Halle

Das Gerry-Weber-Stadion wird zur OWL-Arena

Martin Krause

Neuer Name für bekanntes Stadion: Ralf Weber und Alexander Hardieck (rechts) halten den Schriftzug OWL hoch. - © Wolfgang Rudolf
Neuer Name für bekanntes Stadion: Ralf Weber und Alexander Hardieck (rechts) halten den Schriftzug OWL hoch. (© Wolfgang Rudolf)

Halle (nw). Die ostwestfälisch-lippische Wirtschaft beweist ein weiteres Mal Zusammenhalt: 13 namhafte Unternehmen der Region haben sich als Sponsoren verpflichtet und sichern sich die Namensrechte für das Tennisstadion in Halle. Aus dem 1993 eröffneten Gerry-Weber-Stadion wird ab sofort die „OWL-Arena" mit Platz für bis zu 11.500 Menschen. Ralf Weber und Alexander Hardieck, die beiden Geschäftsleiter der Stadiongesellschaft, zeigen sich begeistert: „Das Engagement ist ein Commitment, eine eindeutige Botschaft zur klaren Identifikation mit Ostwestfalen-Lippe."

Auch die Namen der benachbarten Veranstaltungshalle (bis zu 2.500 Gäste) sowie jenes Unternehmens, das beide Spielstätten bewirtschaftet, ändern sich: Aus dem Gerry-Weber-Event-Center wird das „OWL-Event-Center", und aus der Betreibergesellschaft, der Gerry Weber Management & Event GmbH & Co. OHG, wird die OWL Sport & Event GmbH & Co. OHG.

Gerry-Weber-Stadion wird OWL-Arena
Information

Diese 13 Unternehmen sind dabei

Bisher haben sich 13 Unternehmen für fünf Jahre als Sponsoren für die OWL-Arena verpflichtet: DSC Arminia Bielefeld GmbH & Co. KGaA, August Storck KG, Beresa OWL GmbH & Co. KG, DMG Mori AG, Gauselmann AG, Gehring Bunte Getränke-Industrie GmbH & Co. KG, Heristo AG, Hörmann KG Verkaufsgesellschaft, Johannes Lübbering GmbH, Porta Holding GmbH & Co. KG, Schüco International KG, Wortmann AG, Zeitungsverlag Neue Westfälische GmbH & Co. KG.

Die Attraktivität der Region stärken

Die OWL-Arena war 1993 eröffnet worden und ist seither alljährlich Austragungsstätte für das weltweit anerkannte ATP-Tennisturnier in Halle, das größte auf Rasen in Deutschland. Auch andere international beachtete Sporthighlights fanden hier statt: Henry Maskes WM-Boxkampf 1994 gegen den Amerikaner Iran Barkley etwa, mehrere Spiele der Handball-WM 2007 und jahrelang die Finale des deutschen Volleyballpokals. Aber auch als Veranstaltungsort für Großkonzerte hat sich die Arena bewährt: Plácido Domingo und Anna Netrebko traten hier auf, Elton John und Rod Stewart, Peter Maffay und Sarah Connor.

Der Modekonzern Gerry Weber hatte sich 2019 wegen seiner wirtschaftlichen Probleme aus der Unterstützung zurückgezogen. In ein neues Konzept sollen nun bis zu 16 Sponsoren eingebunden werden – 13 Firmen sind zum Start dabei, darunter die Profiabteilung des DSC Arminia Bielefeld, der selbst viele Jahre vom Engagement des Modeunternehmers Gerhard Weber profitiert hatte. „Weitere Gespräche mit interessierten Unternehmen laufen", so Alexander Hardieck und Ralf Weber.

Die Partner aus der Wirtschaft erhalten eine ganzjährige Werbepräsenz im Stadionbereich, ein Ticket-Kontingent und die Möglichkeit, die Infrastruktur der Spielstätten zu nutzen. Den beteiligten Firmen, die das Konzept mit fünf- bis sechsstelligen Beträgen unterstützen, geht es unter anderem darum, die Attraktivität der Region zu stärken.

