Auch Jugendfußball plädiert für Saisonabbruch - Kreise benennen Aufsteiger Kamen/Minden (mt/kül). Auch die Fußballjugend folgt dem Votum der Vereine. Der Verbands-Jugend-Ausschuss (VJA) des Fußball- und Leichtathletik-Verbandes Westfalen (FLVW) schlägt in seiner Empfehlung den Abbruch der Saison vor. Bis zum 9. Juni soll der Außerordentliche Verbandsjugendtag darüber entscheiden. „Bei der Umsetzung streben wir einen möglichst großen Einklang mit dem Seniorenfußball an. Dennoch haben wir im Kinder- und Jugendspielbetrieb altersspezifische Besonderheiten und unterschiedliche Spielsysteme zu berücksichtigen“, sagt FLVW-Vizepräsident Jugend Holger Bellinghoff. Im Falle des Saisonabbruchs soll es keine Absteiger geben. Das gilt jedoch nicht für zum Zeitpunkt der Unterbrechung am 13. März bereits zurückgezogene Mannschaften. Weil auch die Aufstiegsrunden zu den Bezirksligen entfallen, kann jeder Kreis pro Altersstufe einen Direktaufsteiger melden. Die Entscheidung fällt der Kreis-Jugend-Ausschuss. Dennoch sind die Aufstiegsregelungen kompliziert, denn hier sind Besonderheiten in der Spielklassenstruktur zu beachten: Grundsätzlich soll wie bei den Senioren die Quotientenregel angewendet werden. Auf Kreisebene sollen bei einer zweigeteilten Saison zudem die Spiele der Qualifikationsrunde staffelübergreifend gewertet werden. Das wäre im Fußballkreis Minden der Fall. Auch andere Ansätze sind jedoch möglich. So geht in Minden die Tendenz eher dahin, die Tabellen der Meisterrunden als Grundlage zu nehmen. Demnach haben die Spitzenreiter SV Kutenhausen-Todtenhausen (A-Junioren), JFV Lohe-Bad Oeynhausen II (B-Junioren) und JFV Lohe-Bad Oeynhausen (C-Junioren) gute Karten. „Entscheidungsspiele sind aufgrund der aktuellen Lage nicht möglich“, sagt Spielbetriebskoordinator Manfred Flake. Auch der Verband sieht keine zusätzliche Härtefallregelungen vor. Der direkte Aufstieg stelle bereits eine absolute Ausnahmeregelung im Jugendspielbetrieb dar, stellt Stefan Korweslühr, Koordinator Spielbetrieb im Verbands-Jugend-Ausschuss, klar.

Auch Jugendfußball plädiert für Saisonabbruch - Kreise benennen Aufsteiger

Auch bei der Jugend ruht seit Mitte März der Ball. MT- © Foto: Külbel

Kamen/Minden (mt/kül). Auch die Fußballjugend folgt dem Votum der Vereine. Der Verbands-Jugend-Ausschuss (VJA) des Fußball- und Leichtathletik-Verbandes Westfalen (FLVW) schlägt in seiner Empfehlung den Abbruch der Saison vor. Bis zum 9. Juni soll der Außerordentliche Verbandsjugendtag darüber entscheiden.

„Bei der Umsetzung streben wir einen möglichst großen Einklang mit dem Seniorenfußball an. Dennoch haben wir im Kinder- und Jugendspielbetrieb altersspezifische Besonderheiten und unterschiedliche Spielsysteme zu berücksichtigen“, sagt FLVW-Vizepräsident Jugend Holger Bellinghoff.

Im Falle des Saisonabbruchs soll es keine Absteiger geben. Das gilt jedoch nicht für zum Zeitpunkt der Unterbrechung am 13. März bereits zurückgezogene Mannschaften. Weil auch die Aufstiegsrunden zu den Bezirksligen entfallen, kann jeder Kreis pro Altersstufe einen Direktaufsteiger melden. Die Entscheidung fällt der Kreis-Jugend-Ausschuss.

Dennoch sind die Aufstiegsregelungen kompliziert, denn hier sind Besonderheiten in der Spielklassenstruktur zu beachten: Grundsätzlich soll wie bei den Senioren die Quotientenregel angewendet werden. Auf Kreisebene sollen bei einer zweigeteilten Saison zudem die Spiele der Qualifikationsrunde staffelübergreifend gewertet werden. Das wäre im Fußballkreis Minden der Fall. Auch andere Ansätze sind jedoch möglich.

So geht in Minden die Tendenz eher dahin, die Tabellen der Meisterrunden als Grundlage zu nehmen. Demnach haben die Spitzenreiter SV Kutenhausen-Todtenhausen (A-Junioren), JFV Lohe-Bad Oeynhausen II (B-Junioren) und JFV Lohe-Bad Oeynhausen (C-Junioren) gute Karten. „Entscheidungsspiele sind aufgrund der aktuellen Lage nicht möglich“, sagt Spielbetriebskoordinator Manfred Flake.

Auch der Verband sieht keine zusätzliche Härtefallregelungen vor. Der direkte Aufstieg stelle bereits eine absolute Ausnahmeregelung im Jugendspielbetrieb dar, stellt Stefan Korweslühr, Koordinator Spielbetrieb im Verbands-Jugend-Ausschuss, klar.

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