Dieses Foto zeigt die Kriminellen bei Vorbereitungen zu einer Geldautomatensprengung im Rheinland. - © LKA
Dieses Foto zeigt die Kriminellen bei Vorbereitungen zu einer Geldautomatensprengung im Rheinland. (© LKA)

Bielefeld

Verbrecherbande gefasst: Sind das die Bielefelder Geldautomatensprenger?

Dennis Rother

Jüngst schlugen Unbekannte in einer Bielefelder Commerzbankfiliale zu. - © Wolfgang Rudolf
Jüngst schlugen Unbekannte in einer Bielefelder Commerzbankfiliale zu. (© Wolfgang Rudolf)

Bielefeld (nw). Auf frischer Tat hat die Polizei jetzt im Rheinland Geldautomatensprenger festnehmen können. Für mindestens acht Sprengungen sollen sie verantwortlich sein. "Eine hochprofessionelle Gruppierung", heißt es vom Landeskriminalamt. Genauso professionell waren die Unbekannten, die jüngst in Bielefeld mehrfach zuschlagen. Auch sie nutzten Motorräder oder Roller zur Flucht - und auch sie sollen das Fluchtfahrzeug später angezündet haben. Waren es also dieselben?

Nicht ausgeschlossen, dass es tatsächlich dieselben Täter waren, heißt es vom LKA auf Nachfrage der Neuen Westfälischen vielsagend. Derzeit würden Verbindungen überprüft, auch zu weiteren Fällen in OWL werden also Spuren gecheckt. Die Ermittlungen seien aber noch am Anfang und würden ausgeweitet.

Bielefeld: Geldautomat der Commerzbank Stapenhorststraße gesprengt

Festgenommen wurde die Bande im Kreis Mettmann. Am frühen Freitag haben Polizisten dort in Heiligenhaus die Männer auf frischer Tat ertappt. Zwei der Täter (19 und 22 Jahre alt) waren zuvor in den Vorraum einer Bank eingebrochen und beabsichtigten augenscheinlich, den dortigen Geldautomaten zu sprengen. Zwei Komplizen (19 und 20 Jahre alt) wurden wenige Augenblicke später von Ermittlern in Ratingen (Kreis Mettmann) gestellt.

Männer reisen aus den Niederlanden ein

Deutsche und niederländische Polizei- und Justizbehörden führen in enger Abstimmung bereits seit längerem umfangreiche Ermittlungen, hieß es vom LKA und der Staatsanwaltschaft Düsseldorf und niederländischen Behörden. Die Männer stammen aus den Niederlanden und seien nach derzeitigem Kenntnisstand für Geldautomatensprengungen und dann für den Diebstahl des darin befindlichen Bargelds verantwortlich. Eine der Sprengungen soll sich laut Britta Zur, Sprecherin der zuständigen Düsseldorfer Staatsanwaltschaft, in Hagen zugetragen haben. Unweit vom Tatort entfernt wurde wenig später ein brennender Roller entdeckt. Offenbar um Spuren zu beseitigen, hatte die Bande das Fahrzeug angesteckt.

Genau so gingen die noch unbekannten Täter mutmaßlich auch am 4. April nach einer Detonation in der Commerzbank-Filiale an der Stapenhorststraße vor.

Mit dem Roller zur Bank

In Heiligenhaus erwischte die Ermittlungskommission „Heat" die Täter nun vor Ort. Das Quartett sei am aus den Niederlanden eingereist, zwei der Männer warteten an einem Schnellrestauraunt in Ratingen. Ein Duo fuhr mit einem Roller zu einem Geldinstitut nach Heiligenhaus, schlug dort mit einem Vorschlaghammer die Eingangstür einer Bankfiliale ein. Dann griffen die Beamten zu. Sogar ein Polizeihubschrauber war zuvor zur Observation eingesetzt worden. Durchsuchungen der Wohnungen der Tatverdächtigen sollten nun unmittelbar folgen, hieß es.

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BielefeldVerbrecherbande gefasst: Sind das die Bielefelder Geldautomatensprenger?Dennis RotherBielefeld (nw). Auf frischer Tat hat die Polizei jetzt im Rheinland Geldautomatensprenger festnehmen können. Für mindestens acht Sprengungen sollen sie verantwortlich sein. "Eine hochprofessionelle Gruppierung", heißt es vom Landeskriminalamt. Genauso professionell waren die Unbekannten, die jüngst in Bielefeld mehrfach zuschlagen. Auch sie nutzten Motorräder oder Roller zur Flucht - und auch sie sollen das Fluchtfahrzeug später angezündet haben. Waren es also dieselben? Nicht ausgeschlossen, dass es tatsächlich dieselben Täter waren, heißt es vom LKA auf Nachfrage der Neuen Westfälischen vielsagend. Derzeit würden Verbindungen überprüft, auch zu weiteren Fällen in OWL werden also Spuren gecheckt. Die Ermittlungen seien aber noch am Anfang und würden ausgeweitet. Festgenommen wurde die Bande im Kreis Mettmann. Am frühen Freitag haben Polizisten dort in Heiligenhaus die Männer auf frischer Tat ertappt. Zwei der Täter (19 und 22 Jahre alt) waren zuvor in den Vorraum einer Bank eingebrochen und beabsichtigten augenscheinlich, den dortigen Geldautomaten zu sprengen. Zwei Komplizen (19 und 20 Jahre alt) wurden wenige Augenblicke später von Ermittlern in Ratingen (Kreis Mettmann) gestellt. Männer reisen aus den Niederlanden ein Deutsche und niederländische Polizei- und Justizbehörden führen in enger Abstimmung bereits seit längerem umfangreiche Ermittlungen, hieß es vom LKA und der Staatsanwaltschaft Düsseldorf und niederländischen Behörden. Die Männer stammen aus den Niederlanden und seien nach derzeitigem Kenntnisstand für Geldautomatensprengungen und dann für den Diebstahl des darin befindlichen Bargelds verantwortlich. Eine der Sprengungen soll sich laut Britta Zur, Sprecherin der zuständigen Düsseldorfer Staatsanwaltschaft, in Hagen zugetragen haben. Unweit vom Tatort entfernt wurde wenig später ein brennender Roller entdeckt. Offenbar um Spuren zu beseitigen, hatte die Bande das Fahrzeug angesteckt. Genau so gingen die noch unbekannten Täter mutmaßlich auch am 4. April nach einer Detonation in der Commerzbank-Filiale an der Stapenhorststraße vor. Mit dem Roller zur Bank In Heiligenhaus erwischte die Ermittlungskommission „Heat" die Täter nun vor Ort. Das Quartett sei am aus den Niederlanden eingereist, zwei der Männer warteten an einem Schnellrestauraunt in Ratingen. Ein Duo fuhr mit einem Roller zu einem Geldinstitut nach Heiligenhaus, schlug dort mit einem Vorschlaghammer die Eingangstür einer Bankfiliale ein. Dann griffen die Beamten zu. Sogar ein Polizeihubschrauber war zuvor zur Observation eingesetzt worden. Durchsuchungen der Wohnungen der Tatverdächtigen sollten nun unmittelbar folgen, hieß es.