Bielefeld

Letzte Brückenarbeiten in Bielefeld: Ab heute fallen Züge aus

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Bielefeld (nw). Rund anderthalb Jahre haben Bahnreisende in Ostwestfalen-Lippe auf der Hauptstrecke zwischen Köln, Bielefeld und Berlin viel aushalten müssen. Jetzt geht der Neubau dreier Eisenbahnbrücken im Bereich des Bielefelder Hauptbahnhofs pünktlich zu Ende. Ab dem 14. Oktober sollen die Nah- und Fernverkehrszüge wieder planmäßig rollen.

Die Eisenbahnbrücke an der Schillerstraße in Bielefeld in der Nähe des Hauptbahnhofs wird in Kürze befahrbar sein. - © Foto: Matthias Bungeroth/nw
Die Eisenbahnbrücke an der Schillerstraße in Bielefeld in der Nähe des Hauptbahnhofs wird in Kürze befahrbar sein. (© Foto: Matthias Bungeroth/nw)

In den Tagen zuvor gibt es aber noch viel Trubel; zwischen dem heutigen Mittwoch, 9. Oktober, um 22 Uhr und Montag, 14. Oktober, um 4 Uhr müssen Fahrgäste im Nah- und Fernverkehr mit zahlreichen Abweichungen vom planmäßigen Zugbetrieb rechnen. Das sollten auch Urlauber auf der Rechnung haben, die zum kommenden Wochenende in ihren Herbsturlaub starten wollen. Besonders gravierend: „Am Sonntag, 13. Oktober, halten keine Fernverkehrszüge in Bielefeld“, wie die Bahn mitteilt.

An diesem Tag werden alle ICE- und IC-Züge zwischen Nordrhein-Westfalen und Berlin/Dresden über Münster und Osnabrück umgeleitet. „Die Tage sind schon hart“, sagt Rainer Engel, stellvertretender Vorsitzender des Fahrgastverbandes Pro Bahn in Ostwestfalen-Lippe. „Man muss jeden Tag seine Verbindung suchen und sehen, was noch im Fahrplan steht“, ist seine Empfehlung für die kommenden Tage. Allerdings hat Engel Verständnis für die Auswirkungen. „Das ist letzten Endes unvermeidbar bei der Größe der Baustellen.“

Einschränkungen im Zugbetrieb wird es im genannten Zeitraum auch im Nahverkehr der Bahn geben. Dazu gehören unter anderem auch die Sennebahn (RB 74) zwischen Bielefeld und Paderborn, oder die Ems-Börde-Bahn (RB 69) zwischen Paderborn und Bielefeld sowie Hamm und Münster. Alle Zugreisenden finden die jeweils aktuellen Reisedaten im Internet, so die Bahn.

Mit dem frühen Montagmorgen sollen alle Zuglinien in Ostwestfalen-Lippe auf der Hauptstrecke wieder planmäßig fahren. Von diesem Tag an „soll dann auch das Gleis 2 in Bielefeld angefahren werden“ so eine Bahnsprecherin. In der Nacht zum 25. Juli war bei Schweißarbeiten ein Teil der Dachkonstruktion in Flammen aufgegangen und vernichtet worden. Die Aufräum- und Reparaturarbeiten sind immer noch im Gange.

„Die Überdachung kann von der beauftragten Drittfirma nicht zum 14. Oktober fertiggestellt werden“, so die Bahnsprecherin auf Anfrage. Aber es gebe natürlich die Möglichkeit, sich auf diesem Bahnsteig in anderen Bereichen unterzustellen. Das Lautsprechersystem werde aber funktionieren sowie drei von vier Anzeigetafeln.

Für die Erneuerung der drei Eisenbahnbrücken in Bielefeld sind nach Angaben der DB rund 5.000 Tonnen Beton verbaut sowie 3.000 Meter Kabelkanäle neu verlegt oder saniert und 12.000 Meter Kabel verlegt worden. Die Unregelmäßigkeiten im Bahnverkehr der kommenden Tage sind darauf zurückzuführen, dass im Bereich des Bielefelder Hauptbahnhofs Behelfsbahnsteige, Oberleitungen und Bauweichen wieder zurückgebaut werden müssen. Diese mussten vorübergehend installiert werden, weil der Fernverkehr auf normalerweise nur dem Güterzug vorbehaltenen Gleisen verkehren musste.

