Vlotho

Großfeuer auf Pferdehof in Vlotho zerstört Scheune

Jobst Lüdeking

Das Feuer breitete sich rasend schnell aus und drohte auch auf ein angrenzendes Gebäude überzugreifen. - © Foto: Jobst Lüdeking/nw
Das Feuer breitete sich rasend schnell aus und drohte auch auf ein angrenzendes Gebäude überzugreifen. (© Foto: Jobst Lüdeking/nw)

Vlotho (nw). Ein Großbrand in Vlotho hat am frühen Sonntagabend eine Scheune eines Pferdehofes völlig vernichtet. Kurz vor 17 Uhr geriet in der Scheune gelagertes Stroh aus noch unbekannter Ursache in Brand. Das Feuer breitete sich rasend schnell aus und drohte auch auf ein angrenzendes Gebäude überzugreifen. Die Feuerwehr – vor allem die Vlothoer Wehr, verstärkt unter anderem durch Lösch- und Tankfahrzeuge aus Hiddenhausen, Löhne und dem Kalletal - schaffte es aber, ein Überspringen der Flammen auf weitere Dächer zu verhindern. Unter denen waren ebenfalls Strohballen gelagert.

„Ich war zusammen mit meiner Tochter bei einem Fohlen", erklärt die Ehefrau des Landwirts. „Plötzlich hörten wir meinen Mann rufen." Sie habe nur gesehen, dass ein vor der Scheune liegender Strohballen in Flammen stand und dann sofort die 112 angerufen und sich um die Tiere gekümmert. Die Flammen breiteten sich extrem schnell aus.

Der Landwirtsfamilie gelang es noch, zwei Pferde, die sich in der brennenden Scheune befanden, vor den Flammen zu retten. Kein einfaches Unterfangen, denn in vielen Fällen gehen die Tiere aus Angst vor den Flammen nicht aus dem Stall. In diesem Fall seien die Tiere aber problemlos mitgelaufen.

Auch aus dem angrenzenden Gebäude konnten rund 30 Pferde und Ponys in Sicherheit gebracht werden. „Wir haben sie alle auf die Weiden gebracht", berichtet die Vlothoerin weiter. Sie und ihr Mann seien heilfroh, dass weder Menschen noch Tiere zu Schaden gekommen seien. Während die Feuerwehr löschte, grasten die Tiere friedlich neben den Fahrzeugen.

In der Scheune waren große Strohballen gelagert, die als Einstreu für die Ställe dienen sollten. Das trockene Stroh bot den Flammen eine ideale Nahrung. Bei der Anfahrt auf den Hof hatten die Einsatzkräfte zunächst Probleme, überhaupt zum Einsatzort zu kommen, denn aufgrund der starken Hitzeentwicklung des brennenden Strohs konnten sie die Hofzufahrt nicht nutzen. Die Feuerwehr ließ die Scheune kontrolliert abbrennen. Unklar ist noch, wie es zu dem Feuer kommen konnte.

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VlothoGroßfeuer auf Pferdehof in Vlotho zerstört ScheuneJobst LüdekingVlotho (nw). Ein Großbrand in Vlotho hat am frühen Sonntagabend eine Scheune eines Pferdehofes völlig vernichtet. Kurz vor 17 Uhr geriet in der Scheune gelagertes Stroh aus noch unbekannter Ursache in Brand. Das Feuer breitete sich rasend schnell aus und drohte auch auf ein angrenzendes Gebäude überzugreifen. Die Feuerwehr – vor allem die Vlothoer Wehr, verstärkt unter anderem durch Lösch- und Tankfahrzeuge aus Hiddenhausen, Löhne und dem Kalletal - schaffte es aber, ein Überspringen der Flammen auf weitere Dächer zu verhindern. Unter denen waren ebenfalls Strohballen gelagert. „Ich war zusammen mit meiner Tochter bei einem Fohlen", erklärt die Ehefrau des Landwirts. „Plötzlich hörten wir meinen Mann rufen." Sie habe nur gesehen, dass ein vor der Scheune liegender Strohballen in Flammen stand und dann sofort die 112 angerufen und sich um die Tiere gekümmert. Die Flammen breiteten sich extrem schnell aus. Der Landwirtsfamilie gelang es noch, zwei Pferde, die sich in der brennenden Scheune befanden, vor den Flammen zu retten. Kein einfaches Unterfangen, denn in vielen Fällen gehen die Tiere aus Angst vor den Flammen nicht aus dem Stall. In diesem Fall seien die Tiere aber problemlos mitgelaufen. Auch aus dem angrenzenden Gebäude konnten rund 30 Pferde und Ponys in Sicherheit gebracht werden. „Wir haben sie alle auf die Weiden gebracht", berichtet die Vlothoerin weiter. Sie und ihr Mann seien heilfroh, dass weder Menschen noch Tiere zu Schaden gekommen seien. Während die Feuerwehr löschte, grasten die Tiere friedlich neben den Fahrzeugen. In der Scheune waren große Strohballen gelagert, die als Einstreu für die Ställe dienen sollten. Das trockene Stroh bot den Flammen eine ideale Nahrung. Bei der Anfahrt auf den Hof hatten die Einsatzkräfte zunächst Probleme, überhaupt zum Einsatzort zu kommen, denn aufgrund der starken Hitzeentwicklung des brennenden Strohs konnten sie die Hofzufahrt nicht nutzen. Die Feuerwehr ließ die Scheune kontrolliert abbrennen. Unklar ist noch, wie es zu dem Feuer kommen konnte.