Bücken

Huskys greifen Schafherde an - Jäger erschießt Tiere

Sebastian Schwake

Mit einem Mehrzweckboot rückte die Feuerwehr aus und holte fünf tote Schafe aus der Weser. Sechs Tiere hatten es noch ans Ufer geschafft. - © Foto: Thiermann/harke
Mit einem Mehrzweckboot rückte die Feuerwehr aus und holte fünf tote Schafe aus der Weser. Sechs Tiere hatten es noch ans Ufer geschafft. (© Foto: Thiermann/harke)

Bücken (harke). Zwei ausgerissene Huskys haben am frühen Donnerstagmorgen eine aus 57 Tieren bestehende Schafherde in Bücken-Stendern (Landkreis Nienburg) angegriffen. Nach Angaben der Polizei töteten die Hunde dabei mehr als ein Dutzend Schafe. Ein Jäger erschoss schließlich zum Selbstschutz und zum weiteren Schutz der Herde die schäferhundgroßen Hunde. Das berichtet die Nienburger Tageszeitung „Die Harke“.

Ein mit seinem Schiff auf der Weser fahrender Binnenschiffer entdeckte um 6 Uhr mehrere Schafe in der Weser. Zudem sah er, dass zwei Hunde auf der an der Weser liegenden Weide die kleine Schafherde attackierten. Der Binnenschiffer alarmierte sofort die Polizei.

Offensichtlich hatten die bereits am Dienstagabend in Holtrup (Gemeinde Schweringen) ausgerissenen Huskys die Schafherde über Stunden angegriffen. Mehrere Schafe hatten tot auf der Weide gelegen, viele weitere waren schwer verletzt gewesen.

Nach Angaben von Nienburgs Polizeisprecher Axel Bergmann töteten die Huskys mehr als ein Dutzend Schafe. Mehrere Tiere erlitten so schwere Verletzungen, dass sie eingeschläfert werden mussten, weitere mussten tierärztlich versorgt werden.

Einige Tiere waren aus Panik in die Weser geflüchtet. Die Feuerwehr Bücken rückte aus. Mit einem Mehrzweckboot der Feuertechnischen Zentrale (FTZ) aus Nienburg wurden fünf Tiere tot aus der Weser geborgen, teilte Feuerwehrpressewartin Marion Thiermann mit.

Eine hinzugerufene Tierärztin und der Besitzer versorgten weitere verletzte Schafe, die schließlich mit einem Anhänger abtransportiert wurden. Sechs der Tiere hatten entkräftet den Weg über die Weser bis an die andere Uferseite geschafft. Dort konnten sie eingefangen werden. Die Feuerwehreinsatzkräfte fuhren mit dem Boot Patrouille, um eingreifen zu können, falls die verschreckten Tiere erneut in die Weser gegangen wären.

Die beiden Hunde waren gechippt. Darüber sei ihre Identität und der Besitzer ermittelt worden. Die Ermittlungen der Polizei laufen. Ob gegen die Hundebesitzer ein Strafverfahren eingeleitet werde, müssten die Ermittlungen zeigen. „Nach Abschluss der Ermittlungen wird der Vorgang der Staatsanwaltschaft in Verden zur strafrechtlichen Prüfung vorgelegt“, teilte Polizeisprecher Axel Bergmann abschließend mit.

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BückenHuskys greifen Schafherde an - Jäger erschießt TiereSebastian SchwakeBücken (harke). Zwei ausgerissene Huskys haben am frühen Donnerstagmorgen eine aus 57 Tieren bestehende Schafherde in Bücken-Stendern (Landkreis Nienburg) angegriffen. Nach Angaben der Polizei töteten die Hunde dabei mehr als ein Dutzend Schafe. Ein Jäger erschoss schließlich zum Selbstschutz und zum weiteren Schutz der Herde die schäferhundgroßen Hunde. Das berichtet die Nienburger Tageszeitung „Die Harke“. Ein mit seinem Schiff auf der Weser fahrender Binnenschiffer entdeckte um 6 Uhr mehrere Schafe in der Weser. Zudem sah er, dass zwei Hunde auf der an der Weser liegenden Weide die kleine Schafherde attackierten. Der Binnenschiffer alarmierte sofort die Polizei. Offensichtlich hatten die bereits am Dienstagabend in Holtrup (Gemeinde Schweringen) ausgerissenen Huskys die Schafherde über Stunden angegriffen. Mehrere Schafe hatten tot auf der Weide gelegen, viele weitere waren schwer verletzt gewesen. Nach Angaben von Nienburgs Polizeisprecher Axel Bergmann töteten die Huskys mehr als ein Dutzend Schafe. Mehrere Tiere erlitten so schwere Verletzungen, dass sie eingeschläfert werden mussten, weitere mussten tierärztlich versorgt werden. Einige Tiere waren aus Panik in die Weser geflüchtet. Die Feuerwehr Bücken rückte aus. Mit einem Mehrzweckboot der Feuertechnischen Zentrale (FTZ) aus Nienburg wurden fünf Tiere tot aus der Weser geborgen, teilte Feuerwehrpressewartin Marion Thiermann mit. Eine hinzugerufene Tierärztin und der Besitzer versorgten weitere verletzte Schafe, die schließlich mit einem Anhänger abtransportiert wurden. Sechs der Tiere hatten entkräftet den Weg über die Weser bis an die andere Uferseite geschafft. Dort konnten sie eingefangen werden. Die Feuerwehreinsatzkräfte fuhren mit dem Boot Patrouille, um eingreifen zu können, falls die verschreckten Tiere erneut in die Weser gegangen wären. Die beiden Hunde waren gechippt. Darüber sei ihre Identität und der Besitzer ermittelt worden. Die Ermittlungen der Polizei laufen. Ob gegen die Hundebesitzer ein Strafverfahren eingeleitet werde, müssten die Ermittlungen zeigen. „Nach Abschluss der Ermittlungen wird der Vorgang der Staatsanwaltschaft in Verden zur strafrechtlichen Prüfung vorgelegt“, teilte Polizeisprecher Axel Bergmann abschließend mit.