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Multitalent Jon Flemming Olsen kommt ins Fort A

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Jon Flemming Olsen ist ein vielseitiger Musiker, der mit Konventionen bricht. Fotos (2): pr/Jonson
Jon Flemming Olsen ist ein vielseitiger Musiker, der mit Konventionen bricht. Fotos (2): pr/Jonson

Minden (mt). Keine Frage: Jon Flemming Olsen ist nicht nur ein exzellenter Sänger und Multiinstrumentalist, er schreibt nicht nur schöne Lieder ganz ohne Anbiederung und Schmalz. Er ist dazu auch noch ein feinsinniger Entertainer und Geschichtenerzähler. Davon kann sich das Publikum am Donnerstag, 8. August, ab 20 Uhr im Fort A überzeugen.

Über sein letztes Album sagt selbst der große Reinhard Mey: „Ich wünschte, es gäbe noch Radiostationen, die so etwas spielen.“ Und Olli Schulz findet: „Jon Flemming Olsen ist ein fantastischer Musiker.“ Das klingt schon mal gut. Aber – wer genau ist der Mann? Seit nunmehr 13 Jahren gibt der Hamburger in der preisgekrönten WDR-Serie „Dittsche – das wirklich wahre Leben“ Olli Dittrichs kongenialen Counterpart „Ingo“. Dass der TV-Imbisswirt eigentlich Musiker ist, fiel der Öffentlichkeit erst durch seine Teilnahme mit „Texas Lightning“ am Eurovision Song Contest sowie dem Nummer-1-Hit „No No Never“ auf. Doch bevor Star-Rummel zu groß wurde, entließ sich Olsen selbst aus der von ihm gegründeten Band und nahm eine musikalische Auszeit.

Offenbar eine wichtige Findungsphase. Denn 2014 kehrte er mit „Immer wieder weiter“, seinem ersten Soloalbum, zurück – ohne Cowboyhut und auf Deutsch. 2017 folgte mit „Von ganz allein“ sozusagen der musikalische Freischwimmer. Erstmals stammten Songs und Texte ausschließlich aus seiner Feder.

Rund hundert Auftritte in Clubs, Theatern, auf Kleinkunstbühnen, Festivals und in Wohnzimmern spielte Olsen in den letzten zwei Jahren – alle komplett solo, auch eine Premiere. „Erst durch das viele live Spielen lernt man die eigenen Songs so richtig kennen“, meint Olsen.

„Eigentlich schade, dass sie zu dem Zeitpunkt normalerweise schon fertig aufgenommen sind.“ Aus genau diesem Grund wird das Multitalent für sein nächstes Album mit der normalen Routine „Erst CD-Veröffentlichung, dann Tour“ brechen und den Spieß umdrehen.

Die Songs, die erst gegen Ende 2019 auf Tonträger das Licht der Welt erblicken werden, wird Olsens Konzertpublikum vorher bereits live erleben können. Jetzt schon lässt sich sagen: die neuen Lieder werden noch poetischer, noch persönlicher. Nicht nur noch dichter dran an der Person des Künstlers, sondern auch am Zeitgeschehen.

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MindenMultitalent Jon Flemming Olsen kommt ins Fort AMinden (mt). Keine Frage: Jon Flemming Olsen ist nicht nur ein exzellenter Sänger und Multiinstrumentalist, er schreibt nicht nur schöne Lieder ganz ohne Anbiederung und Schmalz. Er ist dazu auch noch ein feinsinniger Entertainer und Geschichtenerzähler. Davon kann sich das Publikum am Donnerstag, 8. August, ab 20 Uhr im Fort A überzeugen. Über sein letztes Album sagt selbst der große Reinhard Mey: „Ich wünschte, es gäbe noch Radiostationen, die so etwas spielen.“ Und Olli Schulz findet: „Jon Flemming Olsen ist ein fantastischer Musiker.“ Das klingt schon mal gut. Aber – wer genau ist der Mann? Seit nunmehr 13 Jahren gibt der Hamburger in der preisgekrönten WDR-Serie „Dittsche – das wirklich wahre Leben“ Olli Dittrichs kongenialen Counterpart „Ingo“. Dass der TV-Imbisswirt eigentlich Musiker ist, fiel der Öffentlichkeit erst durch seine Teilnahme mit „Texas Lightning“ am Eurovision Song Contest sowie dem Nummer-1-Hit „No No Never“ auf. Doch bevor Star-Rummel zu groß wurde, entließ sich Olsen selbst aus der von ihm gegründeten Band und nahm eine musikalische Auszeit. Offenbar eine wichtige Findungsphase. Denn 2014 kehrte er mit „Immer wieder weiter“, seinem ersten Soloalbum, zurück – ohne Cowboyhut und auf Deutsch. 2017 folgte mit „Von ganz allein“ sozusagen der musikalische Freischwimmer. Erstmals stammten Songs und Texte ausschließlich aus seiner Feder. Rund hundert Auftritte in Clubs, Theatern, auf Kleinkunstbühnen, Festivals und in Wohnzimmern spielte Olsen in den letzten zwei Jahren – alle komplett solo, auch eine Premiere. „Erst durch das viele live Spielen lernt man die eigenen Songs so richtig kennen“, meint Olsen. „Eigentlich schade, dass sie zu dem Zeitpunkt normalerweise schon fertig aufgenommen sind.“ Aus genau diesem Grund wird das Multitalent für sein nächstes Album mit der normalen Routine „Erst CD-Veröffentlichung, dann Tour“ brechen und den Spieß umdrehen. Die Songs, die erst gegen Ende 2019 auf Tonträger das Licht der Welt erblicken werden, wird Olsens Konzertpublikum vorher bereits live erleben können. Jetzt schon lässt sich sagen: die neuen Lieder werden noch poetischer, noch persönlicher. Nicht nur noch dichter dran an der Person des Künstlers, sondern auch am Zeitgeschehen.