Bielefeld

Sexuelle Übergriffe: Westfälische Kirche kündigt Mitarbeiter

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Der Angestellte ist bereits am 22. Mai von seiner Arbeit freigestellt und nun gekündigt worden. - © Schönberger/dpa
Der Angestellte ist bereits am 22. Mai von seiner Arbeit freigestellt und nun gekündigt worden. (© Schönberger/dpa)

Bielefeld (epd). Die Evangelische Kirche von Westfalen trennt sich von einem Mitarbeiter, dem sie Verletzungen der sexuellen Selbstbestimmung vorwirft. Der Angestellte sei bereits am 22. Mai von seiner Arbeit freigestellt und nun gekündigt worden, teilte die Landeskirche am Freitag in Bielefeld mit. Körperliche Übergriffe habe es vermutlich nicht gegeben.

Nach einer Anzeige der Landeskirche prüfe die Staatsanwaltschaft derzeit, ob die Schwelle zu strafbaren Handlungen überschritten worden sei, hieß es. Einzelheiten wollte ein Kirchensprecher auf Nachfrage nicht nennen. Die westfälische Kirche verwies lediglich auf ihre seit 2001 geltenden Regeln zum Umgang mit sexueller Gewalt. Im Januar wurde Kirchenrätin Daniela Fricke zur Beauftragten für Missbrauchsopfer berufen. Sie steht den Opfern von sexualisierter Gewalt in der Kirche als Ansprechperson zur Verfügung.

Eine weitere Anlaufstelle ist die „Fachstelle für den Umgang mit Verletzungen der sexuellen Selbstbestimmung". Sie wurde 2013 von der westfälischen und der lippischen Landeskirche gemeinsam mit der Diakonie Rheinland-Westfalen-Lippe eingerichtet.

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BielefeldSexuelle Übergriffe: Westfälische Kirche kündigt MitarbeiterBielefeld (epd). Die Evangelische Kirche von Westfalen trennt sich von einem Mitarbeiter, dem sie Verletzungen der sexuellen Selbstbestimmung vorwirft. Der Angestellte sei bereits am 22. Mai von seiner Arbeit freigestellt und nun gekündigt worden, teilte die Landeskirche am Freitag in Bielefeld mit. Körperliche Übergriffe habe es vermutlich nicht gegeben. Nach einer Anzeige der Landeskirche prüfe die Staatsanwaltschaft derzeit, ob die Schwelle zu strafbaren Handlungen überschritten worden sei, hieß es. Einzelheiten wollte ein Kirchensprecher auf Nachfrage nicht nennen. Die westfälische Kirche verwies lediglich auf ihre seit 2001 geltenden Regeln zum Umgang mit sexueller Gewalt. Im Januar wurde Kirchenrätin Daniela Fricke zur Beauftragten für Missbrauchsopfer berufen. Sie steht den Opfern von sexualisierter Gewalt in der Kirche als Ansprechperson zur Verfügung. Eine weitere Anlaufstelle ist die „Fachstelle für den Umgang mit Verletzungen der sexuellen Selbstbestimmung". Sie wurde 2013 von der westfälischen und der lippischen Landeskirche gemeinsam mit der Diakonie Rheinland-Westfalen-Lippe eingerichtet.