Rinteln

Vielfältige Pläne: Pächter will Techno und Rollenspiele im Steinzeichen

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Auch Techno-Partys, wie im Besucherbergwerk Kleinenbremen, spielen in den Überlegungen des neuen Pächters des Steinzeichen eine Rolle. Archivfoto: Bendig
Auch Techno-Partys, wie im Besucherbergwerk Kleinenbremen, spielen in den Überlegungen des neuen Pächters des Steinzeichen eine Rolle. Archivfoto: Bendig

Rinteln (SZLZ). Fast drei Jahre lang wurde um die Nachnutzung des insolventen Erlebnisparks Steinzeichen gerungen. Der neue Pächter, der Duisburger Veranstalter Jörg Hellwig verfolgt vielfältige Pläne.

Hellwig hätte gerne schon im Sommer 2019 losgelegt, um die bestehende Bausubstanz zu schützen und zu reparieren. Das sei ihm leider nicht gelungen. Im Winter habe man witterungsbedingt bisher nur wenig unternehmen können. Zugute kommt Hellwig, dass er das Erlebnispark-Gelände gar nicht in neuwertigem Zustand benötigt. Die heruntergekommenen Gebäude passen gut zu einem Apokalypse- oder Horrorszenario. Darauf setzt Hellwig, der als Rollenspiel-Veranstalter nach eigenen Angaben bereits jahrelange Erfahrung besitzt. Nun erstellt Hellwig ein aus verschiedenen Bausteinen bestehendes, wirtschaftlich tragfähiges Nutzungskonzept zu schmieden.

Ein wesentliches Standbein sind sogenannte „Live-Action-Rollenspiele“ (LARP). Die Teilnehmer spielen dabei in Kostümen und mit nachgebildeten Waffen eine Rolle in einer Fantasiewelt. Als Szenario schwebt Hellwig vor allem Horror-, Apokalypse und vielleicht Science-Fiction-Settings vor, dafür passe der verlassene Erlebnispark am besten. Für das Jahr 2020 sind bereits erste Veranstaltungen geplant.

Auch für Konzertveranstalter will Hellwig das Gelände öffnen. Mit der Gruppe „Wesertekk“, die im Steinzeichen in der Vergangenheit bereits Konzerte ausgerichtet haben, gibt es bereits eine Kooperation. Mitglieder der Gruppe, die in Rinteln regelmäßig Techno-Veranstaltungen ausrichten, sind bereits mit ersten Aufräumarbeiten auf dem Gelände beschäftigt. Aber auch anderen Konzert-Veranstaltern stehe die Nutzung offen. Außerdem könnten sich nun Mountainbiker als Untermieter bei Hellwig wiederfinden. Man sei bereits in Gesprächen, erklärt Bike-Organisator Patrick Schrem. Möglicherweise könne man die Mountainbike-Strecke – nach dem Scheitern der ursprünglichen Pläne in kleinerem Maßstab – also ohne Sessellift – realisieren.

Sofern im Steinzeichen nicht eine geschlossene Veranstaltung stattfindet, möchte Hellwig auch den Jahrtausendblick wieder öffentlich zugänglich machen – sobald die Standfestigkeit gegeben sei, sollen Interessierte künftig wieder den imposanten Ausblick genießen können. Auch der Kletterpark spielt in Hellwigs Plänen eine Rolle. Das Bielefelder Unternehmen „Hochhinaus“ betrieb im Erlebnispark einen Kletterpark, den „Airtrail“. Auch dieser könnte wieder aktiviert werden, wenn die Verkehrssicherung des Geländes wieder gegeben ist.

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RintelnVielfältige Pläne: Pächter will Techno und Rollenspiele im SteinzeichenRinteln (SZLZ). Fast drei Jahre lang wurde um die Nachnutzung des insolventen Erlebnisparks Steinzeichen gerungen. Der neue Pächter, der Duisburger Veranstalter Jörg Hellwig verfolgt vielfältige Pläne. Hellwig hätte gerne schon im Sommer 2019 losgelegt, um die bestehende Bausubstanz zu schützen und zu reparieren. Das sei ihm leider nicht gelungen. Im Winter habe man witterungsbedingt bisher nur wenig unternehmen können. Zugute kommt Hellwig, dass er das Erlebnispark-Gelände gar nicht in neuwertigem Zustand benötigt. Die heruntergekommenen Gebäude passen gut zu einem Apokalypse- oder Horrorszenario. Darauf setzt Hellwig, der als Rollenspiel-Veranstalter nach eigenen Angaben bereits jahrelange Erfahrung besitzt. Nun erstellt Hellwig ein aus verschiedenen Bausteinen bestehendes, wirtschaftlich tragfähiges Nutzungskonzept zu schmieden. Ein wesentliches Standbein sind sogenannte „Live-Action-Rollenspiele“ (LARP). Die Teilnehmer spielen dabei in Kostümen und mit nachgebildeten Waffen eine Rolle in einer Fantasiewelt. Als Szenario schwebt Hellwig vor allem Horror-, Apokalypse und vielleicht Science-Fiction-Settings vor, dafür passe der verlassene Erlebnispark am besten. Für das Jahr 2020 sind bereits erste Veranstaltungen geplant. Auch für Konzertveranstalter will Hellwig das Gelände öffnen. Mit der Gruppe „Wesertekk“, die im Steinzeichen in der Vergangenheit bereits Konzerte ausgerichtet haben, gibt es bereits eine Kooperation. Mitglieder der Gruppe, die in Rinteln regelmäßig Techno-Veranstaltungen ausrichten, sind bereits mit ersten Aufräumarbeiten auf dem Gelände beschäftigt. Aber auch anderen Konzert-Veranstaltern stehe die Nutzung offen. Außerdem könnten sich nun Mountainbiker als Untermieter bei Hellwig wiederfinden. Man sei bereits in Gesprächen, erklärt Bike-Organisator Patrick Schrem. Möglicherweise könne man die Mountainbike-Strecke – nach dem Scheitern der ursprünglichen Pläne in kleinerem Maßstab – also ohne Sessellift – realisieren. Sofern im Steinzeichen nicht eine geschlossene Veranstaltung stattfindet, möchte Hellwig auch den Jahrtausendblick wieder öffentlich zugänglich machen – sobald die Standfestigkeit gegeben sei, sollen Interessierte künftig wieder den imposanten Ausblick genießen können. Auch der Kletterpark spielt in Hellwigs Plänen eine Rolle. Das Bielefelder Unternehmen „Hochhinaus“ betrieb im Erlebnispark einen Kletterpark, den „Airtrail“. Auch dieser könnte wieder aktiviert werden, wenn die Verkehrssicherung des Geländes wieder gegeben ist.