Eine Arena als „Herzensangelegenheit"

Als 1993 erstmals prominente Tennisspieler im Gerry-Weber Stadion zusammenkamen, um bei Deutschlands größtem Rasentennis-Turnier aufzuschlagen, rieben sich Sportexperten und Tennisfans die Augen: Ein solches Turnier in einem solchen Stadion? Irgendwo in der westfälischen Provinz? Die Sache wurde zur Überraschung der Skeptiker bekanntlich ein Erfolg. Nur der Dauerregen, der den Spielbetrieb am 16. Juni 1993 ins Wasser fallen ließ, trübte die Aussichten. „Wir brauchen ein Dach", stellten die Haller damals fest. Tatsächlich war schon ein Jahr später ein ultramodernes Stadiondach installiert, das sich in anderthalb Minuten schließen lässt und das 2016 für 2,3 Millionen Euro saniert wurde.

Unter dem neuen Namen „OWL-Arena" soll die Erfolgsgeschichte nun weitergeschrieben werden. Die als Sponsoren beteiligten Unternehmen haben sich viel dabei gedacht:

  • „Die NW-Gruppe verbindet Menschen – ob mit Zeitung, Website, Radio oder den Stratmann Events", sagt Klaus Schrotthofer, der Geschäftsführer des Zeitungsverlags Neue Westfälische. „Deshalb sind wir gern dabei, wenn Ostwestfalen und Lipper sich in der OWL-Arena treffen".
  • „OWL steht besonders für vertrauensvolle und starke Partnerschaften, in denen man sich gegenseitig unterstützt", begründet der DSC Arminia Bielefeld seine Beteiligung.
  • „Unser Engagement ist Ausdruck der Verbundenheit unseres Unternehmens mit der Region und ihren Menschen", heißt es vom Süßwarenhersteller Storck.
  • „Wir sind Partner, weil wir die Begeisterung für Sport und Kultur teilen und möglichst viel davon in der Region erlebbar machen möchten", sagt Jörg Heidemann vom Mercedes-Händler Beresa OWL.
  • „Als Traditionsunternehmen der Getränkeindustrie bekennen wir uns eindeutig zu Ostwestfalen und zum Sport", erklärt Guido Grebe von Gehring-Bunte („Christinen").
  • „Wir freuen uns, die Attraktivität unseres Heimatstandortes weiter zu stärken. Leuchttürme wie das weltweit renommierte ATP-Turnier sind für die hiesigen Unternehmen wichtig", so Maurice Eschweiler von DMG Mori.
  • „Große Namen aus Show und Spitzensport – ein Projekt, das ich wie bisher weiter gerne unterstütze", verspricht Paul Gauselmann.
  • „Als Familienunternehmen agieren wir mit einer starken Verwurzelung zu unserer Heimat Ostwestfalen", sagt Achim Lübbering, Chef der Johannes Lübbering GmbH (Maschinenbau). „Wir sind stolz, den Sport- und Kulturstandort Ostwestfalen zu fördern. Außerdem freut es uns, den Zusammenhalt der Region bei der Umsetzung dieses Projekts zu erleben."
  • „Als familiengeführtes, tief in OWL verwurzeltes Unternehmen ist es für Porta-Möbel eine Freude und Selbstverständlichkeit, die OWL-Arena nach Kräften zu unterstützen", versichern Birgit Gärtner und Achim Fahrenkamp, geschäftsführende Gesellschafter der Porta-Möbelhauskette.
  • „Wir tragen das Projekt mit, weil wir die Region unterstützen und uns freuen, dass es so eine Veranstaltungsarena hier in Ostwestfalen gibt", sagt Sven Wortmann vom IT-Unternehmen Wortmann („Terra").
  • „Wir freuen uns, als Partner die OWL-Arena zu unterstützen – damit wir alle auch in Zukunft in dieser Region eindrucksvolle Konzerte und Sportveranstaltungen erleben können", sagt Schüco-Chef Andreas Engelhardt.
  • „Es ist für uns eine Herzensangelegenheit, dieses starke Projekt zu unterstützen", bekennt sich der Nahrungsmittelhersteller Heristo aus dem nahen Bad Rothenfelde.
  • „Wir wollen dazu beitragen, den Standort weiter zu stärken – die Förderung des Veranstaltungsangebots spielt dabei eine wichtige Rolle", heißt es von der Hörmann KG.
  • „Der gute Name OWL wird dadurch noch stärker über die Region hinausgetragen und mit sportlichem und kulturellem Wert verbunden", loben Paderborns Landrat Manfred Müller (OWL GmbH), Rudolf Delius (Verein Wirtschaft und Wissenschaft für OWL) und IHK-Präsident Wolf D. Meier-Scheuven die „herausragende Image-Werbung" durch die OWL-Arena.

