Keser (VfL Wolbeck) verpflichtet. Der Landesligist geht nun einem 24er-Kader inklusive drei Torhüter in die kommende Saison.

Und auf diese freuen sich schon alle, besonders die, die es mit den Rot-Weißen aus Maaslingen und Christian Schröer halten.

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