Bielefeld

Messerstecher attackiert Frau am Bielefelder Jahnplatz - Zeugen verletzt

Jens Reichenbach und Dennis Rother

Die Polizei eilte am Vormittag wegen einer Messer-Attacke zum Jahnplatz. Auch Rettungskräfte und Notärzte sind vor Ort. - © Christian Mathiesen
Die Polizei eilte am Vormittag wegen einer Messer-Attacke zum Jahnplatz. Auch Rettungskräfte und Notärzte sind vor Ort. (© Christian Mathiesen)
Mitglieder der Mordkommission sind eingetroffen und nehmen unten am Bahnsteig die Spuren auf. - © Christian Mathiesen
Mitglieder der Mordkommission sind eingetroffen und nehmen unten am Bahnsteig die Spuren auf. (© Christian Mathiesen)

Bielefeld (nw). Gewalteskalation am Bahnsteig: Mehrere Personen sind am Bielefelder Jahnplatz am Freitagmorgen von einem Messerstecher verletzt worden. Vor Ort soll ein lautstarker Streit eskaliert sein. Der gesamte Jahnplatztunnel samt Bahnsteig wurden geräumt, der Stadtbahnverkehr wurde eingestellt, Mordermittler rücken an.

Trotz der Messerstecherei und zahlreiche Rettungs- und Einsatzfahrzeuge oben an den Bussteigen wird die Demonstranten von "Fridays for Future über den Jahnplatz ziehen. Erste Überlegungen, die Route der Demo deshalb umzuleiten, wurden inzwischen verworfen.

Der Vorfall ereignete sich am Bahnsteig der Stadtbahn-Haltestelle "Jahnplatz" offenbar gegen 11.30 Uhr. Nach Informationen von Staatsanwaltschaft und Polizei gab es dort eine Auseinandersetzung zwischen einem Mann (45) und einer 43-jährigen Bielefelderin. Der zunächst verbale Streit eskalierte so, dass der Mann ein Messer zückte und auf die Frau einstach. Dabei verletzte der Täter sein Opfer am Kopf und an den Armen, wie es hieß.

Zeugen helfen Opfer und werden ebenfalls verletzt

Der Angriff ereignete sich im Jahnplatztunnel. Es gab mehrere Verletzte, Zeugen stehen unter Schock. - © Jens Reichenbach
Der Angriff ereignete sich im Jahnplatztunnel. Es gab mehrere Verletzte, Zeugen stehen unter Schock. (© Jens Reichenbach)

Zwei Zeugen gingen sofort dazwischen, um den Mann von der Frau zu trennen und weitere Stiche auf das Opfer zu verhindern. Dabei wurden die beiden Helfer nach Polizeiangaben durch weitere Stiche des Täters selbst verletzt.

Anschließend ist der Mann vom Bahnsteig weggelaufen und wollte nach oben flüchten. Doch die Polizei, die wegen der großen Klima-Demo ohnehin in der Nähe positioniet war, konnte den Flüchtenden noch am Ausgang des Bahnsteigs stoppen, zu Boden bringen und festnehmen.

Mordermittler rücken an - Frau schwerverletzt

Neben der schwer verletzten Frau betreut der Rettungsdienst auch die beiden Helfer, die bei dem Messerangriff verletzt wurden. Darüber hinaus betreut die Schnell-Einsatz-Gruppe (SEG) des Rettungdienstes neun weitere Menschen, die Zeugen der Tat wurden und unter Schock stehen.

Der Bahnsteig ist seitdem ein gesperrter Tatort: Wegen des Polizeieinsatzes können seit 12 Uhr keine Stadtbahnen mehr die Haltestelle Jahnplatz passieren.

