21 Grad am Wochenende: Was ist während der Corona-Krise erlaubt?

Lukas Brekenkamp

Symbolbild: Am Wochenende hält der Frühsommer Einzug in NRW. - © Pixabay
Symbolbild: Am Wochenende hält der Frühsommer Einzug in NRW. (© Pixabay)

Bielefeld (nw). Rosige Aussichten für das Wochenende in NRW: Der Deutsche Wetterdienst rechnet am Samstag mit Höchsttemperaturen von 11 bis 15 Grad, am Sonntag sogar mit Höchstwerten zwischen 17 und 21 Grad – dazu eine ordentliche Portion Sonnenschein. Viele Menschen wird es bei den sommerlichen Temperaturen nach draußen ziehen. Doch was ist überhaupt in Corona-Zeiten erlaubt?

Das wichtigste vorab: Natürlich muss noch immer die Verordnung zur Eindämmung des Coronavirus beachtet werden. Darauf weist auch NRW-Innenminister Herbert Reul (CDU) hin. Mit Blick auf das Wochenende appelliert er an die Bevölkerung, besonders beliebte Ausflugsziele zu meiden. „Es sollten nicht alle dahin fahren, wo alle hinfahren", sagte er – zum Beispiel in Köln und Düsseldorf an den Rhein. Auch in OWL sollte man dementsprechend die „Hot-Spots" meiden. Sonst gebe es neue Probleme mit fehlendem Abstand und zu engem Kontakt.

Grill darf zuhause angeworfen werden

Bei sommerlichen Temperaturen dürften viele bereits Fleisch und Kohle eingekauft haben – doch ist Grillen überhaupt erlaubt? Grundsätzlich ja. An öffentlichen Plätzen ist es jedoch untersagt, ebenso das Picknicken. Heißt: Zuhause kann der Grill natürlich angeworfen werden. In der Verordnung wird derweil nur geregelt, dass maximal zwei Personen – mit Ausnahme von Familien – zusammen in die Öffentlichkeit dürfen. Auch Spaziergänge sind nur zu zweit erlaubt, genau wie Autofahrten. Ausnahmen gelten auch hier für Familien.

Auf dem eigenen Grundstück sieht das ganz anders aus. Demnach könnte man Zuhause mit Freunden und Bekannten grillen, auch Geburtstagsfeiern im „gewöhnlichen Umfang" sind zumindest nicht untersagt – allerdings sollte man sich auch hier den Appell vor Augen führen, im privaten Bereich soziale Kontakte vorerst zu reduzieren, um das Risiko einer Verbreitung des Virus zu minimieren.

Eis auf die Hand? Mit Regeln!

Restaurants, Kneipen, Bars und auch Eisdielen – sie alle mussten ihren Betrieb wegen der Verordnung einstellen. Ausgenommen ist hier jedoch die Lieferung oder der Außer-Haus-Verkauf. Einige Gastronomen haben dementsprechend bereits auf ein entsprechendes Angebot umgestellt. Auch in mancher Eisdiele gibt es noch immer Eis auf die Hand. Doch Achtung: Auch hier gelten bestimmte Regeln. So ist der Verzehr in einem Umkreis von 50 Meter zu Restaurant oder Eisdiele untersagt. Daran sollte man sich halten – nicht zuletzt auch, weil die Verordnung für Verstöße gegen das geltende Gesetz empfindliche Geldbußen von bis zu 25.000 Euro vorsieht.

Normal geöffnet bleiben hingegen Supermärkte, sowie unter anderem auch Garten- und Baumärkte. Warum also nicht die Gelegenheit nutzen, um die passenden Besorgungen zu tätigen und den Garten passend zum Wetter auf Vordermann zu bringen?

Übrigens: Wer in der kommenden Woche darauf hofft, bei angenehmen Temperaturen ein Osterfeuer besuchen zu können, der wird enttäuscht. Genau wie Konzerte, Shows oder andere Veranstaltungen dürfen auch alle Osterfeuer nicht stattfinden. Generell gilt: Veranstaltungen, die sich laut Land NRW „durch eine gewisse Struktur und Organisation auszeichnen", sind verboten – auch, wenn diese an privaten Orten geplant sind.

