Kreispokal-Finale: RW Maaslingen feiert Titelverteidigung gegen SV Kutenhausen-Todtenhausen Minden (fat/mt). Mit strahlendem Siegerlächeln zogen die Maaslinger Spieler Hand in Hand in Richtung ihrer rot-weißen Fankurve. „Wir wollen die Mannschaft sehen", hatten die zahlreich mitgereisten Anhänger schon während der Siegerehrung auf den Platz gerufen. Die anschließende gemeinsame Laola war für RWM der krönende Abschluss in Hausberge. Vor 450 Zuschauern war dem Fußball-Landesligisten soeben die Titelverteidigung im Mindener Fußball-Kreispokal geglückt. Und damit auch die Qualifikation für den Westfalen-Pokal. Im Finale setzte sich die Mannschaft von Jan-Werner Schmitz am Donnerstag mit 3:1 (0:0) gegen den eine Klasse tiefer spielenden Bezirksligisten SV Kutenhausen-Todtenhausen durch. Doch das Finale war alles andere als ein Selbstläufer. Denn das stark aufspielende Außenseiterteam von Holger Sarres und Mario Heller lag noch bis in die Schlussphase vorne.„Das hatte ich mir eigentlich anders vorgestellt", sagte André Fuchs. Der RWM-Kapitän hatte kurz zuvor den silbernen Pokal in Empfang genommen. Eigentlich genau das richtige Geschenk zu seinem 28. Geburtstag am Finaltag. Doch es gab ein Aber. „Wir wollten auf andere Art und Weise gewinnen. Vielleicht sind wir nach unserem ersten Landesliga-Sieg ein bisschen zu leichtfertig mit dem Spiel umgegangen." Am vergangenen Sonntag war dem Absteiger durch das 2:0 in Bad Westernkotten der ersehnte erste Dreier im achten Spiel geglückt. „Mit dem Ergebnis bin ich zufrieden, mit dem Spiel nicht", analysierte auch RWM-Trainer Jan-Werner Schmitz etwas verhalten. „Dieses Finale heute war nicht gut anzusehen. Wir haben uns insbesondere in der ersten Halbzeit zu wenig bewegt und hatten zu viele leichtfertige Ballverluste. Das habe ich in der Halbzeitpause deutlich angemerkt. Erst nach dem 0:1 ist es besser geworden." Nachdem SVKT-Knipser Kevin Dickhof aus 16 Metern trocken eingeschlenzt hatte (53.), drehte RWM die Partie noch. Schmitz' Joker stachen. Jan-Christoph Thom fasste sich ein Herz und vollendete seinen fulminanten Alleingang durch die ansonsten dicht gestaffelten SVKT-Reihen. Sein satter Schuss von der Strafraumkante schlug zum 1:1 ein (75.). Der Torschütze war bereits in Halbzeit eins für Bastian Schreiber reingekommen (29.). Die Nummer 22 hatte sich im Spiel die Schulter ausgekugelt. Der in Halbzeit zwei für Etrit Cakici eingewechselte Rayk Sören Riechmann nutzte im SVKT-Strafraum einen abgefälschten Ball, um zum 2:1 einzudreschen (82.). „Ich habe die ganze Zeit daran geglaubt, dass wir das Spiel drehen können", sagte Schmitz. Nachdem Kutenhausen-Todtenhausen im Drängen auf den Ausgleich aufgemacht hatte, zirkelte Kürsat Celik aus dem Strafraumeck noch zum 3:1 ein (90. +3). Die Nummer 11 war zuvor für Philipp Rusteberg gekommen (55.). Beim Spielstand von 3:1 blieb es und so erinnerte der Verlauf an das Zweitrundenduell beider Kontrahenten in der Vorsaison. Selbes Ergebnis, selbe Torabfolge. „Es war aber etwas anders, weil wir damals früher in Führung gegangen sind", stellte Trainer Holger Sarres klar. „Wir hatten bei ein, zwei Aktionen auch Glück, dass wir nicht das 0:1 kassiert haben. Aber wenn wir das 2:0 gemacht hätten, wäre es interessant geworden. Ein Riesending durch Kevin Dickhof hatten wir ja." Der Torjäger hatte RWM-Keeper Karsten Römbke beim Stand von 1:0 schon umkurvt. Sein Abschluss im Rückwärtsfallen ging jedoch über den Kasten. Dickhofs ersten Alleingang aufs Tor hatte Maaslingens Keeper in Halbzeit eins noch selbst spektakulär entschärft. „Ich habe den Winkel verkürzt, hatte aber auch ein wenig Glück dabei", kommentierte Römbke. Auch auf der anderen Seite vereitelte SVKT-Torwart Noel Gramatte einige Chancen – einmal mit eingesprungener Parade gegen Qendrim Krasniqi. Eine letzte Hürde hatte Maaslingen noch nach dem Abpfiff zu nehmen. Der Fanbus am Bergsportplatz war zugeparkt. Erst etwas später als geplant konnte es zum Feiern auf den eigenen Sportplatz gehen. Und Schmitz war sich sicher: „Die Freude über den Sieg kommt da schon noch." RW Maaslingen: Römbke - Waltke, Meyer, Franzmeier, A. Fuchs, Cakici (63. Riechmann), Schreiber (29. Thom), Boga, Agirman (46. Krasniqi), Rusteberg (55. Celik), Rode. SV Kutenhausen-Todtenhausen: Gramatte - L. Springer, Radomski, Beims, Penningroth (46. Brakemann), J. Springer, Simonyan (63. Girgo), Bruse, Rolfes (78. Dewald), Dickhof, Niermann. Tore: 0:1 Dickhof (53.), 1:1 Thom (75.), 2:1 Riechmann (82.), 3:1 Celik (90. +3).

