Hannover/NRW

Flugbegleiter-Streik: Viele Flüge fallen aus

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Die Flugbegleitergewerkschaft Ufo streikt bei der Lufthansa. Foto: David Young/dpa - © (c) Copyright 2019, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehalten
Die Flugbegleitergewerkschaft Ufo streikt bei der Lufthansa. Foto: David Young/dpa (© (c) Copyright 2019, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehalten)

Hannover/NRW (dpa/mt). An den Flughäfen in Hannover und Bremen fallen am zweiten Streiktag des Kabinenpersonals der Lufthansa fast alle Flüge der Airline aus. Am Airport Hannover werden am Freitag voraussichtlich nur 2 von geplanten 16 Abflügen nach Frankfurt und München durchgeführt werden können, wie eine Flughafensprecherin am Morgen mitteilte. Die Situation am Bremer Flughafen ist ähnlich. Nach Angaben einer Sprecherin wird wohl nur einer von 12 geplanten Lufthansaflügen starten können. An beiden Flughäfen sind die Verbindungen nach Frankfurt und München somit fast komplett gestrichen.

Auch an den NRW-Flughäfen müssen sich die Passagiere auf Dutzende Ausfälle einstellen. In Düsseldorf seien am Freitag 21 von 570 Flügen gestrichen worden, sagte ein Flughafensprecher am frühen Morgen. Betroffen seien Verbindungen von und nach München sowie Flüge zwischen Düsseldorf und Frankfurt. Am Flughafen Köln/Bonn gibt es einer Sprecherin zufolge am Freitag 17 Annullierungen – hier sind es ausschließlich Flüge von und nach München. Auch der Flughafen Münster/Osnabrück ist erneut betroffen.

Aufgrund des Streiks waren am in Hannover am Donnerstag bereits 11 Flüge gestrichen worden. In Bremen gab es insgesamt 8 Flugausfälle. Die Gewerkschaft Ufo hatte zu den 48-stündigen Streiks aufgerufen. Sie fordert höhere Spesen und Zulagen sowie den besseren Zugang für Saisonkräfte in den regulären Anstellungsverhältnissen der Lufthansa. Die Streiks zeigten am Donnerstag bereits Wirkung: Nach monatelanger Pause erklärte Lufthansa-Vorstandschef Carsten Spohr, dass man nun wieder das Gespräch mit der Kabinengewerkschaft Ufo suche. Ufo stimmte dem Vorschlag zu.

Weltweit sollen nach dem Sonderflugplan der Lufthansa am Freitag rund 600 Flüge ausfallen. Auch nach Streikende werden für Samstag zunächst noch einige Absagen erwartet, weil Maschinen und Crews nicht an den richtigen Einsatzorten sind. Am Donnerstag waren nach Angaben eines Sprechers der Kabinengewerkschaft Ufo 800 Flüge gestrichen worden. Insgesamt rechnete Lufthansa mit 180 000 betroffenen Passagieren während des 48-stündigen Ausstands.

Ufo fordert im laufenden Tarifkonflikt für die rund 21 000 Lufthansa-Flugbegleiter höhere Spesen und Zulagen sowie den besseren Zugang für Saisonkräfte in reguläre Anstellungsverhältnisse. Für vier weitere Flugbetriebe des Konzerns wurden jeweils separate Forderungen aufgestellt und Urabstimmungen abgehalten. Lufthansa hatte bereits eine Lohnerhöhung um 2,0 Prozent freiwillig umgesetzt. In dem gesamten Konflikt geht es aber hauptsächlich um die Frage, ob Ufo überhaupt noch Tarifverträge für das Kabinenpersonal durchsetzen kann.

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Hannover/NRWFlugbegleiter-Streik: Viele Flüge fallen ausHannover/NRW (dpa/mt). An den Flughäfen in Hannover und Bremen fallen am zweiten Streiktag des Kabinenpersonals der Lufthansa fast alle Flüge der Airline aus. Am Airport Hannover werden am Freitag voraussichtlich nur 2 von geplanten 16 Abflügen nach Frankfurt und München durchgeführt werden können, wie eine Flughafensprecherin am Morgen mitteilte. Die Situation am Bremer Flughafen ist ähnlich. Nach Angaben einer Sprecherin wird wohl nur einer von 12 geplanten Lufthansaflügen starten können. An beiden Flughäfen sind die Verbindungen nach Frankfurt und München somit fast komplett gestrichen. Auch an den NRW-Flughäfen müssen sich die Passagiere auf Dutzende Ausfälle einstellen. In Düsseldorf seien am Freitag 21 von 570 Flügen gestrichen worden, sagte ein Flughafensprecher am frühen Morgen. Betroffen seien Verbindungen von und nach München sowie Flüge zwischen Düsseldorf und Frankfurt. Am Flughafen Köln/Bonn gibt es einer Sprecherin zufolge am Freitag 17 Annullierungen – hier sind es ausschließlich Flüge von und nach München. Auch der Flughafen Münster/Osnabrück ist erneut betroffen. Aufgrund des Streiks waren am in Hannover am Donnerstag bereits 11 Flüge gestrichen worden. In Bremen gab es insgesamt 8 Flugausfälle. Die Gewerkschaft Ufo hatte zu den 48-stündigen Streiks aufgerufen. Sie fordert höhere Spesen und Zulagen sowie den besseren Zugang für Saisonkräfte in den regulären Anstellungsverhältnissen der Lufthansa. Die Streiks zeigten am Donnerstag bereits Wirkung: Nach monatelanger Pause erklärte Lufthansa-Vorstandschef Carsten Spohr, dass man nun wieder das Gespräch mit der Kabinengewerkschaft Ufo suche. Ufo stimmte dem Vorschlag zu. Weltweit sollen nach dem Sonderflugplan der Lufthansa am Freitag rund 600 Flüge ausfallen. Auch nach Streikende werden für Samstag zunächst noch einige Absagen erwartet, weil Maschinen und Crews nicht an den richtigen Einsatzorten sind. Am Donnerstag waren nach Angaben eines Sprechers der Kabinengewerkschaft Ufo 800 Flüge gestrichen worden. Insgesamt rechnete Lufthansa mit 180 000 betroffenen Passagieren während des 48-stündigen Ausstands. Ufo fordert im laufenden Tarifkonflikt für die rund 21 000 Lufthansa-Flugbegleiter höhere Spesen und Zulagen sowie den besseren Zugang für Saisonkräfte in reguläre Anstellungsverhältnisse. Für vier weitere Flugbetriebe des Konzerns wurden jeweils separate Forderungen aufgestellt und Urabstimmungen abgehalten. Lufthansa hatte bereits eine Lohnerhöhung um 2,0 Prozent freiwillig umgesetzt. In dem gesamten Konflikt geht es aber hauptsächlich um die Frage, ob Ufo überhaupt noch Tarifverträge für das Kabinenpersonal durchsetzen kann.