Kalletal

Wolf im lippischen Kalletal identifiziert

veröffentlicht

2019 gab es bisher 24 Wolfsnachweise in NRW. Symbolfoto: MT-Archiv
2019 gab es bisher 24 Wolfsnachweise in NRW. Symbolfoto: MT-Archiv

Kalletal (nw). Knapp drei Wochen ist es her, dass einer Kalletalerin ein glücklicher Schnappschuss gelang. Sie fotografierte einen vorbeilaufenden Wolf. Das bestätigt jetzt das Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz NRW (LANUV).

Anhand der Bilder vom 22. Juni 2019 konnte durch das LANUV und die Dokumentations- und Beratungsstelle des Bundes zum Thema Wolf (DBBW) ein Wolf identifiziert und somit ein Nachweis geführt werden. Über die Identität, Herkunft und Geschlecht des nachgewiesenen Wolfes liegen keine Informationen vor, heißt es in einer Pressemitteilung des Landesamts. Der Aufnahmestandort wurde durch einen Wolfsberater verifiziert.

Außerdem wurde im Kreis Olpe ein Wolf nachgewiesen, der dort ein Reh gerissen hatte. Beid Wölfe seien vermutlich durchziehende Tiere, sagte ein Sprecher des LANUV in Recklinghausen. In diesem Jahr hat das Amt schon mehr als 200 unbestätigte Hinweise aus NRW auf mögliche Sichtungen des Raubtieres erhalten. Zuletzt gab es im Juni eine bestätigte Sichtung in Hüllhorst. Im April wurde ein toter männlicher Wolfs an der B 482 in Petershagen entdeckt.

Sogar aus dem Düsseldorfer Stadtteil Wersten waren im Juli mehrere angebliche Wolfssichtungen gemeldet worden. Dass es tatsächlich ein Wolf war, sei aber „sehr unwahrscheinlich", sagte ein Lanuv-Sprecher und verwies auf die innerstädtische Lage inmitten von Autobahnen und Schnellstraßen. Es gebe zwar Fotos, die Qualität reiche aber nicht aus für eine Bestimmung.

In NRW wurden seit Oktober 2018 drei Regionen zu Wolfsgebieten bestimmt: die Gegend um Schermbeck nördlich des Ruhrgebiets, die Senne bei Bielefeld sowie die Nordeifel an der Grenze zu Belgien. 2019 gab es bisher 24 Wolfsnachweise. 2018 waren insgesamt 36 Belege für die Anwesenheit des Raubtiers in NRW eingegangen.

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KalletalWolf im lippischen Kalletal identifiziertKalletal (nw). Knapp drei Wochen ist es her, dass einer Kalletalerin ein glücklicher Schnappschuss gelang. Sie fotografierte einen vorbeilaufenden Wolf. Das bestätigt jetzt das Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz NRW (LANUV). Anhand der Bilder vom 22. Juni 2019 konnte durch das LANUV und die Dokumentations- und Beratungsstelle des Bundes zum Thema Wolf (DBBW) ein Wolf identifiziert und somit ein Nachweis geführt werden. Über die Identität, Herkunft und Geschlecht des nachgewiesenen Wolfes liegen keine Informationen vor, heißt es in einer Pressemitteilung des Landesamts. Der Aufnahmestandort wurde durch einen Wolfsberater verifiziert. Außerdem wurde im Kreis Olpe ein Wolf nachgewiesen, der dort ein Reh gerissen hatte. Beid Wölfe seien vermutlich durchziehende Tiere, sagte ein Sprecher des LANUV in Recklinghausen. In diesem Jahr hat das Amt schon mehr als 200 unbestätigte Hinweise aus NRW auf mögliche Sichtungen des Raubtieres erhalten. Zuletzt gab es im Juni eine bestätigte Sichtung in Hüllhorst. Im April wurde ein toter männlicher Wolfs an der B 482 in Petershagen entdeckt. Sogar aus dem Düsseldorfer Stadtteil Wersten waren im Juli mehrere angebliche Wolfssichtungen gemeldet worden. Dass es tatsächlich ein Wolf war, sei aber „sehr unwahrscheinlich", sagte ein Lanuv-Sprecher und verwies auf die innerstädtische Lage inmitten von Autobahnen und Schnellstraßen. Es gebe zwar Fotos, die Qualität reiche aber nicht aus für eine Bestimmung. In NRW wurden seit Oktober 2018 drei Regionen zu Wolfsgebieten bestimmt: die Gegend um Schermbeck nördlich des Ruhrgebiets, die Senne bei Bielefeld sowie die Nordeifel an der Grenze zu Belgien. 2019 gab es bisher 24 Wolfsnachweise. 2018 waren insgesamt 36 Belege für die Anwesenheit des Raubtiers in NRW eingegangen.