Copyright © Mindener Tageblatt 2020
Texte und Fotos von MT.de sind urheberrechtlich geschützt.
Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Chefredaktion.

2 Kommentare

Das Kommentieren ist nur mit einem Abo oder Tagespass möglich.

HalleDas Gerry-Weber-Stadion wird zur OWL-ArenaMartin KrauseHalle (nw). Die ostwestfälisch-lippische Wirtschaft beweist ein weiteres Mal Zusammenhalt: 13 namhafte Unternehmen der Region haben sich als Sponsoren verpflichtet und sichern sich die Namensrechte für das Tennisstadion in Halle. Aus dem 1993 eröffneten Gerry-Weber-Stadion wird ab sofort die „OWL-Arena" mit Platz für bis zu 11.500 Menschen. Ralf Weber und Alexander Hardieck, die beiden Geschäftsleiter der Stadiongesellschaft, zeigen sich begeistert: „Das Engagement ist ein Commitment, eine eindeutige Botschaft zur klaren Identifikation mit Ostwestfalen-Lippe." Auch die Namen der benachbarten Veranstaltungshalle (bis zu 2.500 Gäste) sowie jenes Unternehmens, das beide Spielstätten bewirtschaftet, ändern sich: Aus dem Gerry-Weber-Event-Center wird das „OWL-Event-Center", und aus der Betreibergesellschaft, der Gerry Weber Management & Event GmbH & Co. OHG, wird die OWL Sport & Event GmbH & Co. OHG. Die Attraktivität der Region stärken Die OWL-Arena war 1993 eröffnet worden und ist seither alljährlich Austragungsstätte für das weltweit anerkannte ATP-Tennisturnier in Halle, das größte auf Rasen in Deutschland. Auch andere international beachtete Sporthighlights fanden hier statt: Henry Maskes WM-Boxkampf 1994 gegen den Amerikaner Iran Barkley etwa, mehrere Spiele der Handball-WM 2007 und jahrelang die Finale des deutschen Volleyballpokals. Aber auch als Veranstaltungsort für Großkonzerte hat sich die Arena bewährt: Plácido Domingo und Anna Netrebko traten hier auf, Elton John und Rod Stewart, Peter Maffay und Sarah Connor. Der Modekonzern Gerry Weber hatte sich 2019 wegen seiner wirtschaftlichen Probleme aus der Unterstützung zurückgezogen. In ein neues Konzept sollen nun bis zu 16 Sponsoren eingebunden werden – 13 Firmen sind zum Start dabei, darunter die Profiabteilung des DSC Arminia Bielefeld, der selbst viele Jahre vom Engagement des Modeunternehmers Gerhard Weber profitiert hatte. „Weitere Gespräche mit interessierten Unternehmen laufen", so Alexander Hardieck und Ralf Weber. Die Partner aus der Wirtschaft erhalten eine ganzjährige Werbepräsenz im Stadionbereich, ein Ticket-Kontingent und die Möglichkeit, die Infrastruktur der Spielstätten zu nutzen. Den beteiligten Firmen, die das Konzept mit fünf- bis sechsstelligen Beträgen unterstützen, geht es unter anderem darum, die Attraktivität der Region zu stärken. Eine Arena als „Herzensangelegenheit" Als 1993 erstmals prominente Tennisspieler im Gerry-Weber Stadion zusammenkamen, um bei Deutschlands größtem Rasentennis-Turnier aufzuschlagen, rieben sich Sportexperten und Tennisfans die Augen: Ein solches Turnier in einem solchen Stadion? Irgendwo in der westfälischen Provinz? Die Sache wurde zur Überraschung der Skeptiker bekanntlich ein Erfolg. Nur der Dauerregen, der den Spielbetrieb am 16. Juni 1993 ins Wasser fallen ließ, trübte die Aussichten. „Wir brauchen ein Dach", stellten die Haller damals fest. Tatsächlich war schon ein Jahr später ein ultramodernes