Bielefeld

Mehr als 250 Verstöße bei länderübergreifender Kontrollaktionen auf der A2 festgestellt

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Symbolfoto: MT-Archiv
Symbolfoto: MT-Archiv

Bielefeld (mt/jhr). Bei einer länderübergreifenden Kontrollaktion auf der A2 hat die Polizei am Montag mehr als 250 Verstöße festgestellt. Wie die Beamten berichten, stellten sie dabei alleine im Zuständigkeitsbereich der Bielefelder Polizei rund 188 Geschwindigkeitsverstöße, 70 Lastwagen mit zu wenig Abstand zum Vordermann und weitere Verstöße fest.

Die Kontrollaktion wurde gemeinsam mit Polizeibehörden der Länder Niedersachsen und Sachsen-Anhalt, sowie Behörden aus NRW durchgeführt. In den Zuständigkeitsbereich des Verkehrsdienstes der Bielefelder Autobahnpolizei fällt dabei der Bereich zwischen Oelde im Westen und der niedersächsischen Landesgrenze im Kreis Minden-Lübbecke.

In der Zeit von 7 bis 15.30 Uhr legten die Polizisten dabei ein besonderes Augenmerk auf Verstöße, die häufig Auslöser von Verkehrsunfällen darstellen: Geschwindigkeitsüberschreitungen - insbesondere in Baustellenbereichen, Nichteinhalten des Sicherheitsabstandes, die verbotswidrige Nutzung von elektronischen Geräten, sowie Verstöße gegen die Lenk- und Ruhezeiten. Dabei wurden alle Verkehrsteilnehmer berücksichtigt, besonders jedoch Fahrer, die sich im gewerblichen Personen- und Güterverkehrs bewegten.

Insgesamt kontrollierten die Beamten 58 Fahrzeuginsassen. Dazu hielten sie 23 Lastwagen und 21 Autos an. Mit mobilen und stationären Messgeräten stellte die Polizei in dem genannten Zeitraum 188 Geschwindigkeitsüberschreitungen fest. Ebenfalls mit Videotechnik versehende Streifenwagen identifizierten 70 Lastwagen, die nicht genügend Abstand zum vorausfahrenden Fahrzeug hielten. Bei neun Lkw-Fahrern stellten die Beamten ein Überschreiten der Lenk- und Ruhezeiten fest. Dazu schrieben sie fünf Anzeigen wegen Ordnungswidrigkeiten. Vier Fahrer mussten ein Verwarngeld zahlen. Ein Fahrer bediente während der Fahrt ein elektronisches Gerät und war so zeitweise vom Verkehr abgelenkt.

Hintergrund der Aktion ist eine steigende Zahl von Verkehrsunfällen auf den Autobahnen in Nordrhein-Westfalen. Diese stieg in den Jahren 2014 bis 2018 um 4,3 Prozent an. Vermeidbare Ursache für Verkehrsunfälle mit schweren und schwersten Unfallfolgen sind unter anderem Übermüdung, Geschwindigkeitsverstöße, mangelnder Abstand, falsch gesicherte Ladung und Ablenkung am Steuer. Besonders die Zahl der Unfälle, bei denen Ablenkung als Unfallursache die einzige Erklärung bietet, ist in diesem Zeitraum um 18,5 Prozent gestiegen. In 71 Prozent der Unfälle wurden durch Lkw-Fahrer verursacht. Dabei sind die Unfallfolgen von Fahrzeugen mit großen physikalischen Kräften für die Unfallbeteiligten vielfach verheerend. Aus diesem Grund ist die Überwachung aller Verkehrsteilnehmer durch die Autobahnpolizeien hinsichtlich der Einhaltung verkehrs- und fahrpersonalrechtlicher Vorschriften von besonderer Bedeutung.

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BielefeldMehr als 250 Verstöße bei länderübergreifender Kontrollaktionen auf der A2 festgestelltBielefeld (mt/jhr). Bei einer länderübergreifenden Kontrollaktion auf der A2 hat die Polizei am Montag mehr als 250 Verstöße festgestellt. Wie die Beamten berichten, stellten sie dabei alleine im Zuständigkeitsbereich der Bielefelder Polizei rund 188 Geschwindigkeitsverstöße, 70 Lastwagen mit zu wenig Abstand zum Vordermann und weitere Verstöße fest. Die Kontrollaktion wurde gemeinsam mit Polizeibehörden der Länder Niedersachsen und Sachsen-Anhalt, sowie Behörden aus NRW durchgeführt. In den Zuständigkeitsbereich des Verkehrsdienstes der Bielefelder Autobahnpolizei fällt dabei der Bereich zwischen Oelde im Westen und der niedersächsischen Landesgrenze im Kreis Minden-Lübbecke. In der Zeit von 7 bis 15.30 Uhr legten die Polizisten dabei ein besonderes Augenmerk auf Verstöße, die häufig Auslöser von Verkehrsunfällen darstellen: Geschwindigkeitsüberschreitungen - insbesondere in Baustellenbereichen, Nichteinhalten des Sicherheitsabstandes, die verbotswidrige Nutzung von elektronischen Geräten, sowie Verstöße gegen die Lenk- und Ruhezeiten. Dabei wurden alle Verkehrsteilnehmer berücksichtigt, besonders jedoch Fahrer, die sich im gewerblichen Personen- und Güterverkehrs bewegten. Insgesamt kontrollierten die Beamten 58 Fahrzeuginsassen. Dazu hielten sie 23 Lastwagen und 21 Autos an. Mit mobilen und stationären Messgeräten stellte die Polizei in dem genannten Zeitraum 188 Geschwindigkeitsüberschreitungen fest. Ebenfalls mit Videotechnik versehende Streifenwagen identifizierten 70 Lastwagen, die nicht genügend Abstand zum vorausfahrenden Fahrzeug hielten. Bei neun Lkw-Fahrern stellten die Beamten ein Überschreiten der Lenk- und Ruhezeiten fest. Dazu schrieben sie fünf Anzeigen wegen Ordnungswidrigkeiten. Vier Fahrer mussten ein Verwarngeld zahlen. Ein Fahrer bediente während der Fahrt ein elektronisches Gerät und war so zeitweise vom Verkehr abgelenkt. Hintergrund der Aktion ist eine steigende Zahl von Verkehrsunfällen auf den Autobahnen in Nordrhein-Westfalen. Diese stieg in den Jahren 2014 bis 2018 um 4,3 Prozent an. Vermeidbare Ursache für Verkehrsunfälle mit schweren und schwersten Unfallfolgen sind unter anderem Übermüdung, Geschwindigkeitsverstöße, mangelnder Abstand, falsch gesicherte Ladung und Ablenkung am Steuer. Besonders die Zahl der Unfälle, bei denen Ablenkung als Unfallursache die einzige Erklärung bietet, ist in diesem Zeitraum um 18,5 Prozent gestiegen. In 71 Prozent der Unfälle wurden durch Lkw-Fahrer verursacht. Dabei sind die Unfallfolgen von Fahrzeugen mit großen physikalischen Kräften für die Unfallbeteiligten vielfach verheerend. Aus diesem Grund ist die Überwachung aller Verkehrsteilnehmer durch die Autobahnpolizeien hinsichtlich der Einhaltung verkehrs- und fahrpersonalrechtlicher Vorschriften von besonderer Bedeutung.