Lübbecke

Imbissbrand in Lübbecke: Politischer Hintergrund nicht ausgeschlossen

Frank Hartmann

Die Einsatzkräfte der Spurensicherung am Freitagmittag in der Lübbecker Bäckerstraße - © Melina Koch
Die Einsatzkräfte der Spurensicherung am Freitagmittag in der Lübbecker Bäckerstraße (© Melina Koch)

Lübbecke (nw). Ist die Rauchentwicklung am Donnerstag im Imbiss "Al Sham Grill" in Lübbecke auf eine Brandstiftung zurückzuführen? Und hat die Tat vielleicht politische Hintergründe? Es sind Fragen wie diese, denen Ermittler der Kriminalpolizei zurzeit vor Ort nachgehen.

Wie Staatsanwaltschaft und Polizei Bielefeld in einer gemeinsamen Erklärung mitteilen, ist das Gebäude bewohnt. Gegen Mitternacht sei die Feuerwehr wegen Rauchentwicklung in dem Schnellrestaurant an der Bäckerstraße gerufen worden. Nach den ersten Löscharbeiten hätten Feuerwehrleute zusammen mit Polizeibeamten den Brandort besichtigt. "Bei der Inaugenscheinnahme ergaben sich Hinweise darauf, dass brennbares Material eventuell derart präpariert worden war, dass es zu einer Ausbreitung des Feuers auf weitere Gegenstände innerhalb des Gebäudes sowie des Gebäudes selbst hätte kommen sollen", so Staatsanwaltschaft und Polizei Bielefeld.

Politischer Hintergrund nicht ausgeschlossen

Zum Zeitpunkt der mutmaßlichen Brandstiftung hielten sich demnach Personen in der Wohnung über dem betroffenen Imbiss auf, die jedoch unverletzt blieben. Es wird nun unter anderem dem Verdacht nachgegangen, der oder die Täter könnten bei der Brandlegung den Tod der Wohnungsbewohner in Kauf genommen haben. Aus diesem Grund hat das Kriminalkommissariat 11 der Polizei Bielefeld die Ermittlungen übernommen.

Unter der Leitung von Kriminalhauptkommissar Alexander Scholz klärt die elfköpfige Mordkommission "Grill" die näheren Hintergründe der Tat auf. "Da es sich um einen arabischen Grill handelte, kann eine politisch motivierte Straftat zum jetzigen Zeitpunkt nicht ausgeschlossen werden", heißt es in der Mitteilung weiter. Die Ermittlungen zum Tathergang und dem Tatmotiv dauern an.

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LübbeckeImbissbrand in Lübbecke: Politischer Hintergrund nicht ausgeschlossenFrank HartmannLübbecke (nw). Ist die Rauchentwicklung am Donnerstag im Imbiss "Al Sham Grill" in Lübbecke auf eine Brandstiftung zurückzuführen? Und hat die Tat vielleicht politische Hintergründe? Es sind Fragen wie diese, denen Ermittler der Kriminalpolizei zurzeit vor Ort nachgehen. Wie Staatsanwaltschaft und Polizei Bielefeld in einer gemeinsamen Erklärung mitteilen, ist das Gebäude bewohnt. Gegen Mitternacht sei die Feuerwehr wegen Rauchentwicklung in dem Schnellrestaurant an der Bäckerstraße gerufen worden. Nach den ersten Löscharbeiten hätten Feuerwehrleute zusammen mit Polizeibeamten den Brandort besichtigt. "Bei der Inaugenscheinnahme ergaben sich Hinweise darauf, dass brennbares Material eventuell derart präpariert worden war, dass es zu einer Ausbreitung des Feuers auf weitere Gegenstände innerhalb des Gebäudes sowie des Gebäudes selbst hätte kommen sollen", so Staatsanwaltschaft und Polizei Bielefeld. Politischer Hintergrund nicht ausgeschlossen Zum Zeitpunkt der mutmaßlichen Brandstiftung hielten sich demnach Personen in der Wohnung über dem betroffenen Imbiss auf, die jedoch unverletzt blieben. Es wird nun unter anderem dem Verdacht nachgegangen, der oder die Täter könnten bei der Brandlegung den Tod der Wohnungsbewohner in Kauf genommen haben. Aus diesem Grund hat das Kriminalkommissariat 11 der Polizei Bielefeld die Ermittlungen übernommen. Unter der Leitung von Kriminalhauptkommissar Alexander Scholz klärt die elfköpfige Mordkommission "Grill" die näheren Hintergründe der Tat auf. "Da es sich um einen arabischen Grill handelte, kann eine politisch motivierte Straftat zum jetzigen Zeitpunkt nicht ausgeschlossen werden", heißt es in der Mitteilung weiter. Die Ermittlungen zum Tathergang und dem Tatmotiv dauern an.