Bielefeld

Polizist tötet Mutter: Obduktion bringt Klarheit

Jens Reichenbach

Ein Mordkommission ermittelte in der Hillegosser Wohnung und schloss dabei aus, dass Dritte bei der Tat involviert sein können. - © Jens Reichenbach/nw
Ein Mordkommission ermittelte in der Hillegosser Wohnung und schloss dabei aus, dass Dritte bei der Tat involviert sein können. (© Jens Reichenbach/nw)

Bielefeld/Münster (nw). Nach der Nachricht, dass ein Bielefelder Polizist am Dienstagnachmittag seine Mutter und anschließend sich selbst mit einem Messer getötet hat, hat jetzt die Obduktion des 81-jährigen Opfers Klarheit über die Tat ergeben.

Wie Polizei und Staatsanwaltschaft gemeinsam mitteilten, entdeckten Streifenbeamte in einer Wohnung in Hillegossen den 43-jährigen Kollegen und seine 81-jährige Mutter mit tödlichen Schnittverletzungen. Angehörige hatten zuvor Alarm geschlagen. Laut Polizeibericht hatten sie sich Sorgen gemacht, da sie weder Sohn noch Mutter noch erreichen konnten.

Mordkommission ermittelt in der Hillegosser Wohnung

„Der 43-Jährige war Polizeibeamter beim Polizeipräsidium Bielefeld", heißt es in der Behördenmitteilung. „Aus Gründen der Neutralität wurde deshalb die Polizeibehörde Münster mit den Ermittlungen beauftragt." Die Mordkommission unter Leitung von Kriminalhauptkommissar Joachim Poll nahm nach der Entdeckung seine Arbeit auf: „Spurensuche und -sicherung am Tatort sowie die Ermittlungen im Umfeld und die Obduktion ergaben, dass der 43-Jährige zunächst seine Mutter und anschließend sich selbst tödliche Schnittverletzungen zugefügt hatte", erläutert Poll.

Damit schloss die Mordkommission endgültig aus, dass mögliche Dritte an der Tat beteiligt waren. „Todesursächlich waren die Schnittverletzungen", sagte Christoph Mackel, Sprecher der Staatsanwaltschaft.

Die Dienstwaffe des Beamten spielte bei der Tat keine Rolle

Wie Andreas Bode von der Polizei Münster bestätigte, spielte die Dienstwaffe des 43-Jährigen bei der Tat übrigens keine Rolle. Hinweise auf eine „Tötung auf Verlangen" gab es im Übrigen nicht, so Bode.

Laut Mackel ist das Motiv der Tat in der psychischen Erkrankung des 43-Jährigen begründet. Angeblich hatte der 43-Jährige deshalb seine Waffe zuvor abgeben müssen. Die Polizei Münster konnte dies gestern nicht bestätigen.

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BielefeldPolizist tötet Mutter: Obduktion bringt KlarheitJens ReichenbachBielefeld/Münster (nw). Nach der Nachricht, dass ein Bielefelder Polizist am Dienstagnachmittag seine Mutter und anschließend sich selbst mit einem Messer getötet hat, hat jetzt die Obduktion des 81-jährigen Opfers Klarheit über die Tat ergeben. Wie Polizei und Staatsanwaltschaft gemeinsam mitteilten, entdeckten Streifenbeamte in einer Wohnung in Hillegossen den 43-jährigen Kollegen und seine 81-jährige Mutter mit tödlichen Schnittverletzungen. Angehörige hatten zuvor Alarm geschlagen. Laut Polizeibericht hatten sie sich Sorgen gemacht, da sie weder Sohn noch Mutter noch erreichen konnten. Mordkommission ermittelt in der Hillegosser Wohnung „Der 43-Jährige war Polizeibeamter beim Polizeipräsidium Bielefeld", heißt es in der Behördenmitteilung. „Aus Gründen der Neutralität wurde deshalb die Polizeibehörde Münster mit den Ermittlungen beauftragt." Die Mordkommission unter Leitung von Kriminalhauptkommissar Joachim Poll nahm nach der Entdeckung seine Arbeit auf: „Spurensuche und -sicherung am Tatort sowie die Ermittlungen im Umfeld und die Obduktion ergaben, dass der 43-Jährige zunächst seine Mutter und anschließend sich selbst tödliche Schnittverletzungen zugefügt hatte", erläutert Poll. Damit schloss die Mordkommission endgültig aus, dass mögliche Dritte an der Tat beteiligt waren. „Todesursächlich waren die Schnittverletzungen", sagte Christoph Mackel, Sprecher der Staatsanwaltschaft. Die Dienstwaffe des Beamten spielte bei der Tat keine Rolle Wie Andreas Bode von der Polizei Münster bestätigte, spielte die Dienstwaffe des 43-Jährigen bei der Tat übrigens keine Rolle. Hinweise auf eine „Tötung auf Verlangen" gab es im Übrigen nicht, so Bode. Laut Mackel ist das Motiv der Tat in der psychischen Erkrankung des 43-Jährigen begründet. Angeblich hatte der 43-Jährige deshalb seine Waffe zuvor abgeben müssen. Die Polizei Münster konnte dies gestern nicht bestätigen.