Hameln

Spezialkommandos stürmen Häuser von Großfamilie in Hameln

Ulrich Behmann

Starke Polizeikräfte von nah und fern sind in Hameln im Einsatz, darunter Spezial-Einsatzkommandos und Beweismittel- und Festnahmeeinheiten. - © Ulrich Behmann/szlz
Starke Polizeikräfte von nah und fern sind in Hameln im Einsatz, darunter Spezial-Einsatzkommandos und Beweismittel- und Festnahmeeinheiten. (© Ulrich Behmann/szlz)

Hameln (szlz). Spektakulärer Polizeieinsatz in der Hamelner Südstadt: Am frühen Donnerstagmorgen hat an drei Straßen eine großangelegte Durchsuchungsaktion der Polizeiinspektion Hameln-Pyrmont/Holzminden stattgefunden.

Daran beteiligt waren starke Kräfte der Bereitschaftspolizei, aber auch Spezial-Einsatzkommandos (SEK) und eine Beweismittel- und Festnahmeeinheit (BFE). Ebenfalls im Einsatz: Diensthundführer der Polizeidirektion Göttingen mit Rauschgift- und Sprengstoffspürhunden. Koordiniert wurde die konzertierte Aktion von dem unter anderem für Waffendelikte zuständigen Fachkommissariat 1 des Zentralen Kriminaldienstes in Hameln.

Die Durchsuchung war von Ermittlern bei der Staatsanwaltschaft Hannover angeregt worden, nachdem bei der Polizei in Hameln ein anonymes Schreiben eingegangen war, „worin sich Hinweise auf den Besitz von Drogen und Waffen bei Familienmitgliedern einer libanesisch-kurdischen Großfamilie befanden“, hieß es. Ein Richter des Amtsgerichts in Hannover erließ daraufhin drei Durchsuchungsbeschlüsse.

„Dem Anlass entsprechend wurde die heutige Durchsuchung mit einer hohen Anzahl von Polizeibeamten - unter anderem auch mit Spezialeinsatzkräften und geschlossenen Polizeieinheiten - geplant und durchgeführt, da aufgrund des kriminellen Hintergrundes und der Einstellung von Teilen der Großfamilie Widerstand zu erwarten war“, sagte Oberkommissarin Stephanie Heineking-Kutschera, die während des Großeinsatzes im Führungsstab saß. Um 5.30 Uhr wurden alle Objekte zeitgleich von schwer bewaffneten Spezialeinsatzkräften, die Masken, Helme und kugelsichere Westen trugen, gestürmt.

Der Überraschungseffekt war groß. Widerstand sei nicht geleistet worden, hieß es. In zwei Durchsuchungsobjekten seien die dort gemeldeten Personen nicht angetroffen worden, sagte Heineking-Kutschera. Die Eingangstür eines Ladenlokals wurde laut Polizei von SEK-Beamten stark beschädigt.

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HamelnSpezialkommandos stürmen Häuser von Großfamilie in HamelnUlrich BehmannHameln (szlz). Spektakulärer Polizeieinsatz in der Hamelner Südstadt: Am frühen Donnerstagmorgen hat an drei Straßen eine großangelegte Durchsuchungsaktion der Polizeiinspektion Hameln-Pyrmont/Holzminden stattgefunden. Daran beteiligt waren starke Kräfte der Bereitschaftspolizei, aber auch Spezial-Einsatzkommandos (SEK) und eine Beweismittel- und Festnahmeeinheit (BFE). Ebenfalls im Einsatz: Diensthundführer der Polizeidirektion Göttingen mit Rauschgift- und Sprengstoffspürhunden. Koordiniert wurde die konzertierte Aktion von dem unter anderem für Waffendelikte zuständigen Fachkommissariat 1 des Zentralen Kriminaldienstes in Hameln. Die Durchsuchung war von Ermittlern bei der Staatsanwaltschaft Hannover angeregt worden, nachdem bei der Polizei in Hameln ein anonymes Schreiben eingegangen war, „worin sich Hinweise auf den Besitz von Drogen und Waffen bei Familienmitgliedern einer libanesisch-kurdischen Großfamilie befanden“, hieß es. Ein Richter des Amtsgerichts in Hannover erließ daraufhin drei Durchsuchungsbeschlüsse. „Dem Anlass entsprechend wurde die heutige Durchsuchung mit einer hohen Anzahl von Polizeibeamten - unter anderem auch mit Spezialeinsatzkräften und geschlossenen Polizeieinheiten - geplant und durchgeführt, da aufgrund des kriminellen Hintergrundes und der Einstellung von Teilen der Großfamilie Widerstand zu erwarten war“, sagte Oberkommissarin Stephanie Heineking-Kutschera, die während des Großeinsatzes im Führungsstab saß. Um 5.30 Uhr wurden alle Objekte zeitgleich von schwer bewaffneten Spezialeinsatzkräften, die Masken, Helme und kugelsichere Westen trugen, gestürmt. Der Überraschungseffekt war groß. Widerstand sei nicht geleistet worden, hieß es. In zwei Durchsuchungsobjekten seien die dort gemeldeten Personen nicht angetroffen worden, sagte Heineking-Kutschera. Die Eingangstür eines Ladenlokals wurde laut Polizei von SEK-Beamten stark beschädigt.