Stadiondach installiert, das sich in anderthalb Minuten schließen lässt und das 2016 für 2,3 Millionen Euro saniert wurde. Unter dem neuen Namen „OWL-Arena" soll die Erfolgsgeschichte nun weitergeschrieben werden. Die als Sponsoren beteiligten Unternehmen haben sich viel dabei gedacht: „Die NW-Gruppe verbindet Menschen – ob mit Zeitung, Website, Radio oder den Stratmann Events", sagt Klaus Schrotthofer, der Geschäftsführer des Zeitungsverlags Neue Westfälische. „Deshalb sind wir gern dabei, wenn Ostwestfalen und Lipper sich in der OWL-Arena treffen". „OWL steht besonders für vertrauensvolle und starke Partnerschaften, in denen man sich gegenseitig unterstützt", begründet der DSC Arminia Bielefeld seine Beteiligung. „Unser Engagement ist Ausdruck der Verbundenheit unseres Unternehmens mit der Region und ihren Menschen", heißt es vom Süßwarenhersteller Storck. „Wir sind Partner, weil wir die Begeisterung für Sport und Kultur teilen und möglichst viel davon in der Region erlebbar machen möchten", sagt Jörg Heidemann vom Mercedes-Händler Beresa OWL. „Als Traditionsunternehmen der Getränkeindustrie bekennen wir uns eindeutig zu Ostwestfalen und zum Sport", erklärt Guido Grebe von Gehring-Bunte („Christinen"). „Wir freuen uns, die Attraktivität unseres Heimatstandortes weiter zu stärken. Leuchttürme wie das weltweit renommierte ATP-Turnier sind für die hiesigen Unternehmen wichtig", so Maurice Eschweiler von DMG Mori. „Große Namen aus Show und Spitzensport – ein Projekt, das ich wie bisher weiter gerne unterstütze", verspricht Paul Gauselmann. „Als Familienunternehmen agieren wir mit einer starken Verwurzelung zu unserer Heimat Ostwestfalen", sagt Achim Lübbering, Chef der Johannes Lübbering GmbH (Maschinenbau). „Wir sind stolz, den Sport- und Kulturstandort Ostwestfalen zu fördern. Außerdem freut es uns, den Zusammenhalt der Region bei der Umsetzung dieses Projekts zu erleben." „Als familiengeführtes, tief in OWL verwurzeltes Unternehmen ist es für Porta-Möbel eine Freude und Selbstverständlichkeit, die OWL-Arena nach Kräften zu unterstützen", versichern Birgit Gärtner und Achim Fahrenkamp, geschäftsführende Gesellschafter der Porta-Möbelhauskette. „Wir tragen das Projekt mit, weil wir die Region unterstützen und uns freuen, dass es so eine Veranstaltungsarena hier in Ostwestfalen gibt", sagt Sven Wortmann vom IT-Unternehmen Wortmann („Terra"). „Wir freuen uns, als Partner die OWL-Arena zu unterstützen – damit wir alle auch in Zukunft in dieser Region eindrucksvolle Konzerte und Sportveranstaltungen erleben können", sagt Schüco-Chef Andreas Engelhardt. „Es ist für uns eine Herzensangelegenheit, dieses starke Projekt zu unterstützen", bekennt sich der Nahrungsmittelhersteller Heristo aus dem nahen Bad Rothenfelde. „Wir wollen dazu beitragen, den Standort weiter zu stärken – die Förderung des Veranstaltungsangebots spielt dabei eine wichtige Rolle", heißt es von der Hörmann KG. „Der gute Name OWL wird dadurch noch stärker über die Region hinausgetragen und mit sportlichem und kulturellem Wert verbunden", loben Paderborns Landrat Manfred Müller (OWL GmbH), Rudolf Delius (Verein Wirtschaft und Wissenschaft für OWL) und IHK-Präsident Wolf D. Meier-Scheuven die „herausragende Image-Werbung" durch die OWL-Arena.