Kreispokal-Finale: RW Maaslingen feiert Titelverteidigung gegen SV Kutenhausen-Todtenhausen

Rot-Weiß Maaslingen feiert. Der Fußball-Landesligist gewann am Donnerstag den Mindener Kreispokal. MT-Foto: Fabian Terwey © MT-Foto: Fabian Terwey

Minden (fat/mt). Mit strahlendem Siegerlächeln zogen die Maaslinger Spieler Hand in Hand in Richtung ihrer rot-weißen Fankurve. „Wir wollen die Mannschaft sehen", hatten die zahlreich mitgereisten Anhänger schon während der Siegerehrung auf den Platz gerufen. Die anschließende gemeinsame Laola war für RWM der krönende Abschluss in Hausberge. Vor 450 Zuschauern war dem Fußball-Landesligisten soeben die Titelverteidigung im Mindener Fußball-Kreispokal geglückt. Und damit auch die Qualifikation für den Westfalen-Pokal. Im Finale setzte sich die Mannschaft von Jan-Werner Schmitz am Donnerstag mit 3:1 (0:0) gegen den eine Klasse tiefer spielenden Bezirksligisten SV Kutenhausen-Todtenhausen durch. Doch das Finale war alles andere als ein Selbstläufer. Denn das stark aufspielende Außenseiterteam von Holger Sarres und Mario Heller lag noch bis in die Schlussphase vorne.

„Das hatte ich mir eigentlich anders vorgestellt", sagte André Fuchs. Der RWM-Kapitän hatte kurz zuvor den silbernen Pokal in Empfang genommen. Eigentlich genau das richtige Geschenk zu seinem 28. Geburtstag am Finaltag. Doch es gab ein Aber. „Wir wollten auf andere Art und Weise gewinnen. Vielleicht sind wir nach unserem ersten Landesliga-Sieg ein bisschen zu leichtfertig mit dem Spiel umgegangen." Am vergangenen Sonntag war dem Absteiger durch das 2:0 in Bad Westernkotten der ersehnte erste Dreier im achten Spiel geglückt. „Mit dem Ergebnis bin ich zufrieden, mit dem Spiel nicht", analysierte auch RWM-Trainer Jan-Werner Schmitz etwas verhalten. „Dieses Finale heute war nicht gut anzusehen. Wir haben uns insbesondere in der ersten Halbzeit zu wenig bewegt und hatten zu viele leichtfertige Ballverluste. Das habe ich in der Halbzeitpause deutlich angemerkt. Erst nach dem 0:1 ist es besser geworden."

