Lübbecke

Großbrand in der Innenstadt von Lübbecke: Historisches Haus nicht zu retten

Joern Spreen-Ledebur

Das Feuer hat vom Dachstuhl nur ein verkohltes Gerippe übrig gelassen, das eventuell aus dem 18. oder 19. Jahrhundert stammende alte Haus an der Danzelstätte ist ausgebrannt. NW- - © Foto: Joern Spreen-Ledebur
Das Feuer hat vom Dachstuhl nur ein verkohltes Gerippe übrig gelassen, das eventuell aus dem 18. oder 19. Jahrhundert stammende alte Haus an der Danzelstätte ist ausgebrannt. NW- (© Foto: Joern Spreen-Ledebur)

Lübbecke (nw). Feuerwehreinsatz in der Lübbecker Altstadt: Ein Feuer hat am frühen Sonntagmorgen ein Haus an der Lübbecker Danzelstätte zerstört. Das leer stehende Haus gegenüber des historischen Burgmannshofes konnte trotz des schnellen Eingreifens der freiwilligen Feuerwehr Lübbecke nicht gerettet werden. Ein Übergreifen des Feuers auf benachbarte Häuser aber konnten die Feuerwehrleute verhindern.

Es war um 5.01 Uhr am Sonntagmorgen, als die Leitstelle in Minden unter dem Stichwort „Wohnhaus-/Dachstuhlbrand" Alarm für drei Lübbecker Feuerwehr auslöste. Der Zug Mitte, die Wehren Gehlenbeck/Eilhausen und die Einsatzführungseinheit um den stellvertretenden Feuerwehrchef Arne Rautenberg eilten zuerst an den Brandort. Rautenberg löste dann gleich Vollalarm aus.

Der Vollalarm sei ausgelöst worden, weil der Brandort in der dicht bebauten Altstadt Vollalarm liege, sagte Einsatzleiter Mario Bringewatt. Die enge Wohnbebauung sei die besondere Problematik des Einsatzes. Priorität habe deshalb der Aufbau einer Riegelstellung gehabt, um die benachbarten Gebäude zu schützen, erklärte der Leiter der Lübbecker Feuerwehr. Vier Anwohner evakuierten die Einsatzkräfte sogar aus einem Nachbarhaus. Sie kamen im Gemeindehaus unter.

Von der Südseite, dem Übergang von der Bergertorstraße zur Danzelstätte, gingen Feuerwehrleute von der Drehleiter aus und mit einem C-Rohr gegen das Feuer vor und spritzten Wasser in die kleine Lücke zwischen dem brennenden Haus und dem Nachbarhaus. Auch von der Nordseite gab es Wasser auf den Brandort. Es sei praktisch eine Wasserwand zwischen dem brennenden Gebäude und den Nachbarhäusern aufgebaut worden, merkte Bringewatt an. Zusätzlich löschten Feuerwehrleute vom Steinweg aus das Feuer.

Auch mehr als zwei Stunden nach der Alarmierung stieg noch Rauch über dem Brandort auf. Das alte Haus habe teilweise noch Lehmwände, da sitze eine große Hitze drin, sagte Mario Bringewatt. Auf der Suche nach Glutnestern setzte die Feuerwehr ihre mit einer Wärmebildkamera ausgestattete Drohne ein. Von der Drehleiter aus habe man zwar eine Übersicht auf den Brandort, aber mit der Drohne könne man die ganze Einsatzstelle überfliegen, erläuterte Bringewatt.

Die Danzelstätte wurde abgesperrt, da der Giebel des Hauses einsturzgefährdet ist. Die Ursache des Feuers ist noch unklar, die Polizei beschlagnahmte die Brandstelle und ermittelt. Verletzt wurde niemand. Der stellvertretende Kreisbrandmeister Thomas Podschadly (Hüllhorst) eilte nach Lübbecke, um die Feuerwehr zu unterstützen.

