Minden

ABGESAGT: Zwei Komödien und eine spektakuläre Tanzgruppe aus den USA im Stadttheater

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Mathias Herrmann (links) und Raphael Christoph Grosch in einer Szene aus „4.000 Tage“. Foto: pr/Dietrich Dettmann - © Ernst Liszewski Gelsenkirchen
Mathias Herrmann (links) und Raphael Christoph Grosch in einer Szene aus „4.000 Tage“. Foto: pr/Dietrich Dettmann (© Ernst Liszewski Gelsenkirchen)

Minden. Amnesie und Autismus: Zwei durchaus ernsten Themen kann sich das Publikum in der kommenden Woche auf eine eher heitere Art und Weise in den beiden Komödien „4.000 Tage“ und „Tanzstunde“ nähern. Und am Dienstag, 17. März präsentiert das Stadttheater, Tonhallenstraße 3, abermals eine Tanzstunde. Dieses Mal aber im wahrsten Sinne des Wortes mit der „Philadelphia Dance Company“, eine der weltweit anerkanntesten All-Black-Dance- Companys.

Die Theaterwoche startet am Freitag, 13. März um 20 Uhr mit dem Stück „4.000 Tage“. Es geht um die Frage: Was ist Erinnerung? Die Handlung beschränkt sich auf drei Personen. Seit drei Wochen liegt Michael im Koma. Am Krankenbett wachen sein Lebensgefährte Paul und seine Mutter Carol. Beide sind sich aufgrund einer tiefen Abneigung in den vergangenen Jahren aus dem Weg gegangen, genauer gesagt an den zurückliegenden 4.000 Tagen, seit denen Michael und Paul ein Paar sind. Nun verbindet sie die Sorge um Michaels Gesundheit und nun sind sie zur Auseinandersetzung mit dem „anderen“ Menschen in Michaels Leben gezwungen.

Als Michael aus dem Koma erwacht, sind ihm sämtliche Erinnerungen an die letzten elf Jahre verloren gegangen. Der Kampf um die Deutungshoheit über die verloren gegangene Zeit beginnt.

In der Komödie „Tanzstunde“ muss Ever Montgomery (Oliver Mommsen) für eine Preisverleihung dringend tanzen lernen. Allerdings verabscheut er jeglichen Körperkontakt, denn der Professor für Geowissenschaften leidet unter dem Asperger-Syndrom, einer speziellen Form des Autismus. Seine Nachbarin Senga Quinn (Tanja Wedhorn) ist Tänzerin, doch nach einer Beinverletzung ist fraglich, ob sie in ihrem Leben jemals wieder tanzen kann. Also bietet Ever ihr für eine Tanzstunde 2153 Dollar. Senga zögert, doch schließlich siegt die Neugier und sie beginnen mit dem Unterricht. Schnell entwickeln sich zwischen dem ungleichen Paar absurde Situationen als es um erste Berührungen geht, die beim Tanzen unvermeidlich sind. Das berührende Stück über einsame Seelen ist eine Produktion des Berliner Theaters am Kurfürstendamm und wird Samstag, 14. März um 20 Uhr aufgeführt.

Seit 1970 tourt die Philadelphia Dance Company durch die Welt. Am Dienstag, 17. März um 20 Uhr setzt das „PHILADANCO“ seine tänzerischen und sozialen Maßstäbe in Minden. Für ihr Engagement erhielt die Gründerin Joan Myers Brown die Medal of Arts aus den Händen von Barack Obama.

Karten sind an der Abendkasse und bei express-Ticketservice, Obermarktstraße 26 - 30 erhältlich.

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MindenABGESAGT: Zwei Komödien und eine spektakuläre Tanzgruppe aus den USA im StadttheaterMinden. Amnesie und Autismus: Zwei durchaus ernsten Themen kann sich das Publikum in der kommenden Woche auf eine eher heitere Art und Weise in den beiden Komödien „4.000 Tage“ und „Tanzstunde“ nähern. Und am Dienstag, 17. März präsentiert das Stadttheater, Tonhallenstraße 3, abermals eine Tanzstunde. Dieses Mal aber im wahrsten Sinne des Wortes mit der „Philadelphia Dance Company“, eine der weltweit anerkanntesten All-Black-Dance- Companys. Die Theaterwoche startet am Freitag, 13. März um 20 Uhr mit dem Stück „4.000 Tage“. Es geht um die Frage: Was ist Erinnerung? Die Handlung beschränkt sich auf drei Personen. Seit drei Wochen liegt Michael im Koma. Am Krankenbett wachen sein Lebensgefährte Paul und seine Mutter Carol. Beide sind sich aufgrund einer tiefen Abneigung in den vergangenen Jahren aus dem Weg gegangen, genauer gesagt an den zurückliegenden 4.000 Tagen, seit denen Michael und Paul ein Paar sind. Nun verbindet sie die Sorge um Michaels Gesundheit und nun sind sie zur Auseinandersetzung mit dem „anderen“ Menschen in Michaels Leben gezwungen. Als Michael aus dem Koma erwacht, sind ihm sämtliche Erinnerungen an die letzten elf Jahre verloren gegangen. Der Kampf um die Deutungshoheit über die verloren gegangene Zeit beginnt. In der Komödie „Tanzstunde“ muss Ever Montgomery (Oliver Mommsen) für eine Preisverleihung dringend tanzen lernen. Allerdings verabscheut er jeglichen Körperkontakt, denn der Professor für Geowissenschaften leidet unter dem Asperger-Syndrom, einer speziellen Form des Autismus. Seine Nachbarin Senga Quinn (Tanja Wedhorn) ist Tänzerin, doch nach einer Beinverletzung ist fraglich, ob sie in ihrem Leben jemals wieder tanzen kann. Also bietet Ever ihr für eine Tanzstunde 2153 Dollar. Senga zögert, doch schließlich siegt die Neugier und sie beginnen mit dem Unterricht. Schnell entwickeln sich zwischen dem ungleichen Paar absurde Situationen als es um erste Berührungen geht, die beim Tanzen unvermeidlich sind. Das berührende Stück über einsame Seelen ist eine Produktion des Berliner Theaters am Kurfürstendamm und wird Samstag, 14. März um 20 Uhr aufgeführt. Seit 1970 tourt die Philadelphia Dance Company durch die Welt. Am Dienstag, 17. März um 20 Uhr setzt das „PHILADANCO“ seine tänzerischen und sozialen Maßstäbe in Minden. Für ihr Engagement erhielt die Gründerin Joan Myers Brown die Medal of Arts aus den Händen von Barack Obama. Karten sind an der Abendkasse und bei express-Ticketservice, Obermarktstraße 26 - 30 erhältlich.