Abschied von „Butzer“ - SuS Wulferdingsen trauert um Erfolgstrainer Wilfried Horst Bad Oeynhausen (dik). Er war laut, er war emotional, er war ein Motivationskünstler, er polarisierte: Wilfried Horst, den alle nur als „Butzer“ kannten, dürfte einer der bekanntesten Fußballtrainer der Region gewesen sein. Ende des vergangenen Jahres aber verstummte der Wulferdingsener, der im Alter von 80 Jahren im Kreise ehemaliger Weggefährten verstarb. „Er war ein Vollblut-Trainer wie er im Buche stand“, erinnert sich Ex-Profi Dieter Pries an seine Zeit beim SuS Wulferdingsen. „Er war immer für die Mannschaft und die Spieler da, das war ein ehrlicher Typ und Arbeitstier“, beschreibt er seinen ehemaligen Coach. „Der beste Trainer, den ich hatte“, urteilte Norbert Horst, der einst für Wulferdingsen Tore schoss. Der Verstorbene spielte als Jugendlicher zunächst für die SG Volmerdingsen/Wulferdingsen, dann für den SuS Wulferdingsen, dem er auch bei den Senioren treu blieb, ehe es ihn zum VfL Mennighüffen zog. Aber „Butzer“ kehrte zu den „Wölfen“ zurück und hatte mit 42 Toren maßgeblichen Anteil am Aufstieg in die Bezirksklasse. Als Spieler war er danach noch mehrere Jahre bei der TSG Rehme aktiv, ehe er als Spielertrainer zum TuS Tengern wechselte.Weitere Trainerstationen erlebte „Butzer“ bei den FT Dützen, beim VfL Mennighüffen und bei der Spvg Hiddenhausen. Dann aber kehrte er heim – zum SuS Wulferdingsen, wo der damalige Hausmeister der örtlichen Grundschule etliche Jahre wirkte.Hier baute Horst eine starke Mannschaft auf, mit der es von der Kreisklasse nach oben ging. 1984 gelang sogar der Aufstieg in die Landesliga. Als das Team auseinanderfiel und zweimal abstieg, gelang Wilfried Horst das Kunststück, die „Wölfe“ erneut in die Landesliga zu führen.Im privaten Leben hatte der Verstorbene es dagegen nicht leicht, seine beiden Söhne starben noch vor ihm. Die letzten drei Jahre verbrachte er in einem Bad Oeynhausener Pflegeheim.

Abschied von „Butzer“ - SuS Wulferdingsen trauert um Erfolgstrainer Wilfried Horst

Bad Oeynhausen (dik). Er war laut, er war emotional, er war ein Motivationskünstler, er polarisierte: Wilfried Horst, den alle nur als „Butzer“ kannten, dürfte einer der bekanntesten Fußballtrainer der Region gewesen sein. Ende des vergangenen Jahres aber verstummte der Wulferdingsener, der im Alter von 80 Jahren im Kreise ehemaliger Weggefährten verstarb.

Trainer und Führungsspieler: Wilfried Horst (rechts) und Dieter Pries. Foto: - © Archiv
Trainer und Führungsspieler: Wilfried Horst (rechts) und Dieter Pries. Foto: - © Archiv

„Er war ein Vollblut-Trainer wie er im Buche stand“, erinnert sich Ex-Profi Dieter Pries an seine Zeit beim SuS Wulferdingsen. „Er war immer für die Mannschaft und die Spieler da, das war ein ehrlicher Typ und Arbeitstier“, beschreibt er seinen ehemaligen Coach. „Der beste Trainer, den ich hatte“, urteilte Norbert Horst, der einst für Wulferdingsen Tore schoss.

Der Verstorbene spielte als Jugendlicher zunächst für die SG Volmerdingsen/Wulferdingsen, dann für den SuS Wulferdingsen, dem er auch bei den Senioren treu blieb, ehe es ihn zum VfL Mennighüffen zog. Aber „Butzer“ kehrte zu den „Wölfen“ zurück und hatte mit 42 Toren maßgeblichen Anteil am Aufstieg in die Bezirksklasse. Als Spieler war er danach noch mehrere Jahre bei der TSG Rehme aktiv, ehe er als Spielertrainer zum TuS Tengern wechselte.

Weitere Trainerstationen erlebte „Butzer“ bei den FT Dützen, beim VfL Mennighüffen und bei der Spvg Hiddenhausen. Dann aber kehrte er heim – zum SuS Wulferdingsen, wo der damalige Hausmeister der örtlichen Grundschule etliche Jahre wirkte.

Hier baute Horst eine starke Mannschaft auf, mit der es von der Kreisklasse nach oben ging. 1984 gelang sogar der Aufstieg in die Landesliga. Als das Team auseinanderfiel und zweimal abstieg, gelang Wilfried Horst das Kunststück, die „Wölfe“ erneut in die Landesliga zu führen.

Im privaten Leben hatte der Verstorbene es dagegen nicht leicht, seine beiden Söhne starben noch vor ihm. Die letzten drei Jahre verbrachte er in einem Bad Oeynhausener Pflegeheim.

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