Vor gut fünf Jahren hatte es schon einmal ein Feuer an der Danzelstätte gegeben. Im Januar 2014 hatte es in dem damaligen Eckhaus Steinweg/Danzelstätte einen Dachstuhlbrand gegeben. Die Brandruine wurde gut zwei Jahre später abgerissen.

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LübbeckeGroßbrand in der Innenstadt von Lübbecke: Historisches Haus nicht zu rettenJoern Spreen-LedeburLübbecke (nw). Feuerwehreinsatz in der Lübbecker Altstadt: Ein Feuer hat am frühen Sonntagmorgen ein Haus an der Lübbecker Danzelstätte zerstört. Das leer stehende Haus gegenüber des historischen Burgmannshofes konnte trotz des schnellen Eingreifens der freiwilligen Feuerwehr Lübbecke nicht gerettet werden. Ein Übergreifen des Feuers auf benachbarte Häuser aber konnten die Feuerwehrleute verhindern. Es war um 5.01 Uhr am Sonntagmorgen, als die Leitstelle in Minden unter dem Stichwort „Wohnhaus-/Dachstuhlbrand" Alarm für drei Lübbecker Feuerwehr auslöste. Der Zug Mitte, die Wehren Gehlenbeck/Eilhausen und die Einsatzführungseinheit um den stellvertretenden Feuerwehrchef Arne Rautenberg eilten zuerst an den Brandort. Rautenberg löste dann gleich Vollalarm aus. Der Vollalarm sei ausgelöst worden, weil der Brandort in der dicht bebauten Altstadt Vollalarm liege, sagte Einsatzleiter Mario Bringewatt. Die enge Wohnbebauung sei die besondere Problematik des Einsatzes. Priorität habe deshalb der Aufbau einer Riegelstellung gehabt, um die benachbarten Gebäude zu schützen, erklärte der Leiter der Lübbecker Feuerwehr. Vier Anwohner evakuierten die Einsatzkräfte sogar aus einem Nachbarhaus. Sie kamen im Gemeindehaus unter. Von der Südseite, dem Übergang von der Bergertorstraße zur Danzelstätte, gingen Feuerwehrleute von der Drehleiter aus und mit einem C-Rohr gegen das Feuer vor und spritzten Wasser in die kleine Lücke zwischen dem brennenden Haus und dem Nachbarhaus. Auch von der Nordseite gab es Wasser auf den Brandort. Es sei praktisch eine Wasserwand zwischen dem brennenden Gebäude und den Nachbarhäusern aufgebaut worden, merkte Bringewatt an. Zusätzlich löschten Feuerwehrleute vom Steinweg aus das Feuer. Auch mehr als zwei Stunden nach der Alarmierung stieg noch Rauch über dem Brandort auf. Das alte Haus habe teilweise noch Lehmwände, da sitze eine große Hitze drin, sagte Mario Bringewatt. Auf der Suche nach Glutnestern setzte die Feuerwehr ihre mit einer Wärmebildkamera ausgestattete Drohne ein. Von der Drehleiter aus habe man zwar eine Übersicht auf den Brandort, aber mit der Drohne könne man die ganze Einsatzstelle überfliegen, erläuterte Bringewatt. Die Danzelstätte wurde abgesperrt, da der Giebel des Hauses einsturzgefährdet ist. Die Ursache des Feuers ist noch unklar, die Polizei beschlagnahmte die Brandstelle und ermittelt. Verletzt wurde niemand. Der stellvertretende Kreisbrandmeister Thomas Podschadly (Hüllhorst) eilte nach Lübbecke, um die Feuerwehr zu unterstützen. Vor gut fünf Jahren hatte es schon einmal ein Feuer an der Danzelstätte gegeben. Im Januar 2014 hatte es in dem damaligen Eckhaus Steinweg/Danzelstätte einen Dachstuhlbrand gegeben. Die Brandruine wurde gut zwei Jahre später abgerissen.