Herford

Corona-Knöllchen: Imbissbetreiber droht Bußgeld in Höhe von 4.000 Euro

Jobst Lüdeking

Die Ordnungskräfte ermahnen in der Regel zunächst. - © Jobst Lüdeking
Die Ordnungskräfte ermahnen in der Regel zunächst. (© Jobst Lüdeking)

Herford. Es ist wohl einer der bisher gröbsten Verstöße gegen die strengen Regeln, die wegen der Corona-Krise aufgestellt wurden: Am Freitag beendete die Herforder Polizei eine Corona-Party am Hinckley-Ufer. Doch offensichtlich gibt es nicht nur junge Leute mit einem tiefgreifend gestörten Verhältnis zum Infektionsschutz.

So schrieben Polizisten jetzt zwei Ordnungswidrigkeiten-Anzeigen gegen einen Herforder Imbissbetreiber und eine Frau, die dort zu Gast war, wie die Polizei bestätigte. Die Kundin hatte an einem der noch draußen stehenden Tische Platz genommen und aß. Die Beamten können nichts über die Höhe der Geldbußen sagen, die nun auf den Betreiber und die Frau zukommen könnten - zunächst werden sie aber zu den Vorürfen Stellung nehmen können.

Nach dem Bußgeldkatalog des Landes NRW drohen aber Restaurant- und Imbissbetreibern, wenn sie für Gäste öffnen, 4.000 Euro Geldbuße. Das Bußgeld für den Verzehr von Speisen im 50 Meter-Radius um einen Imbiss oder ein Lokal beginnt bei 50 Euro.

Die Ordnungskräfte, die zunächst ermahnen und an die Vernunft appellieren sollen und wollen, auch immer wieder aktiv werden, wenn sich Menschen zum Trinken treffen - meist in Dreier- oder Vierergruppen. Oft sind es Menschen, die sich bereits in der Zeit vor Corona draußen getroffen und gemeinsam Alkohol konsumiert haben. Aber auch das ist mittlerweile verboten und kann sanktioniert werden. Nach den Vorgaben des Landes wären hier 200 Euro pro Person fällig.

Teuer wird es wohl auch für die sieben jungen Erwachsenen vom Hinckley-Ufer. Sie müssen nach dem Bußgeldkatalog mit 200 Euro Strafe pro Person rechnen. Für den Organisator der Party könnte es deutlich teurer werden.

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HerfordCorona-Knöllchen: Imbissbetreiber droht Bußgeld in Höhe von 4.000 EuroJobst LüdekingHerford. Es ist wohl einer der bisher gröbsten Verstöße gegen die strengen Regeln, die wegen der Corona-Krise aufgestellt wurden: Am Freitag beendete die Herforder Polizei eine Corona-Party am Hinckley-Ufer. Doch offensichtlich gibt es nicht nur junge Leute mit einem tiefgreifend gestörten Verhältnis zum Infektionsschutz. So schrieben Polizisten jetzt zwei Ordnungswidrigkeiten-Anzeigen gegen einen Herforder Imbissbetreiber und eine Frau, die dort zu Gast war, wie die Polizei bestätigte. Die Kundin hatte an einem der noch draußen stehenden Tische Platz genommen und aß. Die Beamten können nichts über die Höhe der Geldbußen sagen, die nun auf den Betreiber und die Frau zukommen könnten - zunächst werden sie aber zu den Vorürfen Stellung nehmen können. Nach dem Bußgeldkatalog des Landes NRW drohen aber Restaurant- und Imbissbetreibern, wenn sie für Gäste öffnen, 4.000 Euro Geldbuße. Das Bußgeld für den Verzehr von Speisen im 50 Meter-Radius um einen Imbiss oder ein Lokal beginnt bei 50 Euro. Die Ordnungskräfte, die zunächst ermahnen und an die Vernunft appellieren sollen und wollen, auch immer wieder aktiv werden, wenn sich Menschen zum Trinken treffen - meist in Dreier- oder Vierergruppen. Oft sind es Menschen, die sich bereits in der Zeit vor Corona draußen getroffen und gemeinsam Alkohol konsumiert haben. Aber auch das ist mittlerweile verboten und kann sanktioniert werden. Nach den Vorgaben des Landes wären hier 200 Euro pro Person fällig. Teuer wird es wohl auch für die sieben jungen Erwachsenen vom Hinckley-Ufer. Sie müssen nach dem Bußgeldkatalog mit 200 Euro Strafe pro Person rechnen. Für den Organisator der Party könnte es deutlich teurer werden.