Loccum

Schlafende Kinder nach Brandstiftung aus brennendem Haus in Loccum gerettet

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Brandstiftung war offenbar die Ursache eines Wohnungsbrandes in Loccum. - © Foto: Reising
Brandstiftung war offenbar die Ursache eines Wohnungsbrandes in Loccum. (© Foto: Reising)

Loccum (DH). Zu einem schweren Wohnhausbrand, vermutlich durch Brandstiftung, kam es am Wochenende in der Mindener Straße in Loccum.

Anwohner informierten eine Funkstreifenbesatzung, die ganz in der Nähe in der Marktstraße bei einem Altpapier-Containerbrand eingesetzt war, dass ein Wohnhaus in der Mindener Straße brennen würde. Die Beamten eilten daraufhin zum Einsatzort. Die Polizei teilt mit: Es handelt sich bei dem Wohnobjekt um ein Mehrfamilienhaus. In diesem wohnen in verschiedenen Wohnungen sowohl Asylsuchende als auch ausländische Mitbürger und ein deutscher Mieter. Die vom Brand betroffene Wohnung ist die des Mieters ohne Migrationshintergrund, der zur Tatzeit nicht anwesend war.

Dort entdeckten sie weitere Brände in einer Erdgeschoss-Wohnung, auch ein neben dem Hauseingang abgestellter Pkw brannte. Außerdem standen eine Altpapiertonne im Eingangsbereich des Wohnhauses und ein Sperrmüllhaufen in Flammen.

Durch das beherzte Eingreifen der nahezu zeitgleich eintreffenden Feuerwehrkräfte und der beiden Polizeibeamten konnten in dem Haus noch befindliche und teils schlafende Personen geweckt und kleinere Kinder aus dem Haus getragen werden. Ein 20-jähriger Bewohner des Hauses erlitt eine Rauchgasvergiftung und wurde durch Rettungskräfte kurzfristig ambulant behandelt.

Die Feuer wurden durch die Feuerwehren aus Rehburg-Loccum, Münchehagen, Loccum, Bad Rehburg, Winzlar und Rehburg zeitnah unter Kontrolle gebracht und eine weitere Schadensausdehnung verhindert. Die genaue Schadenshöhe ist bislang unbekannt.

Erste Zeugenaussagen vor Ort ergaben einen Tatverdacht gegen einen 27-jährigen Mann aus Rehburg-Loccum. Dieser habe nachmittags mit den Bewohnern mehrfmals gestritten. Zusätzlich wurde er am Abend in Tatortnähe gesehen und soll sich auffällig verhalten haben.

Polizeibeamte nahmen den Mann in seiner Wohnung fest. Anschließend wurde er zunächst in den polizeilichen Gewahrsam nach Nienburg gebracht und später in eine psychiatrische Klinik eingeliefert. Die polizeilichen Ermittlungen zu Tatumständen und Motivlage dauern an.

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LoccumSchlafende Kinder nach Brandstiftung aus brennendem Haus in Loccum gerettetLoccum (DH). Zu einem schweren Wohnhausbrand, vermutlich durch Brandstiftung, kam es am Wochenende in der Mindener Straße in Loccum. Anwohner informierten eine Funkstreifenbesatzung, die ganz in der Nähe in der Marktstraße bei einem Altpapier-Containerbrand eingesetzt war, dass ein Wohnhaus in der Mindener Straße brennen würde. Die Beamten eilten daraufhin zum Einsatzort. Die Polizei teilt mit: Es handelt sich bei dem Wohnobjekt um ein Mehrfamilienhaus. In diesem wohnen in verschiedenen Wohnungen sowohl Asylsuchende als auch ausländische Mitbürger und ein deutscher Mieter. Die vom Brand betroffene Wohnung ist die des Mieters ohne Migrationshintergrund, der zur Tatzeit nicht anwesend war. Dort entdeckten sie weitere Brände in einer Erdgeschoss-Wohnung, auch ein neben dem Hauseingang abgestellter Pkw brannte. Außerdem standen eine Altpapiertonne im Eingangsbereich des Wohnhauses und ein Sperrmüllhaufen in Flammen. Durch das beherzte Eingreifen der nahezu zeitgleich eintreffenden Feuerwehrkräfte und der beiden Polizeibeamten konnten in dem Haus noch befindliche und teils schlafende Personen geweckt und kleinere Kinder aus dem Haus getragen werden. Ein 20-jähriger Bewohner des Hauses erlitt eine Rauchgasvergiftung und wurde durch Rettungskräfte kurzfristig ambulant behandelt. Die Feuer wurden durch die Feuerwehren aus Rehburg-Loccum, Münchehagen, Loccum, Bad Rehburg, Winzlar und Rehburg zeitnah unter Kontrolle gebracht und eine weitere Schadensausdehnung verhindert. Die genaue Schadenshöhe ist bislang unbekannt. Erste Zeugenaussagen vor Ort ergaben einen Tatverdacht gegen einen 27-jährigen Mann aus Rehburg-Loccum. Dieser habe nachmittags mit den Bewohnern mehrfmals gestritten. Zusätzlich wurde er am Abend in Tatortnähe gesehen und soll sich auffällig verhalten haben. Polizeibeamte nahmen den Mann in seiner Wohnung fest. Anschließend wurde er zunächst in den polizeilichen Gewahrsam nach Nienburg gebracht und später in eine psychiatrische Klinik eingeliefert. Die polizeilichen Ermittlungen zu Tatumständen und Motivlage dauern an.