Der Jahnplatztunnel wurde umgehend geräumt. Der Zugang zu den Haltestellen ist gesperrt - © Jens Reichenbach
Der Jahnplatztunnel wurde umgehend geräumt. Der Zugang zu den Haltestellen ist gesperrt (© Jens Reichenbach)

Die Ermittler des Kriminalkommissariats 11 haben eine 22-köpfige Mordkommission unter der Leitung von
Kriminalhauptkommissar Alexander Scholz eingerichtet. Die ersten Mordermittler trafen um 12.30 Uhr ein, um am Bahnsteig die Spurensicherung zu übernehmen.

Staatsanwaltschaft und Polizei ermitteln gegen den Festgenommenen wegen eines versuchten Tötungsdeliktes, heißt es in einer gemeinsamen Mitteilung: "Die Hintergründe der Tat sind bislang noch unklar. Nach derzeitigen Erkenntnissen waren sich Angreifer und Opfer persönlich bekannt."

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BielefeldMesserstecher attackiert Frau am Bielefelder Jahnplatz - Zeugen verletztJens Reichenbach,Dennis RotherBielefeld (nw). Gewalteskalation am Bahnsteig: Mehrere Personen sind am Bielefelder Jahnplatz am Freitagmorgen von einem Messerstecher verletzt worden. Vor Ort soll ein lautstarker Streit eskaliert sein. Der gesamte Jahnplatztunnel samt Bahnsteig wurden geräumt, der Stadtbahnverkehr wurde eingestellt, Mordermittler rücken an. Trotz der Messerstecherei und zahlreiche Rettungs- und Einsatzfahrzeuge oben an den Bussteigen wird die Demonstranten von "Fridays for Future über den Jahnplatz ziehen. Erste Überlegungen, die Route der Demo deshalb umzuleiten, wurden inzwischen verworfen. Der Vorfall ereignete sich am Bahnsteig der Stadtbahn-Haltestelle "Jahnplatz" offenbar gegen 11.30 Uhr. Nach Informationen von Staatsanwaltschaft und Polizei gab es dort eine Auseinandersetzung zwischen einem Mann (45) und einer 43-jährigen Bielefelderin. Der zunächst verbale Streit eskalierte so, dass der Mann ein Messer zückte und auf die Frau einstach. Dabei verletzte der Täter sein Opfer am Kopf und an den Armen, wie es hieß. Zeugen helfen Opfer und werden ebenfalls verletzt Zwei Zeugen gingen sofort dazwischen, um den Mann von der Frau zu trennen und weitere Stiche auf das Opfer zu verhindern. Dabei wurden die beiden Helfer nach Polizeiangaben durch weitere Stiche des Täters selbst verletzt. Anschließend ist der Mann vom Bahnsteig weggelaufen und wollte nach oben flüchten. Doch die Polizei, die wegen der großen Klima-Demo ohnehin in der Nähe positioniet war, konnte den Flüchtenden noch am Ausgang des Bahnsteigs stoppen, zu Boden bringen und festnehmen. Mordermittler rücken an - Frau schwerverletzt Neben der schwer verletzten Frau betreut der Rettungsdienst auch die beiden Helfer, die bei dem Messerangriff verletzt wurden. Darüber hinaus betreut die Schnell-Einsatz-Gruppe (SEG) des Rettungdienstes neun weitere Menschen, die Zeugen der Tat wurden und unter Schock stehen. Der Bahnsteig ist seitdem ein gesperrter Tatort: Wegen des Polizeieinsatzes können seit 12 Uhr keine Stadtbahnen mehr die Haltestelle Jahnplatz passieren. Die Ermittler des Kriminalkommissariats 11 haben eine 22-köpfige Mordkommission unter der Leitung vonKriminalhauptkommissar Alexander Scholz eingerichtet. Die ersten Mordermittler trafen um 12.30 Uhr ein, um am Bahnsteig die Spurensicherung zu übernehmen. Staatsanwaltschaft und Polizei ermitteln gegen den Festgenommenen wegen eines versuchten Tötungsdeliktes, heißt es in einer gemeinsamen Mitteilung: "Die Hintergründe der Tat sind bislang noch unklar. Nach derzeitigen Erkenntnissen waren sich Angreifer und Opfer persönlich bekannt."