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21 Grad am Wochenende: Was ist während der Corona-Krise erlaubt?Lukas BrekenkampBielefeld (nw). Rosige Aussichten für das Wochenende in NRW: Der Deutsche Wetterdienst rechnet am Samstag mit Höchsttemperaturen von 11 bis 15 Grad, am Sonntag sogar mit Höchstwerten zwischen 17 und 21 Grad – dazu eine ordentliche Portion Sonnenschein. Viele Menschen wird es bei den sommerlichen Temperaturen nach draußen ziehen. Doch was ist überhaupt in Corona-Zeiten erlaubt? Das wichtigste vorab: Natürlich muss noch immer die Verordnung zur Eindämmung des Coronavirus beachtet werden. Darauf weist auch NRW-Innenminister Herbert Reul (CDU) hin. Mit Blick auf das Wochenende appelliert er an die Bevölkerung, besonders beliebte Ausflugsziele zu meiden. „Es sollten nicht alle dahin fahren, wo alle hinfahren", sagte er – zum Beispiel in Köln und Düsseldorf an den Rhein. Auch in OWL sollte man dementsprechend die „Hot-Spots" meiden. Sonst gebe es neue Probleme mit fehlendem Abstand und zu engem Kontakt. Grill darf zuhause angeworfen werden Bei sommerlichen Temperaturen dürften viele bereits Fleisch und Kohle eingekauft haben – doch ist Grillen überhaupt erlaubt? Grundsätzlich ja. An öffentlichen Plätzen ist es jedoch untersagt, ebenso das Picknicken. Heißt: Zuhause kann der Grill natürlich angeworfen werden. In der Verordnung wird derweil nur geregelt, dass maximal zwei Personen – mit Ausnahme von Familien – zusammen in die Öffentlichkeit dürfen. Auch Spaziergänge sind nur zu zweit erlaubt, genau wie Autofahrten. Ausnahmen gelten auch hier für Familien. Auf dem eigenen Grundstück sieht das ganz anders aus. Demnach könnte man Zuhause mit Freunden und Bekannten grillen, auch Geburtstagsfeiern im „gewöhnlichen Umfang" sind zumindest nicht untersagt – allerdings sollte man sich auch hier den Appell vor Augen führen, im privaten Bereich soziale Kontakte vorerst zu reduzieren, um das Risiko einer Verbreitung des Virus zu minimieren. Eis auf die Hand? Mit Regeln! Restaurants, Kneipen, Bars und auch Eisdielen – sie alle mussten ihren Betrieb wegen der Verordnung einstellen. Ausgenommen ist hier jedoch die Lieferung oder der Außer-Haus-Verkauf. Einige Gastronomen haben dementsprechend bereits auf ein entsprechendes Angebot umgestellt. Auch in mancher Eisdiele gibt es noch immer Eis auf die Hand. Doch Achtung: Auch hier gelten bestimmte Regeln. So ist der Verzehr in einem Umkreis von 50 Meter zu Restaurant oder Eisdiele untersagt. Daran sollte man sich halten – nicht zuletzt auch, weil die Verordnung für Verstöße gegen das geltende Gesetz empfindliche Geldbußen von bis zu 25.000 Euro vorsieht. Normal geöffnet bleiben hingegen Supermärkte, sowie unter anderem auch Garten- und Baumärkte. Warum also nicht die Gelegenheit nutzen, um die passenden Besorgungen zu tätigen und den Garten passend zum Wetter auf Vordermann zu bringen? Übrigens: Wer in der kommenden Woche darauf hofft, bei angenehmen Temperaturen ein Osterfeuer besuchen zu können, der wird enttäuscht. Genau wie Konzerte, Shows oder andere Veranstaltungen dürfen auch alle Osterfeuer nicht stattfinden. Generell gilt: Veranstaltungen, die sich laut Land NRW „durch eine gewisse Struktur und Organisation auszeichnen", sind verboten – auch, wenn diese an privaten Orten geplant sind.