Nachdem SVKT-Knipser Kevin Dickhof aus 16 Metern trocken eingeschlenzt hatte (53.), drehte RWM die Partie noch. Schmitz' Joker stachen. Jan-Christoph Thom fasste sich ein Herz und vollendete seinen fulminanten Alleingang durch die ansonsten dicht gestaffelten SVKT-Reihen. Sein satter Schuss von der Strafraumkante schlug zum 1:1 ein (75.). Der Torschütze war bereits in Halbzeit eins für Bastian Schreiber reingekommen (29.). Die Nummer 22 hatte sich im Spiel die Schulter ausgekugelt. Der in Halbzeit zwei für Etrit Cakici eingewechselte Rayk Sören Riechmann nutzte im SVKT-Strafraum einen abgefälschten Ball, um zum 2:1 einzudreschen (82.). „Ich habe die ganze Zeit daran geglaubt, dass wir das Spiel drehen können", sagte Schmitz. Nachdem Kutenhausen-Todtenhausen im Drängen auf den Ausgleich aufgemacht hatte, zirkelte Kürsat Celik aus dem Strafraumeck noch zum 3:1 ein (90. +3). Die Nummer 11 war zuvor für Philipp Rusteberg gekommen (55.).

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Beim Spielstand von 3:1 blieb es und so erinnerte der Verlauf an das Zweitrundenduell beider Kontrahenten in der Vorsaison. Selbes Ergebnis, selbe Torabfolge. „Es war aber etwas anders, weil wir damals früher in Führung gegangen sind", stellte Trainer Holger Sarres klar. „Wir hatten bei ein, zwei Aktionen auch Glück, dass wir nicht das 0:1 kassiert haben. Aber wenn wir das 2:0 gemacht hätten, wäre es interessant geworden. Ein Riesending durch Kevin Dickhof hatten wir ja."

Der Torjäger hatte RWM-Keeper Karsten Römbke beim Stand von 1:0 schon umkurvt. Sein Abschluss im Rückwärtsfallen ging jedoch über den Kasten. Dickhofs ersten Alleingang aufs Tor hatte Maaslingens Keeper in Halbzeit eins noch selbst spektakulär entschärft. „Ich habe den Winkel verkürzt, hatte aber auch ein wenig Glück dabei", kommentierte Römbke. Auch auf der anderen Seite vereitelte SVKT-Torwart Noel Gramatte einige Chancen – einmal mit eingesprungener Parade gegen Qendrim Krasniqi.

Eine letzte Hürde hatte Maaslingen noch nach dem Abpfiff zu nehmen. Der Fanbus am Bergsportplatz war zugeparkt. Erst etwas später als geplant konnte es zum Feiern auf den eigenen Sportplatz gehen. Und Schmitz war sich sicher: „Die Freude über den Sieg kommt da schon noch."

RW Maaslingen: Römbke - Waltke, Meyer, Franzmeier, A. Fuchs, Cakici (63. Riechmann), Schreiber (29. Thom), Boga, Agirman (46. Krasniqi), Rusteberg (55. Celik), Rode.

SV Kutenhausen-Todtenhausen: Gramatte - L. Springer, Radomski, Beims, Penningroth (46. Brakemann), J. Springer, Simonyan (63. Girgo), Bruse, Rolfes (78. Dewald), Dickhof, Niermann.

Tore: 0:1 Dickhof (53.), 1:1 Thom (75.), 2:1 Riechmann (82.), 3:1 Celik (90. +3).

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