Stemwede

Landwirtschaftliche Halle in Stemwede brennt lichterloh

Joern Spreen-Ledebur

Beim Eintreffen der Feuerwehr stand die Halle bereits lichterloh in Flammen. Schlimmeres wurde jedoch verhindert. - © Foto: Polizei
Beim Eintreffen der Feuerwehr stand die Halle bereits lichterloh in Flammen. Schlimmeres wurde jedoch verhindert. (© Foto: Polizei)

Stemwede. Nächtlicher Großeinsatz für die Feuerwehr Stemwede: Eine Halle mit landwirtschaftlichen Geräten stand in der Nacht zu Donnerstag in Flammen. Die Feuerwehr konnte aber Schlimmeres verhindern.

Kurz vor Mitternacht alarmierten die Besitzer eines Bauernhofes im Süden der Ortschaft die Feuerwehr. Die Leitstelle in Minden alarmierte mit dem Stichwort „Brand landwirtschaftliches Anwesen“ den zweiten Zug der freiwilligen Feuerwehr Stemwede mit den Löschgruppen Levern, Destel, Twiehausen, Niedermehnen und Sundern. Beim Eintreffen erster Rettungskräfte brannte die Halle bereits lichterloh. Die Feuerwehrkräfte versuchten, ein Übergreifen auf nahe gelegene andere Gebäudeteile zu verhindern. Die Polizei sperrte den Brandort weiträumig ab.

Zunächst mussten die Einsatzkräfte die Kälber und Rinder aus dem Nachbargebäude holen, auf das die Flammen überzugreifen drohten. Auch aus dem brennenden Gebäude selbst holten die Einsatzkräfte mit einem Radlader noch Stroh und Holzhackschnitzel, die dort gelagert waren. „Bis wir das alles rausgeholt hatten, waren mehrere Stunden vergangen“, sagte Einsatzleiter Andreas Rümke. Im Einsatz waren rund 70 Feuerwehrleute. Sie konnten die anderen Gebäude und einen Silo vor den Flammen schützen.

Bei den Löscharbeiten gingen die Feuerwehrleute angesichts der Rauchentwicklung unter Atemschutz vor. Es habe ausreichend Kräfte vor Ort gegeben, die für die Arbeit unter Atemschutz ausgebildet seien, sagte Rümke. Löschwasser holte die Feuerwehr aus Hydranten in der Nähe der Brandstelle. Löschwasser lieferte aber auch die Lohne, ein kleiner Bach im Süden Leverns. Die Lohne ist nur wenige Meter vom Brandort entfernt. Der Einsatz ging bis in die frühen Morgenstunden und war erst gegen acht Uhr beendet.

Die Eigentümer konnten sich rechtzeitig in Sicherheit bringen. Vor allem Maschinen wie mehrere Traktoren hatten die Flammen zerstört. Die gestrigen Untersuchungen der Brandexperten der Polizei brachten aber keine konkreten Anhaltspunkte. Die Beamten vom Kriminalkommissariat 1 konnten im Laufe des Tages die Brandstelle genauer unter die Lupe nehmen. Doch was das Feuer auslöste, war letztlich nicht mehr feststellbar. Die Untersuchungsergebnisse wurden anschließend der Staatsanwaltschaft übermittelt. Den von den Flammen verursachten Schaden beziffert die Polizei nach einer ersten Einschätzung auf rund 200.000 Euro.

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StemwedeLandwirtschaftliche Halle in Stemwede brennt lichterlohJoern Spreen-LedeburStemwede. Nächtlicher Großeinsatz für die Feuerwehr Stemwede: Eine Halle mit landwirtschaftlichen Geräten stand in der Nacht zu Donnerstag in Flammen. Die Feuerwehr konnte aber Schlimmeres verhindern. Kurz vor Mitternacht alarmierten die Besitzer eines Bauernhofes im Süden der Ortschaft die Feuerwehr. Die Leitstelle in Minden alarmierte mit dem Stichwort „Brand landwirtschaftliches Anwesen“ den zweiten Zug der freiwilligen Feuerwehr Stemwede mit den Löschgruppen Levern, Destel, Twiehausen, Niedermehnen und Sundern. Beim Eintreffen erster Rettungskräfte brannte die Halle bereits lichterloh. Die Feuerwehrkräfte versuchten, ein Übergreifen auf nahe gelegene andere Gebäudeteile zu verhindern. Die Polizei sperrte den Brandort weiträumig ab. Zunächst mussten die Einsatzkräfte die Kälber und Rinder aus dem Nachbargebäude holen, auf das die Flammen überzugreifen drohten. Auch aus dem brennenden Gebäude selbst holten die Einsatzkräfte mit einem Radlader noch Stroh und Holzhackschnitzel, die dort gelagert waren. „Bis wir das alles rausgeholt hatten, waren mehrere Stunden vergangen“, sagte Einsatzleiter Andreas Rümke. Im Einsatz waren rund 70 Feuerwehrleute. Sie konnten die anderen Gebäude und einen Silo vor den Flammen schützen. Bei den Löscharbeiten gingen die Feuerwehrleute angesichts der Rauchentwicklung unter Atemschutz vor. Es habe ausreichend Kräfte vor Ort gegeben, die für die Arbeit unter Atemschutz ausgebildet seien, sagte Rümke. Löschwasser holte die Feuerwehr aus Hydranten in der Nähe der Brandstelle. Löschwasser lieferte aber auch die Lohne, ein kleiner Bach im Süden Leverns. Die Lohne ist nur wenige Meter vom Brandort entfernt. Der Einsatz ging bis in die frühen Morgenstunden und war erst gegen acht Uhr beendet. Die Eigentümer konnten sich rechtzeitig in Sicherheit bringen. Vor allem Maschinen wie mehrere Traktoren hatten die Flammen zerstört. Die gestrigen Untersuchungen der Brandexperten der Polizei brachten aber keine konkreten Anhaltspunkte. Die Beamten vom Kriminalkommissariat 1 konnten im Laufe des Tages die Brandstelle genauer unter die Lupe nehmen. Doch was das Feuer auslöste, war letztlich nicht mehr feststellbar. Die Untersuchungsergebnisse wurden anschließend der Staatsanwaltschaft übermittelt. Den von den Flammen verursachten Schaden beziffert die Polizei nach einer ersten Einschätzung auf rund 200.000 Euro.