Dramatische Entwicklung: Hüllhorster Ehepaar sucht nach Hausbrand neues Zuhause Ingrun Waschneck Hüllhorst-Ahlsen (nw). „Es ist schön hier und alle sind sehr nett zu uns, aber wir hätten auch gerne wieder ein Zuhause", sagt Eberhard Böttger. Seit dem Brand des Hauses in Bröderhausen am 17. Juni, in dem sie Mieter waren, wohnt er mit seiner Frau Yuam im Hotel Wiehen-Therme. „Gerne würden wir in Hüllhorst bleiben, denn wegen eines Schlaganfalles und einer Unterschenkelamputation bin ich hier im Haus in Behandlung", sagt der 74-Jährige. Eine kleine Wohnung mit zwei bis drei Zimmern wäre schön. „Wichtig ist, dass sie im Erdgeschoss liegt", sagt Yuam Böttger. Denn ihr Mann ist zurzeit auf einen Rollstuhl angewiesen. Auch eine möblierte Wohnung käme infrage. „Das einzige, was wir aus dem Haus retten konnten, waren unsere Papiere und ein paar Kochtöpfe", sagt Eberhard Böttger. Alles andere sei nicht mehr brauchbar gewesen. Freunde und Bekannte, aber auch die Gruppe „Helfer vor Ort (HvO) Hüllhorst" und die Facebook-Gruppe „Du kommst aus Hüllhorst, wenn ..." unterstützen das Ehepaar bei seiner Wohnungssuche. „Ich habe schon mehrere Wohnungen rausgesucht, warte jetzt auf Rückmeldungen der Vermieter oder Hausverwaltungen", sagt Michael Kasche, Mitglied der Gruppe HvO. Kommen Besichtigungstermine zustande, holt er die Böttgers ab und bringt sie hin. Ehrenamtliche bringen das Ehepaar zu Besichtigungen Kasche hält zudem telefonischen Kontakt mit den Eheleuten, „damit sie, was die Wohnungssuche angeht, immer auf dem neuesten Stand sind." Wenn das Ehepaar eine Wohnung gefunden habe, „gibt es in der Gruppe einen weiteren Aufruf mit der Bitte um Möbel und Haushaltsgegenstände", beschreibt Michael Kasche das weitere Vorgehen. Auch ein guter Freund der Böttgers, Volker Lücking, versucht zu helfen. „Ich habe auf Facebook bereits dreimal die Situation der beiden geschildert und hoffe sehr, dass wir bald etwas für sie finden", sagt Lücking. Zwischenzeitlich hilft er, wo er kann. „Ich bringe Herrn Böttger zu Arztterminen, habe auch schon notwendige Hilfsmittel besorgt", beschreibt er. Auch bei der Beantragung einer Pflegestufe habe er ihn unterstützt. Allen ist wichtig, dass Yuam und Eberhard Böttger bald wieder eine eigene Bleibe haben. „Deshalb versuchen wir, alle Kanäle auszunutzen", sagt Michael Kasche. Gemeinde übernahm drei Tage Kosten für Unterbringung Weil das Haus unbewohnbar ist – der komplette Dachstuhl ist abgebrannt, die Decken zum Teil eingestürzt – wurde das Ehepaar vom Ordnungsamt der Gemeinde im Hotel Wiehen-Therme untergebracht. „Es ist unsere Aufgabe, kurzfristig für eine Unterkunft zu sorgen, wenn es keine andere Möglichkeit gibt", sagte Peter Lücking vom Fachbereich Bürger auf Nachfrage der NW. Die ersten drei Tage habe die Gemeinde die Kosten übernommen, berichtet der Fachbereichsleiter. „Auch wenn es jetzt für uns als Ordnungsamt nicht mehr unsere Aufgabe ist, versuchen wir, Lösungen zu finden", betont Peter Lücking. Der Brand des Einfamilienhausese an der Großenberkener Straße war Mitte Juni durch einen Defekt in der Dunstabzugshaube entstanden. Durch das beherzte Eingreifen einer anwesenden Mitarbeiterin eines Pflegedienstes sowie der Nachbarn konnte Schlimmeres vermieden werden. Sie brachten das Ehepaar in sicherer Entfernung auf eine Wiese, wo es von Feuerwehr und Nachbarn versorgt wurde. „Beim Haus haben inzwischen die Abrissarbeiten begonnen", weiß Böttger. Wer helfen möchte, kann sich wenden an: Michael Kasche, Tel. (01 73) 2 81 40 60, oder Volker Lücking, Tel. (01 76) 47 19 99 64.

