Der Golf des 19-Jährigen wurde am Mittwochabend schwer beschädigt. Er rammte einen Polizeiwagen - © Polizei Bielefeld
Der Golf des 19-Jährigen wurde am Mittwochabend schwer beschädigt. Er rammte einen Polizeiwagen (© Polizei Bielefeld)

Bielefeld

Bielefelder Polizeihund fasst Verkehrsrowdy

Dennis Rother

Bielefeld (nw). Außergewöhnlicher Polizeieinsatz am späten Mittwochabend: Bei einer Verfolgungsjagd rammte ein 19-jähriger Verkehrsrowdy offenbar einen Streifenwagen und wurde dann von "Willem" gestellt. Der Diensthund spürte den GTI-Fahrer auf - und schnappte zu. Womöglich habe der Mann noch mehr auf dem Kerbholz.

Der Vorfall ereignete sich nach Angaben von Polizeisprecherin Hella Christoph gegen 23.50 Uhr. Anwohner der Bremer Straße meldeten zu diesem Zeitpunkt telefonisch Lärmbelästigungen durch einen Golf-Fahrer. Der Fahrer fuhr in der Tempo-30-Zone mit überhöhter Geschwindigkeit ständig auf und ab. "Die Zeugen schätzten die Geschwindigkeit des Wagens auf 100 Kilometer pro Stunde", so Hella Christoph.

Radfahrer rettet sich mit Sprung zur Seite

Eine 43-jährige Anwohnerin bemerkte dann obendrein eine brandgefährliche Situation auf der Straße: Sie beobachtete einen Radfahrer, der sich bei einem rasanten Abbiegemanöver des Golfs durch einen Sprung zur Seite vor einem Zusammenstoß rettete.

Als die Beamten in die Bremer Straße einbogen, kam ihnen ein VW Golf GTI entgegen. Der Pkw fuhr an den rechten Fahrbahnrand und hielt an. Die Polizisten hielten ihren Wagen davor an, stiegen aus und gingen auf den Golf zu, um den Fahrer zu kontrollieren.

Flucht über die Meller Straße

Der GTI-Fahrer drehte seinen Wagen dann aber mit hoher Beschleunigung und flüchtete in Richtung Meller Straße. Die Polizisten nahmen die Verfolgung des Flüchtenden auf. "Über die Sudbrackstraße in Richtung Horstheider Weg beschleunigte der Golf-Fahrer so, dass die Polizisten ihn aus den Augen verloren", so Hella Christoph weiter.

Anhand des abgelesenen Kennzeichens ermittelten die Polizisten allerdings den Fahrzeughalter. Besitzer des Wagens ist ein 19-jähriger polizeibekannter Bielefelder, der nicht im Besitz eines Führerscheins sei.

19-Jähriger sitzt hinter Mülltonne

Im Zuge der Fahndung sichtete eine Funkstreifenwagenbesatzung den Pkw auf der Straße Achenkamp. Der Golf-Fahrer sah die Polizisten und setzte seinen Wagen zurück. Als ihm der Streifenwagen den Fluchtweg versperrte, rammte er den stehenden Wagen und flüchtete zu Fuß in Richtung der Straße Am Vorwerk.

Diensthund "Willem" nahm die Fährte des Flüchtigen auf und stellte den hinter einer Mülltonne sitzenden 19-Jährigen. "Willem" biss den Mann in den rechten Arm, ein Rettungswagen brachte ihn ins Krankenhaus. Ein Arzt entnahm dem alkoholisierten und unter Drogen stehenden Bielefelder eine Blutprobe. Die beim Unfall beteiligten Beamten blieben unverletzt. Der Sachschaden betrage ungefähr 15.000 Euro.

Gab es einen weiteren Unfall?

Die Beschädigungen an dem schwarzen GTI deuten darauf hin, dass der Pkw zwischen der Verfolgung und der Fahrer-Festnahme einen Unfall verursacht haben kann, heißt es von der Polizei weiter. Ein Unfallort sei bislang nicht bekannt. Hinweise nimmt das Verkehrskommissariat unter Tel. (05 21) 54 50 entgegen.

