Minden

OWL Kammerphilharmonie tritt in der Marienkirche auf: Es lebe das Schlagzeug

veröffentlicht

Mal was anderes: „Viva Schlagzeug“ hat die OWL Kammerphilharmonie ihr Konzert genannt. - © Foto: pr
Mal was anderes: „Viva Schlagzeug“ hat die OWL Kammerphilharmonie ihr Konzert genannt. (© Foto: pr)

Minden (mt). „Viva Schlagzeug“ heißt das Motto des Konzerts der Kammerphilharmonie OWL am Samstag, 30. November. Beginn ist um 18 Uhr in der Marienkirche. Bereits um 17 Uhr gibt es eine Konzerteinführung mit dem Mindener Musikwissenschaftler Udo Stephan Köhne.

Es lebe das Schlagzeug: Werke von Wolfgang Amadeus Mozart und Joseph Haydn, die mit viel Trommeln und Pauken besetzt sind, präsentiert die OWL Kammerphilharmonie an diesem Abend. Dazu steht das Konzert für Marimba und Streicher des Zeitgenossen Emmanuel Sejourne auf dem Programm und ein reines Schlagzeugwerk von Iannis Xenakis, das durch seine außergewöhnliche Besetzung besticht. Das Konzert wird geleitet von Naoko Grünberg-Sakai. Sie wurde 1980 in Nagoya (Japan) geboren und studierte von 1998 bis 2002 Musikpädagogik an der Universität Hiroshima. Seitdem arbeitet sie als freischaffende Chorleiterin und Sängerin. Inzwischen hat sie die Nordwestdeutsche Philharmonie, die Bergischen Sinfoniker, das WDR Rundfunkorchester, die Nationale Philharmonie Moldawien und die Philharmonie Hiroshima dirigiert. Seit Oktober 2018 hat Grünberg-Sakai eine Gastprofessur an der Universität Hiroshima.

Marimbasolist ist der Japaner Fumito Nunoya, der jüngst auch mit einer CD-Aufnahme des Werkes Furore machte.

Eröffnet wird das Konzert mit Mozarts „Serenata notturna“ KV 239, in der die Pauke eine wichtige Rolle spielt. Dann ist Emmanuel Sejournes Konzert für Marimba und Streicher von 2004 zu hören, das inzwischen zu einem der beliebtesten Stücke des Marimba-Repertoires geworden ist. Spätromantik mischt sich hier mit Jazz: ein sehr melodisches Werk, das dem Schlaginstrument die Themen überlässt.

Ein reines Trommelwerk folgt: „Peaux“ des musikalischen Einzelgängers Iannis Xenakis, der jenseits von Stilen und Moden ganz eigene unverwechselbare Werke komponierte. „Peaux“ ist für sechs Schlagzeuger, die insgesamt 45 Instrumente bedienen. Ein auch optisch beeindruckendes Erlebnis, dieser Komposition zu folgen. Haydns Militärsinfonie beschließt das Programm. Hier kommt eine ungewöhnlich starke Schlagzeugabteilung zur Schilderung des Militärischen zum Einsatz. Die drastischen instrumentatorischen Effekte haben dem Werk stets eine besondere Popularität gesichert. Tatsächlich aber ist Haydns Sinfonie Nr. 100 nicht die Verherrlichung des Krieges, sondern als Anti-Militär-Sinfonie zu verstehen.

Copyright © Mindener Tageblatt 2019
Texte und Fotos von MT.de sind urheberrechtlich geschützt.
Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Chefredaktion.

Kommentare

Das Kommentieren ist nur mit einem Abo oder Tagespass möglich.

MindenOWL Kammerphilharmonie tritt in der Marienkirche auf: Es lebe das SchlagzeugMinden (mt). „Viva Schlagzeug“ heißt das Motto des Konzerts der Kammerphilharmonie OWL am Samstag, 30. November. Beginn ist um 18 Uhr in der Marienkirche. Bereits um 17 Uhr gibt es eine Konzerteinführung mit dem Mindener Musikwissenschaftler Udo Stephan Köhne. Es lebe das Schlagzeug: Werke von Wolfgang Amadeus Mozart und Joseph Haydn, die mit viel Trommeln und Pauken besetzt sind, präsentiert die OWL Kammerphilharmonie an diesem Abend. Dazu steht das Konzert für Marimba und Streicher des Zeitgenossen Emmanuel Sejourne auf dem Programm und ein reines Schlagzeugwerk von Iannis Xenakis, das durch seine außergewöhnliche Besetzung besticht. Das Konzert wird geleitet von Naoko Grünberg-Sakai. Sie wurde 1980 in Nagoya (Japan) geboren und studierte von 1998 bis 2002 Musikpädagogik an der Universität Hiroshima. Seitdem arbeitet sie als freischaffende Chorleiterin und Sängerin. Inzwischen hat sie die Nordwestdeutsche Philharmonie, die Bergischen Sinfoniker, das WDR Rundfunkorchester, die Nationale Philharmonie Moldawien und die Philharmonie Hiroshima dirigiert. Seit Oktober 2018 hat Grünberg-Sakai eine Gastprofessur an der Universität Hiroshima. Marimbasolist ist der Japaner Fumito Nunoya, der jüngst auch mit einer CD-Aufnahme des Werkes Furore machte. Eröffnet wird das Konzert mit Mozarts „Serenata notturna“ KV 239, in der die Pauke eine wichtige Rolle spielt. Dann ist Emmanuel Sejournes Konzert für Marimba und Streicher von 2004 zu hören, das inzwischen zu einem der beliebtesten Stücke des Marimba-Repertoires geworden ist. Spätromantik mischt sich hier mit Jazz: ein sehr melodisches Werk, das dem Schlaginstrument die Themen überlässt. Ein reines Trommelwerk folgt: „Peaux“ des musikalischen Einzelgängers Iannis Xenakis, der jenseits von Stilen und Moden ganz eigene unverwechselbare Werke komponierte. „Peaux“ ist für sechs Schlagzeuger, die insgesamt 45 Instrumente bedienen. Ein auch optisch beeindruckendes Erlebnis, dieser Komposition zu folgen. Haydns Militärsinfonie beschließt das Programm. Hier kommt eine ungewöhnlich starke Schlagzeugabteilung zur Schilderung des Militärischen zum Einsatz. Die drastischen instrumentatorischen Effekte haben dem Werk stets eine besondere Popularität gesichert. Tatsächlich aber ist Haydns Sinfonie Nr. 100 nicht die Verherrlichung des Krieges, sondern als Anti-Militär-Sinfonie zu verstehen.