Meerbeck

Update: Zwei Tote nach Unfall in Meerbeck - Lkw schleudert in Haus

Verena Gehring

Meerbeck (szlz). Schrecklicher Unfall am Freitagmittag in Meerbeck: Beim Zusammenstoß eines BMW mit einem Heizöltanker sind zwei Männer gestorben. Der Lastwagen krachte anschließend in ein Wohnhaus, das stark beschädigt wurde und teilweise einsturzgefährdet war.

Der fatale Unfall ereignete sich gegen 12 Uhr auf der Hobbenser Straße (K21). Der 80-jährige Stadthäger BMW-Fahrer kam aus Richtung Enzen und fuhr nach Meerbeck. Auf Höhe der Hausnummer 2 geriet er aus noch ungeklärter Ursache in den Gegenverkehr und kollidierte mit dem Heizöl-Transporter, an dessen Steuer ein 48-jähriger Mann aus Husum bei Nienburg saß. Während das Auto in den Graben schleuderte und noch gegen einen Baum stieß, geriet der Lastwagen ins Schleudern. Das tonnenschwere Fahrzeug kam nach rechts von der Straße ab und krachte in ein Wohnhaus. Dabei wurde das Führerhaus komplett zerstört und der Fahrer aus dem Raum Nienburg eingeklemmt. Auch das Auto des Stadthägers wurde stark beschädigt.

Beim Eintreffen der Einsatzkräfte konnten diese nur den Tod der beiden Männer feststellen. Der Leichnam war in dem BMW eingeklemmt. Die Helfer der Freiwilligen Feuerwehren Meerbeck und Stadthagen mussten den Wagen aufschneiden.

Währenddessen gestaltete sich die Bergung des 48-Jährigen deutlich schwieriger. Durch den Aufprall des Transporters war der Bereich des Hauses stark einsturzgefährdet. Erst mussten die Helfer das Heizöl aus dem Tank pumpen. Immerhin bestand die Gefahr, dass die Flüssigkeit ausläuft. Im Anschluss sicherten Mitglieder des Technischen Hilfswerks (THW) den Gebäudeteil. Erst nach Stunden des Bangens und der mühevollen Arbeit konnte der Lastwagen gegen 16.30 Uhr aus dem Haus gezogen werden. Mit einer Seilwinde – befestigt an einem Feuerwehrfahrzeug – wurde das Wrack sukzessive aus den Trümmern gezogen. Erst dann kamen die Einsatzkräfte an den Leichnam. Er musste aus dem völlig eingedrückten Führerhaus befreit werden. Glücklicherweise wurde in dem Haus niemand verletzt. Bis in die Abendstunden war die Kreisstraße voll gesperrt.

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MeerbeckUpdate: Zwei Tote nach Unfall in Meerbeck - Lkw schleudert in HausVerena GehringMeerbeck (szlz). Schrecklicher Unfall am Freitagmittag in Meerbeck: Beim Zusammenstoß eines BMW mit einem Heizöltanker sind zwei Männer gestorben. Der Lastwagen krachte anschließend in ein Wohnhaus, das stark beschädigt wurde und teilweise einsturzgefährdet war. Der fatale Unfall ereignete sich gegen 12 Uhr auf der Hobbenser Straße (K21). Der 80-jährige Stadthäger BMW-Fahrer kam aus Richtung Enzen und fuhr nach Meerbeck. Auf Höhe der Hausnummer 2 geriet er aus noch ungeklärter Ursache in den Gegenverkehr und kollidierte mit dem Heizöl-Transporter, an dessen Steuer ein 48-jähriger Mann aus Husum bei Nienburg saß. Während das Auto in den Graben schleuderte und noch gegen einen Baum stieß, geriet der Lastwagen ins Schleudern. Das tonnenschwere Fahrzeug kam nach rechts von der Straße ab und krachte in ein Wohnhaus. Dabei wurde das Führerhaus komplett zerstört und der Fahrer aus dem Raum Nienburg eingeklemmt. Auch das Auto des Stadthägers wurde stark beschädigt. Beim Eintreffen der Einsatzkräfte konnten diese nur den Tod der beiden Männer feststellen. Der Leichnam war in dem BMW eingeklemmt. Die Helfer der Freiwilligen Feuerwehren Meerbeck und Stadthagen mussten den Wagen aufschneiden. Währenddessen gestaltete sich die Bergung des 48-Jährigen deutlich schwieriger. Durch den Aufprall des Transporters war der Bereich des Hauses stark einsturzgefährdet. Erst mussten die Helfer das Heizöl aus dem Tank pumpen. Immerhin bestand die Gefahr, dass die Flüssigkeit ausläuft. Im Anschluss sicherten Mitglieder des Technischen Hilfswerks (THW) den Gebäudeteil. Erst nach Stunden des Bangens und der mühevollen Arbeit konnte der Lastwagen gegen 16.30 Uhr aus dem Haus gezogen werden. Mit einer Seilwinde – befestigt an einem Feuerwehrfahrzeug – wurde das Wrack sukzessive aus den Trümmern gezogen. Erst dann kamen die Einsatzkräfte an den Leichnam. Er musste aus dem völlig eingedrückten Führerhaus befreit werden. Glücklicherweise wurde in dem Haus niemand verletzt. Bis in die Abendstunden war die Kreisstraße voll gesperrt.