Bad Oeynhausen

Stichflamme aus einer Gasflasche löst Großeinsatz in Bad Oeynhausen aus

Jörg Stuke

Unter schwerem Atemschutz kehren diese Feuerwehrleute aus der verqualmten Produktionshalle zurück. Foto: Jörg Stuke/nw - © Jörg Stuke
Unter schwerem Atemschutz kehren diese Feuerwehrleute aus der verqualmten Produktionshalle zurück. Foto: Jörg Stuke/nw (© Jörg Stuke)

Bad Oeynhausen. Ein Mitarbeiter der Metallfirma BBT bemerkte am Donnerstag gegen 12.15 Uhr eine große Stichflamme, die aus der Gasflasche schoss. „Er hat sich zusammen mit seinem Kollegen sofort in Sicherheit gebracht, die Halle verlassen und die Feuerwehr alarmiert“, berichtet Andre Tegeler.

Der Brandamtmann von der Feuerwache Bad Oeynhausen leitete den Einsatz der 50 Feuerwehrleute an der Straße Auf der Hüffe. Auch die drei Mitarbeiter aus einer benachbarten Lagerhalle hätten sich in Sicherheit gebracht, so Tegeler. „Als wir vor Ort eintrafen, brannte die Acetylen-Flasche oben aus dem Ventilbereich“, schildert er die Situation. Zum Glück sei die Flasche noch nicht explodiert, so der Einsatzleiter. „Wir haben die Gasflasche mit Wasser gekühlt“, sagt Tegeler. Als die Temperatur genug gesunken war, konnten die Feuerwehrleute die Flasche in einem mit Wasser gefülltem Müllbehälter versenken. „Da bleibt sie jetzt 24 Stunden drin. Zur Sicherheit überprüfen wir die Flasche auch noch mit einer Wärmebildkamera“, erklärt Tegeler. Der Brandamtmann prognostizierte: „Ich glaube aber nicht, dass davon nun noch eine Gefahr ausgeht“, sagte er, als der Einsatz gegen 13.45 Uhr beendet war. Die besondere Herausforderung des Einsatzes bestand auch in dem dichten, schwarzen Rauch, der durch das brennende Acetylen entstand. „Der hatte sich etwa einen Meter hoch in der Halle abgesetzt“, berichtet Tegeler. Sechs Trupps zu je zwei Mann mit schweren Atemschutzgeräten schickte der Einsatzleiter in die Halle. Bad Oeynhausens Feuerwehrchef Stefan Meier zeigte sich erleichtert, dass bei dem Einsatz niemand verletzt wurde.

„Hinter solch einer explodierenden Gasflasche sitzt eine gewaltige Kraft“, weiß Meier. „Deshalb war hier besondere Vorsicht geboten.“ Insgesamt waren neben den Feuerwehrleuten von der Wache Mitglieder der Löschgruppen Bad Oeynhausen, Rehme, Oberbecksen und Werste vor Ort. Meier und Tegeler gehen davon aus, dass der Brand keinen großen Sachschaden angerichtet hat.

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Bad OeynhausenStichflamme aus einer Gasflasche löst Großeinsatz in Bad Oeynhausen ausJörg StukeBad Oeynhausen. Ein Mitarbeiter der Metallfirma BBT bemerkte am Donnerstag gegen 12.15 Uhr eine große Stichflamme, die aus der Gasflasche schoss. „Er hat sich zusammen mit seinem Kollegen sofort in Sicherheit gebracht, die Halle verlassen und die Feuerwehr alarmiert“, berichtet Andre Tegeler. Der Brandamtmann von der Feuerwache Bad Oeynhausen leitete den Einsatz der 50 Feuerwehrleute an der Straße Auf der Hüffe. Auch die drei Mitarbeiter aus einer benachbarten Lagerhalle hätten sich in Sicherheit gebracht, so Tegeler. „Als wir vor Ort eintrafen, brannte die Acetylen-Flasche oben aus dem Ventilbereich“, schildert er die Situation. Zum Glück sei die Flasche noch nicht explodiert, so der Einsatzleiter. „Wir haben die Gasflasche mit Wasser gekühlt“, sagt Tegeler. Als die Temperatur genug gesunken war, konnten die Feuerwehrleute die Flasche in einem mit Wasser gefülltem Müllbehälter versenken. „Da bleibt sie jetzt 24 Stunden drin. Zur Sicherheit überprüfen wir die Flasche auch noch mit einer Wärmebildkamera“, erklärt Tegeler. Der Brandamtmann prognostizierte: „Ich glaube aber nicht, dass davon nun noch eine Gefahr ausgeht“, sagte er, als der Einsatz gegen 13.45 Uhr beendet war. Die besondere Herausforderung des Einsatzes bestand auch in dem dichten, schwarzen Rauch, der durch das brennende Acetylen entstand. „Der hatte sich etwa einen Meter hoch in der Halle abgesetzt“, berichtet Tegeler. Sechs Trupps zu je zwei Mann mit schweren Atemschutzgeräten schickte der Einsatzleiter in die Halle. Bad Oeynhausens Feuerwehrchef Stefan Meier zeigte sich erleichtert, dass bei dem Einsatz niemand verletzt wurde. „Hinter solch einer explodierenden Gasflasche sitzt eine gewaltige Kraft“, weiß Meier. „Deshalb war hier besondere Vorsicht geboten.“ Insgesamt waren neben den Feuerwehrleuten von der Wache Mitglieder der Löschgruppen Bad Oeynhausen, Rehme, Oberbecksen und Werste vor Ort. Meier und Tegeler gehen davon aus, dass der Brand keinen großen Sachschaden angerichtet hat.