Bielefeld

Notarzteinsatz am Bielefelder Hauptbahnhof - Gleise wieder frei

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Notarzteinsatz am Bielefelder Hauptbahnhof. NW- - © Foto: Christian Mathiesen
Notarzteinsatz am Bielefelder Hauptbahnhof. NW- (© Foto: Christian Mathiesen)

Bielefeld (nw/mt). Wegen eines Polizei- und Notarzteinsatzes am Bielefelder Hauptbahnhof kam es am Donnerstagmorgen bei fast allen Zugverbindungen zu erheblichen Verspätungen. Drei Bahnsteige mussten von 7.15 bis 9.45 Uhr gesperrt werden, Zugankünfte wurden umgeleitet. Reisende mussten sich am Bahnhof mit Hilfe der Durchsagen neu orientieren.

Komplettausfälle von Zugverbindungen gab es kaum, verspätete Abfahrtszeiten waren allerdings auf nahezu allen Strecken zu registrieren, da nur die Gleise 4 und 8 angefahren werden konnten.

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Anmerkung der Redaktion

Generell berichten die Neue Westfälische und das Mindener Tageblatt nicht über Selbsttötungen, es sei denn, es gibt besondere Gründe für eine erhöhte Aufmerksamkeit. Wir halten uns möglichst zurück, da es bei Suiziden eine hohe Nachahmerquote gibt.

Sollten Sie sich von besonderen Lebensumständen betroffen fühlen, kontaktieren Sie bitte die Telefonseelsorge. Unter der kostenlosen Hotline 0800-1110111 oder 0800-1110222 erhalten Sie 24 Stunden am Tag Hilfe und Beratung.

Nach Angaben des Einsatzleiters der Bundespolizei vor Ort, sei von einem Suizid auszugehen. Das hätten Aussagen von Augenzeugen nahegelegt, die nun vom Rettungsdienst und Notfallseelsorgern betreut werden müssen. Auch der Lokführer, der unter einem schweren Schock stehe, muss von einem Notfallteam der Deutschen Bahn betreut werden.

Die ermittelnde Kripo bestätigte inzwischen die Annahme der Bundespolizisten. Ein Unfall wurde laut Sprecherin Sarah Siedschlag ausgeschlossen.

Betroffen war der auf Gleis 2 einfahrende "IC 2445" aus Köln nach Dresden, der planmäßig um 7.17 Uhr am Bielefelder Hauptbahnhof hätte abfahren sollen. Die Bundesbeamten sperrten direkt nach dem Vorfall die Bahnsteige 1, 2 und 3 im Hauptbahnhof. Anschließend wurde der Intercity evakuiert.

Die Feuerwehr stellte schließlich eine Sichtschutzwand auf, damit der weitere Bahnverkehr während der Bergungsarbeiten fortdauern konnte. Die Kriminalpolizei hat inzwischen die Ermittlungen übernommen.

Nach Angaben der Bundespolizei konnten die gesperrten Gleise um 9.45 Uhr wieder freigegeben werden.

Auch auf der A2 kam es nach mehreren Unfällen rund um Bielefeld zu Verzögerungen. Inzwischen hat sich die Lage dort jedoch wieder normalisiert.

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