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BielefeldBielefelder Polizeihund fasst VerkehrsrowdyDennis RotherBielefeld (nw). Außergewöhnlicher Polizeieinsatz am späten Mittwochabend: Bei einer Verfolgungsjagd rammte ein 19-jähriger Verkehrsrowdy offenbar einen Streifenwagen und wurde dann von "Willem" gestellt. Der Diensthund spürte den GTI-Fahrer auf - und schnappte zu. Womöglich habe der Mann noch mehr auf dem Kerbholz. Der Vorfall ereignete sich nach Angaben von Polizeisprecherin Hella Christoph gegen 23.50 Uhr. Anwohner der Bremer Straße meldeten zu diesem Zeitpunkt telefonisch Lärmbelästigungen durch einen Golf-Fahrer. Der Fahrer fuhr in der Tempo-30-Zone mit überhöhter Geschwindigkeit ständig auf und ab. "Die Zeugen schätzten die Geschwindigkeit des Wagens auf 100 Kilometer pro Stunde", so Hella Christoph. Radfahrer rettet sich mit Sprung zur Seite Eine 43-jährige Anwohnerin bemerkte dann obendrein eine brandgefährliche Situation auf der Straße: Sie beobachtete einen Radfahrer, der sich bei einem rasanten Abbiegemanöver des Golfs durch einen Sprung zur Seite vor einem Zusammenstoß rettete. Als die Beamten in die Bremer Straße einbogen, kam ihnen ein VW Golf GTI entgegen. Der Pkw fuhr an den rechten Fahrbahnrand und hielt an. Die Polizisten hielten ihren Wagen davor an, stiegen aus und gingen auf den Golf zu, um den Fahrer zu kontrollieren. Flucht über die Meller Straße Der GTI-Fahrer drehte seinen Wagen dann aber mit hoher Beschleunigung und flüchtete in Richtung Meller Straße. Die Polizisten nahmen die Verfolgung des Flüchtenden auf. "Über die Sudbrackstraße in Richtung Horstheider Weg beschleunigte der Golf-Fahrer so, dass die Polizisten ihn aus den Augen verloren", so Hella Christoph weiter. Anhand des abgelesenen Kennzeichens ermittelten die Polizisten allerdings den Fahrzeughalter. Besitzer des Wagens ist ein 19-jähriger polizeibekannter Bielefelder, der nicht im Besitz eines Führerscheins sei. 19-Jähriger sitzt hinter Mülltonne Im Zuge der Fahndung sichtete eine Funkstreifenwagenbesatzung den Pkw auf der Straße Achenkamp. Der Golf-Fahrer sah die Polizisten und setzte seinen Wagen zurück. Als ihm der Streifenwagen den Fluchtweg versperrte, rammte er den stehenden Wagen und flüchtete zu Fuß in Richtung der Straße Am Vorwerk. Diensthund "Willem" nahm die Fährte des Flüchtigen auf und stellte den hinter einer Mülltonne sitzenden 19-Jährigen. "Willem" biss den Mann in den rechten Arm, ein Rettungswagen brachte ihn ins Krankenhaus. Ein Arzt entnahm dem alkoholisierten und unter Drogen stehenden Bielefelder eine Blutprobe. Die beim Unfall beteiligten Beamten blieben unverletzt. Der Sachschaden betrage ungefähr 15.000 Euro. Gab es einen weiteren Unfall? Die Beschädigungen an dem schwarzen GTI deuten darauf hin, dass der Pkw zwischen der Verfolgung und der Fahrer-Festnahme einen Unfall verursacht haben kann, heißt es von der Polizei weiter. Ein Unfallort sei bislang nicht bekannt. Hinweise nimmt das Verkehrskommissariat unter Tel. (05 21) 54 50 entgegen.