Bückeburg

Neuer Rekord: Mehr als 70.000 Besucher beim Weihnachtszauber auf Schloss Bückeburg

Johannes Pietsch

Malerischer Anblick mit Anlaufschwierigkeiten: Der neue Rundweg über den Weihnachtszauber auf Schloss Bückeburg entlang der Graft und über die Schlossinsel. - © Foto: Johannes Pietsch/szlz
Malerischer Anblick mit Anlaufschwierigkeiten: Der neue Rundweg über den Weihnachtszauber auf Schloss Bückeburg entlang der Graft und über die Schlossinsel. (© Foto: Johannes Pietsch/szlz)

Bückeburg (szlz). In seinem 18. Jahr hat der Weihnachtszauber auf Schloss Bückeburg erneut mehr Besucher als im Vorjahr verzeichnen können und damit wiederum die 70.000er-Marke deutlich überschritten. Dass es dennoch dieses Mal wesentlich entspannter und übersichtlicher zuging als noch vor einem und vor allem vor zwei Jahren – und das selbst an den Tagen mit verlängerten Öffnungszeiten und dem vergünstigten Eintritt ab 16 Uhr – ist vor allem der massiven Erweiterung des Veranstaltungsgeländes zuzuschreiben: Erstmals erstreckte sich der Weihnachtszauber auf der gesamten Strecke durch den Schlosspark entlang der Graft bis zum Parkcafé, wo die Besucher wie bei der Landpartie über eine Brücke auf die Schlossinsel und dort über einen illuminierten Serpentinenweg zum Gartensaalzelt geführt wurden.

Vor allem die von dieser Seite sichtbare Westfassade des Schlosses mit den malerisch angestrahlten Bäumen, den Lichterketten, den Leuchtzelten und den an die Schlosswand projizierten Scherenschnitt-Filmen stieß bei Besuchern wie auch Ausstellern gleichermaßen auf Begeisterung. „Alle Kunden haben uns bestätigt, wie großartig sie diesen neuen Bereich empfunden haben“, berichtete Monika Lorenzen vom Bückeburger Aussteller Rififi im Zelt am Nostalgischen Markt.

Als man im Sommer mit der Planung des Weihnachtszaubers begann, habe man noch überlegt, die Besucher auf einer neuen Brücke bereits auf Höhe des Zirkuszelts über die Graft zu führen, so Tim Henrik Göhring, Direktor der Schloss Bückeburg Erlebniswelt, der seit diesem Jahr auch zur operativen Geschäftsleitung der veranstaltenden Landpartie Schloss Bückeburg GmbH zählt. „Dann haben wir uns aber für die große Lösung entschieden, um für die Zukunft mehr Entwicklungspotenzial zu haben.“ Dies kam bei weitem nicht nur den Besuchern zugute, die so wesentlich entspannter über das Gelände flanieren und dabei das Panorama der angestrahlten Schlossfassade genießen konnten: „Auch unter dem Aspekt der Sicherheit haben wir deutlich dazu gewonnen“, so Hofkammerdirektor Christian Weber.

Der größte Trumpf des diesjährigen Weihnachtszaubers erwies sich jedoch zugleich auch als seine größte Achillesferse: Die veränderte Besucherführung mit dem Rundweg über die Schlossinsel, der neuen Durchgangssituation im Gartensaalzelt und der Herausnahme des Schlossinnenhofs ließ nicht nur Stammgäste bisweilen ebenso rat- wie orientierungslos inmitten des Veranstaltungsgelände stehen und mitunter regelrecht verzweifelt nach dem richtigen Weg suchen. Insbesondere im Gartensaal, der mal zur Schlossinnenhofseite, mal zur Gartensaalseite geöffnet war, war dabei hin und wieder heillose Konfusion angesagt. „Bei der Besucherführung waren wir gezwungen, während der laufenden Veranstaltung verschiedene Varianten zu testen, um zeitnah auf Probleme zu reagieren“, so Christian Weber. Aus den gemachten Erfahrungen werde man im kommenden Jahr die Konsequenzen ziehen und unter anderem für eine wesentlich umfangreichere und verständlichere Beschilderung sorgen.