Dramatische Entwicklung: Hüllhorster Ehepaar sucht nach Hausbrand neues Zuhause

Zurzeit leben Eberhard und Yuam Böttger noch im Hotel Wiehentherme. © Ingrun Waschneck

Hüllhorst-Ahlsen (nw). „Es ist schön hier und alle sind sehr nett zu uns, aber wir hätten auch gerne wieder ein Zuhause", sagt Eberhard Böttger. Seit dem Brand des Hauses in Bröderhausen am 17. Juni, in dem sie Mieter waren, wohnt er mit seiner Frau Yuam im Hotel Wiehen-Therme.

„Gerne würden wir in Hüllhorst bleiben, denn wegen eines Schlaganfalles und einer Unterschenkelamputation bin ich hier im Haus in Behandlung", sagt der 74-Jährige. Eine kleine Wohnung mit zwei bis drei Zimmern wäre schön. „Wichtig ist, dass sie im Erdgeschoss liegt", sagt Yuam Böttger. Denn ihr Mann ist zurzeit auf einen Rollstuhl angewiesen. Auch eine möblierte Wohnung käme infrage. „Das einzige, was wir aus dem Haus retten konnten, waren unsere Papiere und ein paar Kochtöpfe", sagt Eberhard Böttger. Alles andere sei nicht mehr brauchbar gewesen.

Nichts mehr zu retten: Das Haus an der Großenberkener Straße, in dem das Ehepaar zur Miete wohnte, wird abgerissen. - © Ingrun Waschneck
Nichts mehr zu retten: Das Haus an der Großenberkener Straße, in dem das Ehepaar zur Miete wohnte, wird abgerissen. - © Ingrun Waschneck

Freunde und Bekannte, aber auch die Gruppe „Helfer vor Ort (HvO) Hüllhorst" und die Facebook-Gruppe „Du kommst aus Hüllhorst, wenn ..." unterstützen das Ehepaar bei seiner Wohnungssuche. „Ich habe schon mehrere Wohnungen rausgesucht, warte jetzt auf Rückmeldungen der Vermieter oder Hausverwaltungen", sagt Michael Kasche, Mitglied der Gruppe HvO. Kommen Besichtigungstermine zustande, holt er die Böttgers ab und bringt sie hin.

Ehrenamtliche bringen das Ehepaar zu Besichtigungen

Kasche hält zudem telefonischen Kontakt mit den Eheleuten, „damit sie, was die Wohnungssuche angeht, immer auf dem neuesten Stand sind." Wenn das Ehepaar eine Wohnung gefunden habe, „gibt es in der Gruppe einen weiteren Aufruf mit der Bitte um Möbel und Haushaltsgegenstände", beschreibt Michael Kasche das weitere Vorgehen.

Auch ein guter Freund der Böttgers, Volker Lücking, versucht zu helfen. „Ich habe auf Facebook bereits dreimal die Situation der beiden geschildert und hoffe sehr, dass wir bald etwas für sie finden", sagt Lücking. Zwischenzeitlich hilft er, wo er kann. „Ich bringe Herrn Böttger zu Arztterminen, habe auch schon notwendige Hilfsmittel besorgt", beschreibt er. Auch bei der Beantragung einer Pflegestufe habe er ihn unterstützt.

Allen ist wichtig, dass Yuam und Eberhard Böttger bald wieder eine eigene Bleibe haben. „Deshalb versuchen wir, alle Kanäle auszunutzen", sagt Michael Kasche.

Gemeinde übernahm drei Tage Kosten für Unterbringung

Weil das Haus unbewohnbar ist – der komplette Dachstuhl ist abgebrannt, die Decken zum Teil eingestürzt – wurde das Ehepaar vom Ordnungsamt der Gemeinde im Hotel Wiehen-Therme untergebracht. „Es ist unsere Aufgabe, kurzfristig für eine Unterkunft zu sorgen, wenn es keine andere Möglichkeit gibt", sagte Peter Lücking vom Fachbereich Bürger auf Nachfrage der NW. Die ersten drei Tage habe die Gemeinde die Kosten übernommen, berichtet der Fachbereichsleiter. „Auch wenn es jetzt für uns als Ordnungsamt nicht mehr unsere Aufgabe ist, versuchen wir, Lösungen zu finden", betont Peter Lücking.

Der Brand des Einfamilienhausese an der Großenberkener Straße war Mitte Juni durch einen Defekt in der Dunstabzugshaube entstanden. Durch das beherzte Eingreifen einer anwesenden Mitarbeiterin eines Pflegedienstes sowie der Nachbarn konnte Schlimmeres vermieden werden. Sie brachten das Ehepaar in sicherer Entfernung auf eine Wiese, wo es von Feuerwehr und Nachbarn versorgt wurde. „Beim Haus haben inzwischen die Abrissarbeiten begonnen", weiß Böttger.

Wer helfen möchte, kann sich wenden an: Michael Kasche, Tel. (01 73) 2 81 40 60, oder Volker Lücking, Tel. (01 76) 47 19 99 64.

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