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Theater kennt kein Alter: Neues Format für Senioren beginnt zu dem Ballett „Schwanensee“

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Am Sonntag tanzt das Rumänische Staatsballett „Schwanensee“. Zuvor startet das Angebot Theatergold. Foto: pr - © www.danielandrei.ro
Am Sonntag tanzt das Rumänische Staatsballett „Schwanensee“. Zuvor startet das Angebot Theatergold. Foto: pr (© www.danielandrei.ro)

Minden (mt). Ihre Visionen wurden zum Leitbild für ganze Generationen. Als Nonne, Autorin von bedeutenden theologischen Werken, als Naturwissenschaftlerin, Ärztin und Komponistin wurde Hildegard von Bingen zu einer der größten geistlichen Autoritäten des mittelalterlichen Europa. Was trieb diese Frau an? Dieser Frage widmet sich das Schauspiel „Hildegard von Bingen – Die Visionärin“ am Donnerstag, 21. November, im Stadttheater. Beginn ist um 20 Uhr. Die Einführung beginnt um 19.30 Uhr. Die Zuschauer erwartet ein psychedelisches Mysterienspiel: Die Theaterlust-Produktion zieht das Publikum mit Video-Projektionen und Choreographien in den Bann.

Ein furios-musikalischer Theaterabend von und mit Dominique Horwitz schließt sich am Freitag, 22. November, um 20 Uhr an. Er bringt seine „Me and the Devil“-Band mit nach Minden. John Gays „The Beggar’s Opera“ ist die Vorlage zum Welterfolg „Die Dreigroschenoper“ (1928). Das bekannteste und bis heute am meisten gecoverte Stück ist: „Und der Haifisch, der hat Zähne…“.

Dem alten Stoff wird nun eine Frischzellenkur verordnet, die die Verhältnisse unserer Zeit hinterfragt. Dazu entführen die Beteiligten das Publikum in das Jahr 2071:

Längst hat China nach dem Zusammenbruch der Europäischen Union die alten Weltmächte an den Rand der Bedeutungslosigkeit gedrängt. Doch wie verhalten sich die Menschen in dieser neuen Zeit? Diesen und anderen Fragen geht Horwitz nach, untermalt das Sittengemälde dieser neuen Welt mit bekannten Songs. Horwitz gewinnt den Brecht-Texten neue Denkdimensionen ab.

Die neue Reihe „Theatergold – Theater kennt kein Alter“ beginnt am Sonntag, 24. November, um 16 Uhr zu dem Ballett „Schwanensee“. Die Vorstellung beginnt um 18 Uhr. Es handelt sich um ein Kooperationsprojekt von Theater und Treffpunkt Johanniskirchhof, das auch älteren Leuten den Besuch von kulturellen Veranstaltungen ermöglichen soll. Bis Mai sind vier Termine geplant.

„Voraussetzung ist die Teilnahme an allen vier Terminen, um ein Gruppengefühl entstehen zu lassen und genug Zeit des Kennenlernens zu haben“, heißt es in der Ankündigung. Ein Eigenanteil von zehn Euro pro Teilnehmer und Veranstaltungstag ist im Voraus selbst zu finanzieren. Zu den vier Terminen treffen sich zwölf Interessierte zum Theaterbesuch. Vor der Aufführung gibt es Workshops und Führungen inklusive Kaffee und Kuchen. Nach der Vorstellung besteht die Möglichkeit, bei einem Glas Wein über das Stück zu sprechen.

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MindenTheater kennt kein Alter: Neues Format für Senioren beginnt zu dem Ballett „Schwanensee“Minden (mt). Ihre Visionen wurden zum Leitbild für ganze Generationen. Als Nonne, Autorin von bedeutenden theologischen Werken, als Naturwissenschaftlerin, Ärztin und Komponistin wurde Hildegard von Bingen zu einer der größten geistlichen Autoritäten des mittelalterlichen Europa. Was trieb diese Frau an? Dieser Frage widmet sich das Schauspiel „Hildegard von Bingen – Die Visionärin“ am Donnerstag, 21. November, im Stadttheater. Beginn ist um 20 Uhr. Die Einführung beginnt um 19.30 Uhr. Die Zuschauer erwartet ein psychedelisches Mysterienspiel: Die Theaterlust-Produktion zieht das Publikum mit Video-Projektionen und Choreographien in den Bann. Ein furios-musikalischer Theaterabend von und mit Dominique Horwitz schließt sich am Freitag, 22. November, um 20 Uhr an. Er bringt seine „Me and the Devil“-Band mit nach Minden. John Gays „The Beggar’s Opera“ ist die Vorlage zum Welterfolg „Die Dreigroschenoper“ (1928). Das bekannteste und bis heute am meisten gecoverte Stück ist: „Und der Haifisch, der hat Zähne…“. Dem alten Stoff wird nun eine Frischzellenkur verordnet, die die Verhältnisse unserer Zeit hinterfragt. Dazu entführen die Beteiligten das Publikum in das Jahr 2071: Längst hat China nach dem Zusammenbruch der Europäischen Union die alten Weltmächte an den Rand der Bedeutungslosigkeit gedrängt. Doch wie verhalten sich die Menschen in dieser neuen Zeit? Diesen und anderen Fragen geht Horwitz nach, untermalt das Sittengemälde dieser neuen Welt mit bekannten Songs. Horwitz gewinnt den Brecht-Texten neue Denkdimensionen ab. Die neue Reihe „Theatergold – Theater kennt kein Alter“ beginnt am Sonntag, 24. November, um 16 Uhr zu dem Ballett „Schwanensee“. Die Vorstellung beginnt um 18 Uhr. Es handelt sich um ein Kooperationsprojekt von Theater und Treffpunkt Johanniskirchhof, das auch älteren Leuten den Besuch von kulturellen Veranstaltungen ermöglichen soll. Bis Mai sind vier Termine geplant. „Voraussetzung ist die Teilnahme an allen vier Terminen, um ein Gruppengefühl entstehen zu lassen und genug Zeit des Kennenlernens zu haben“, heißt es in der Ankündigung. Ein Eigenanteil von zehn Euro pro Teilnehmer und Veranstaltungstag ist im Voraus selbst zu finanzieren. Zu den vier Terminen treffen sich zwölf Interessierte zum Theaterbesuch. Vor der Aufführung gibt es Workshops und Führungen inklusive Kaffee und Kuchen. Nach der Vorstellung besteht die Möglichkeit, bei einem Glas Wein über das Stück zu sprechen.