Auffällig war zudem der enorm starke Wettereinfluss auf die Besucherströme. Vor allem zur winterlich klaren und kalten Wochenmitte erlebte der Weihnachtszauber einen zuvor an Werktagen nicht gekannten Ansturm, während es nur einen Tag später, am verregneten zweiten Veranstaltungs-Freitag, deutlich ruhiger zuging. „Die Vorhersagen aus dem Internet werden immer präziser, und die Individualbesucher richten ihren Besuch offenbar ganz stark danach aus“, so die Einschätzung von Christian Weber. „In diesem Jahr ist das gut gegangen, aber sollte es einmal beim Weihnachtszauber eine richtig schlechte Wetterprognose geben, kann uns das auch ganz kalt erwischen.“

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BückeburgNeuer Rekord: Mehr als 70.000 Besucher beim Weihnachtszauber auf Schloss BückeburgJohannes PietschBückeburg (szlz). In seinem 18. Jahr hat der Weihnachtszauber auf Schloss Bückeburg erneut mehr Besucher als im Vorjahr verzeichnen können und damit wiederum die 70.000er-Marke deutlich überschritten. Dass es dennoch dieses Mal wesentlich entspannter und übersichtlicher zuging als noch vor einem und vor allem vor zwei Jahren – und das selbst an den Tagen mit verlängerten Öffnungszeiten und dem vergünstigten Eintritt ab 16 Uhr – ist vor allem der massiven Erweiterung des Veranstaltungsgeländes zuzuschreiben: Erstmals erstreckte sich der Weihnachtszauber auf der gesamten Strecke durch den Schlosspark entlang der Graft bis zum Parkcafé, wo die Besucher wie bei der Landpartie über eine Brücke auf die Schlossinsel und dort über einen illuminierten Serpentinenweg zum Gartensaalzelt geführt wurden. Vor allem die von dieser Seite sichtbare Westfassade des Schlosses mit den malerisch angestrahlten Bäumen, den Lichterketten, den Leuchtzelten und den an die Schlosswand projizierten Scherenschnitt-Filmen stieß bei Besuchern wie auch Ausstellern gleichermaßen auf Begeisterung. „Alle Kunden haben uns bestätigt, wie großartig sie diesen neuen Bereich empfunden haben“, berichtete Monika Lorenzen vom Bückeburger Aussteller Rififi im Zelt am Nostalgischen Markt. Als man im Sommer mit der Planung des Weihnachtszaubers begann, habe man noch überlegt, die Besucher auf einer neuen Brücke bereits auf Höhe des Zirkuszelts über die Graft zu führen, so Tim Henrik Göhring, Direktor der Schloss Bückeburg Erlebniswelt, der seit diesem Jahr auch zur operativen Geschäftsleitung der veranstaltenden Landpartie Schloss Bückeburg GmbH zählt. „Dann haben wir uns aber für die große Lösung entschieden, um für die Zukunft mehr Entwicklungspotenzial zu haben.“ Dies kam bei weitem nicht nur den Besuchern zugute, die so wesentlich entspannter über das Gelände flanieren und dabei das Panorama der angestrahlten Schlossfassade genießen konnten: „Auch unter dem Aspekt der Sicherheit haben wir deutlich dazu gewonnen“, so Hofkammerdirektor Christian Weber. Der größte Trumpf des diesjährigen Weihnachtszaubers erwies sich jedoch zugleich auch als seine größte Achillesferse: Die veränderte Besucherführung mit dem Rundweg über die Schlossinsel, der neuen Durchgangssituation im Gartensaalzelt und der Herausnahme des Schlossinnenhofs ließ nicht nur Stammgäste bisweilen ebenso rat- wie orientierungslos inmitten des Veranstaltungsgelände stehen und mitunter regelrecht verzweifelt nach dem richtigen Weg suchen. Insbesondere im Gartensaal, der mal zur Schlossinnenhofseite, mal zur Gartensaalseite geöffnet war, war dabei hin und wieder heillose Konfusion angesagt. „Bei der Besucherführung waren wir gezwungen, während der laufenden Veranstaltung verschiedene Varianten zu testen, um zeitnah auf Probleme zu reagieren“, so Christian Weber. Aus den gemachten Erfahrungen werde man im kommenden Jahr die Konsequenzen ziehen und unter anderem für eine wesentlich umfangreichere und verständlichere Beschilderung sorgen. Auffällig war zudem der enorm starke Wettereinfluss auf die Besucherströme. Vor allem zur winterlich klaren und kalten Wochenmitte erlebte der Weihnachtszauber einen zuvor an Werktagen nicht gekannten Ansturm, während es nur einen Tag später, am verregneten zweiten Veranstaltungs-Freitag, deutlich ruhiger zuging. „Die Vorhersagen aus dem Internet werden immer präziser, und die Individualbesucher richten ihren Besuch offenbar ganz stark danach aus“, so die Einschätzung von Christian Weber. „In diesem Jahr ist das gut gegangen, aber sollte es einmal beim Weihnachtszauber eine richtig schlechte Wetterprognose geben, kann uns das auch ganz kalt erwischen.“