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BielefeldLetzte Brückenarbeiten in Bielefeld: Ab heute fallen Züge ausBielefeld (nw). Rund anderthalb Jahre haben Bahnreisende in Ostwestfalen-Lippe auf der Hauptstrecke zwischen Köln, Bielefeld und Berlin viel aushalten müssen. Jetzt geht der Neubau dreier Eisenbahnbrücken im Bereich des Bielefelder Hauptbahnhofs pünktlich zu Ende. Ab dem 14. Oktober sollen die Nah- und Fernverkehrszüge wieder planmäßig rollen. In den Tagen zuvor gibt es aber noch viel Trubel; zwischen dem heutigen Mittwoch, 9. Oktober, um 22 Uhr und Montag, 14. Oktober, um 4 Uhr müssen Fahrgäste im Nah- und Fernverkehr mit zahlreichen Abweichungen vom planmäßigen Zugbetrieb rechnen. Das sollten auch Urlauber auf der Rechnung haben, die zum kommenden Wochenende in ihren Herbsturlaub starten wollen. Besonders gravierend: „Am Sonntag, 13. Oktober, halten keine Fernverkehrszüge in Bielefeld“, wie die Bahn mitteilt. An diesem Tag werden alle ICE- und IC-Züge zwischen Nordrhein-Westfalen und Berlin/Dresden über Münster und Osnabrück umgeleitet. „Die Tage sind schon hart“, sagt Rainer Engel, stellvertretender Vorsitzender des Fahrgastverbandes Pro Bahn in Ostwestfalen-Lippe. „Man muss jeden Tag seine Verbindung suchen und sehen, was noch im Fahrplan steht“, ist seine Empfehlung für die kommenden Tage. Allerdings hat Engel Verständnis für die Auswirkungen. „Das ist letzten Endes unvermeidbar bei der Größe der Baustellen.“ Einschränkungen im Zugbetrieb wird es im genannten Zeitraum auch im Nahverkehr der Bahn geben. Dazu gehören unter anderem auch die Sennebahn (RB 74) zwischen Bielefeld und Paderborn, oder die Ems-Börde-Bahn (RB 69) zwischen Paderborn und Bielefeld sowie Hamm und Münster. Alle Zugreisenden finden die jeweils aktuellen Reisedaten im Internet, so die Bahn. Mit dem frühen Montagmorgen sollen alle Zuglinien in Ostwestfalen-Lippe auf der Hauptstrecke wieder planmäßig fahren. Von diesem Tag an „soll dann auch das Gleis 2 in Bielefeld angefahren werden“ so eine Bahnsprecherin. In der Nacht zum 25. Juli war bei Schweißarbeiten ein Teil der Dachkonstruktion in Flammen aufgegangen und vernichtet worden. Die Aufräum- und Reparaturarbeiten sind immer noch im Gange. „Die Überdachung kann von der beauftragten Drittfirma nicht zum 14. Oktober fertiggestellt werden“, so die Bahnsprecherin auf Anfrage. Aber es gebe natürlich die Möglichkeit, sich auf diesem Bahnsteig in anderen Bereichen unterzustellen. Das Lautsprechersystem werde aber funktionieren sowie drei von vier Anzeigetafeln. Für die Erneuerung der drei Eisenbahnbrücken in Bielefeld sind nach Angaben der DB rund 5.000 Tonnen Beton verbaut sowie 3.000 Meter Kabelkanäle neu verlegt oder saniert und 12.000 Meter Kabel verlegt worden. Die Unregelmäßigkeiten im Bahnverkehr der kommenden Tage sind darauf zurückzuführen, dass im Bereich des Bielefelder Hauptbahnhofs Behelfsbahnsteige, Oberleitungen und Bauweichen wieder zurückgebaut werden müssen. Diese mussten vorübergehend installiert werden, weil der Fernverkehr auf normalerweise nur dem Güterzug vorbehaltenen Gleisen verkehren musste.